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  #11  
Alt 03.12.2005, 23:51
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Herr Kollege,

womit ich aber eindeutig festhalten möchte, dass ein Spukphänomen doch nicht ausschliesslich auf ein betagtes Haus zutreffen muss!

Wir wissen doch etwa aus dem Gebäude der Geisteswissenschaftlichen Universität Innsbruck, dass es dort spuken könnte:

Wer einmal am Wochenende, etwa Samstag Nacht, etwas in seinem Büro holen wollte, in dem gänzlich unbeleuchteten Stiegenhaus - wenn er nicht schon durch die erschreckende Dunkelheit (Sicherheit - was ist das?) in einem unbeleuchteten 12stöckigen Hochhaus das Fürchten lernt - wird sich wundern, welches mystische Eigenleben die völlig veralteten Lifte treiben? Diese fahren selbstständig völlig unmotiviert Stockwerke an, öffnen und schliessen Türen...
Wer dann noch den Mut hat, so einen Lift in der späten Nacht zu benutzen, fährt anstelle vom Erdgeschoss in den etwa geplanten 7. Stock zwei Stockwerke rauf und dann vielleicht in das sonst ohne Schlüsselbedienung gar nicht erreichbare Tiefparterre U2.

Dürfen wir hier von Spuk sprechen? Das zwischenzeitlich völlig desolate Gebäude wurde 1983 eingeweiht.

Auch auf der vor wenigen Jahren errichteten Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Innsbruck spukt es, das ist mit möglicher Erklärung des Spuks auf SAGEN.at ausführlich dargelegt...

Also zusammenfassend:
Das Phänomen Spuk sollte auch in neuen Gebäuden seine Berechtigung haben, also können die Kinder mit der Erzählung zum Arzler Pestfriedhof vielleicht doch recht haben, zudem wünscht man es ja auch (insgeheim) manchen neuen Dingen, wie etwa der neuen Grottenbahn in Innsbruck ;-)

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (03.12.2005 um 23:58 Uhr)
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  #12  
Alt 18.12.2005, 19:12
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Auch im Burgenland werden Eigenheime auf einem über 4000 Jahre alten Gräberfeld errichtet. Glücklicherweise werden hier die archäeologischen Schätze vom Bundesdenkmalamt im Einvernehmen mit den zukünftigen Hausbesitzern gesichert.

Bemerkenswert ist hier der vielsagende Flurname, die so genannten "Kreuzäcker" in Leithaprodersdorf.

Quelle: ORF.at, 18. Dezember 2005

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #13  
Alt 01.01.2006, 00:50
dolasilla dolasilla ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

in der stadt salzburg wurde über einem archäologischen fundort (gräber, etc...) ein krankenhaus (!) errichtet...

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  #14  
Alt 30.09.2006, 16:03
MISTYRIO MISTYRIO ist offline
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Cool AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Du Ich Lebe In Einem Altersheim Also Naja Ich Bin Nich So Alt Aber Ich Wohn Bei Meinem Vater Und Der Ist Heim Leiter
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  #15  
Alt 13.11.2006, 19:39
Benutzerbild von Otto
Otto Otto ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

In Purkersdorf wurde sogar über einem Pestfriedhof ein Wohnkomplex errichtet!!!
__________________

Es grüsst
Otto aus N.Ö.
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  #16  
Alt 15.01.2008, 23:59
lilly81 lilly81 ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Als vor einigen Jahren in Wien im Währinger Park eine Tiefparkgarage angelegt wurde, konnte man Kinder beobachten, die fröhlich mit den von Bauarbeitern achtlos zur Seite geworfenen Knochen spielten, die wohl noch aus der Zeit stammt, in der der Währinger Park ein jüdischerr Friedhof war ...

Genau gegenüber der Baustelle befindet sich das Institut für Ur- und Frühgeschichte. Ich hab aber bisher keinen Spuck dort bemerkt, allerdings heißt es, dass niemand gern nachts allein durch den Währinger Park geht (was daran liegen kann, dass es generell keine gute Idee ist, in Wien nachts allein durch einen Park zu maschieren)... und in der Parkgarage war ich auch noch nie - dort müsste es ja dann eigentlich spucken ...

lg
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  #17  
Alt 16.01.2008, 13:33
harry harry ist offline
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Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Der Währinger Park war von 1783 bis 1923 zwar ein Friedhof, aber ein "allgemeiner".

Auf einem Teil des danebenliegenden Jüdischen Friedhofs von Währing allerdings wurde nach dem Krieg auch ein großer Wohnbau hingestellt, der Schnitzlerhof (Ecke Gürtel, Döblinger Hauptstraße).
__________________
Harry
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  #18  
Alt 25.02.2008, 20:24
Benutzerbild von Käuzchen
Käuzchen Käuzchen ist offline
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Beiträge: 40
Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

In der Stadt, in der ich lebe, (Apolda in Thüringen) wurde in den 1950er Jahren auf einem alten unbenutzten Friedhof eine Schule gebaut.

Und auch ein Teil des historischen Johannis-Friedhofes ist bebaut worden, allerdings mit einer Straße.
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  #19  
Alt 29.02.2008, 20:40
volker333 volker333 ist offline
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Beiträge: 502
Lächeln AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Hallo,
rein zufällig, weiß ich, dass der Haydenpark in Wien auch mal ein größerer Friedhof war. Nach der Einebnung soll auch mal ein Schwimmbad dort gewesen sein.
Würde mich wirklich interessieren wie der alte Hayden da beerdigt ist.
Immerhin ist er für die Musik der dt. Nationalhymne verantwortlich.
Hat da vielleicht zufällig jemand ein paar Bilder??

Merci, Volker.
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  #20  
Alt 01.03.2008, 10:56
harry harry ist offline
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Beiträge: 11.676
Standard AW: Wohnen auf Gräbern und Kultstätten?

Hallo Volker!

Im Jahr 1783 wurde für Wien verordnet, dass außerhalb des Linienwalles fünf Friedhöfe errichtet werden, und die engen und überfüllten Pfarr-und Klosterfriedhöfe zu schließen seien.

Mit der Eröffnung des Wiener Zentralfriedhofs wurden mit einer Kundmachung des Magistrates vom 10. Oktober 1874 die fünf "alten Friedhöfe" geschlossen und später in Parks umgewandelt. Die sterblichen Überreste berühmter Persönlichkeiten wurden (auch aus Prestigegründen) in den Zentralfriedhof umgebettet, so etwa Beethoven und Schubert, die im heutigen Schubertpark begraben waren. Einzig der St. Marxer Friedhof blieb als schönes Beispiel eines Biedermeier Friedhofes in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten. Er ist heute jedoch offiziell eine Parkanlage.

Ja, und Haydn – das ist fast ein Krimi.

Er wurde 1809 am Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark, Wien 12.) beerdigt. Als sein Leichnam 1820 exhumiert wurde, um ihn nach Eisenstadt, seiner Wirkungsstätte zu übertragen, fehlte der Schädel. Dieser war als Reliquie im Besitz der Wiener Musikfreunde. Erst 1954, nach langwierigen Verhandlungen, wurde auch dieser feierlich über Rohrau, seinen Geburtsort in das Mausoleum in der Bergkirche übertragen und mit dem Körper wieder vereint.


Bergkirche in Eisenstadt, Burgenland
__________________
Harry
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