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  #11  
Alt 20.01.2011, 09:11
Mystika Mystika ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Der heilige Nikolaus!

Wannen- und Säuglingswunder

Nikolaus soll bereits als Säugling so fromm gewesen sein, dass er an den Fastentagen der Woche, mittwochs und freitags, die Brust der Mutter nur einmal nahm. Als er das erste Mal gebadet werden sollte, stand er angeblich bereits aufrecht ohne fremde Hilfe in der Wanne.

Hui....vielleicht bin ich auch heilig? Weil? Ich wollte auch als Säugling nie trinken von der Brust und konnte sofort den Kopf heben! Außerdem sah ich aus wie ein weiser Mönch. Und? Meine Mama hatte keine Wehen, als sie mich bekam.
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  #12  
Alt 20.01.2011, 09:15
Mystika Mystika ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Heiliger Nikolaus.....du wohntest mal in unserm Haus...nun kommst du nur einmal im Jahr, ist das nicht wunderbar?
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  #13  
Alt 20.01.2011, 09:46
Mystika Mystika ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Die Aufklärung brachte eine „Persönlichkeitsspaltung” des Nikolaus. Im kirchlich-katholischen Bereich blieb der Heilige erhalten; von ihm spaltete sich der „böse Nikolaus” ab, der in einer Person Nikolaus und Knecht Ruprecht darstellt. Für seine eigenen Kinder zeichnete der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann den 1845 erstmals im Druck erschienenen „Struwwelpeter”, der bis heute in zweistelliger Millionenauflage verbreitet wurde. Diese von zeitgemäß bürgerlicher Anpassungs- und Drohpädagogik gespeiste Bildgeschichte, greift die Figur des Nikolaus (nur noch am Namen und der roten Farbe des Mantels und der Zipfelmütze erkennbar) auf, füllt ihn inhaltlich aber völlig anders: „Niklaus”, „bös und wild”, steckt Kinder in ein Tintenfass, statt ihnen zu helfen.

Die Niederländer importierten ihren Nikolaus in die von ihnen besiedelte „neue Welt”. Aus Sinte Klaas wurde Saint Claus und schließlich Father Christmas, ein gemütlicher alter Dicker, den die Coca-Cola-Werbung in ihre Hausfarben Rot-Weiß gesteckt hatte und der dann in diesem Outfit nach dem Ersten Weltkrieg nach Europa reimportiert wurde: der Weihnachtsmann. Dieser Typ von säkularisiertem Nikolaus hatte im 19. Jahrhundert auch deutsche Vorläufer. „Herr Winter”, ein alter Mann mit Kapuze, Weihnachtsbaum und Geschenken. Als „Väterchen Frost” hat ihn der Ostblock übernommen, der den Brauchbedarf befriedigen, die christlichen Festquellen aber kappen wollte.

Was ist geblieben„ Der heilige Bischof hat es heute schwer. Sein kommerzieller Widerpart hat nach wie vor Konjunktur. Das Wissen um die legendären Züge des Heiligen erledigt Nikolaus aber nicht für Gegenwart und Zukunft. Nikolaus gehört nicht als Relikt auf den Schrottplatz der Frömmigkeit. Der Heilige ist als Patron zahlloser Kirchen, Kapellen, Altäre, Orte überaus präsent. Die religiöse und die profane Verehrung des heiligen Nikolaus ermöglicht, unter der „Übermalung” der Jahrhunderte das wieder hervorzuholen, was ihn so faszinierend gemacht hat: Nikolaus, das ist einer, der anderen vorgemacht hat, wie man vor Gott gerecht oder heilig wird. Besitz dient ihm nicht zur Repräsentation oder als Macht, sondern ist ein Geschenk Gottes, das dann Früchte bringt, wenn man es weitergibt. Schenken heißt hier: Ermöglichung der Teilnahme am Weg zu Gott hin. „Heilig” umfaßt hier auch noch das körperliche Heilsein. Der Schenkende erledigt keine religiösen Pflichten, kauft sich nicht Anerkennung oder Liebe, er gibt ein Teil von sich - und das ohne „Quellenangabe”. Je mehr der profanisierte Nikolaus als Kaufanreiz verzweckt wird, desto reizloser wird sein Image. Was könnte unsere Zeit mehr gebrauchen als eine Leitfigur, die aller Käuflichkeit widerspricht?
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  #14  
Alt 20.01.2011, 12:21
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

DIE TÖPPERBRÜCKE
Nur wenige Autominuten von Lunz entfernt, in südlicher Richtung, im Ortsteil Kasten, befindet sich die Töpperbrücke. 1832 erwarb Andreas Töpper aus Neubruck bei Scheibbs das Kastengebäude. Um die Wasserkraft der Ybbs zu nutzen, ließ er hier ein Eisenwalzwerk errichten. 1855 wurde die Töpperbrücke von ihm erbaut, welche mit Figuren aus Mariazeller Eisenguss geschmückt wurde.

Die Figuren stellen die Namenspatrone des Ehepaares Töpper - die heilige Kaiserin Helena, Apostel Andreas, den Heiligen Johann Nepomuk und den Heiligen Florian dar. Daneben befindet sich noch ein hochragendes Kruzifix und eine wunderschöne Madonna.
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  #15  
Alt 20.01.2011, 23:27
Mystika Mystika ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Die heilige Helena
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  #16  
Alt 20.01.2011, 23:33
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Während ihr Gatte Constantius Chlorus Heide blieb, ließ Helena sich taufen. Ihr Sohn Konstantin siegte 312 im Namen des Christengottes gegen seinen Gegner Maxentius in der Schlacht an der Milvischen Brücke und erließ im Jahr darauf in Mailand ein Toleranzedikt...

Ein eigenartiges .....eigenartiges....Gefühl.....das mit der Taufe.......
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  #17  
Alt 20.01.2011, 23:41
Mystika Mystika ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Wetterregeln und Bräuche [Bearbeiten]

Für diesen Tag gelten in Deutschland die Wetterregeln: „Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr“, „Andreas’ Schnee tut den Saaten weh“ und „Andreasschnee - tut Korn und Weizen weh“, „André bringt Schnee“. Auch in Polen wird am Andreastag die Zukunft vorhergesagt.

Also.....mein Sohn heißt zwar auch Andreas, aber das Wetter lass ich dem Wetter selbst machen.
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  #18  
Alt 20.01.2011, 23:55
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Standard AW: Heilige auf Brücken

So, nun noch den Sankt Florian,......verschon unser Haus und zünd andere an....Hi,hi,hi

Ich muss ehrlich sagen, ich mag die Helden von früher und jetzt.
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  #19  
Alt 20.01.2011, 23:59
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Da Florian sich unter anderem weigerte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er zunächst vom Dienst suspendiert und mit Ehr- und Pensionsverlust in die Verbannung ins heutige Sankt Pölten geschickt.

Als einer Gruppe Christen in Lauriacum, dem heutigen Lorch, der Prozess gemacht werden sollte, war Florian trotz Verbannung angereist, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Er wurde jedoch auf den Befehl des römischen Statthalters Aquilinus verhaftet und zusammen mit seinen Glaubensgenossen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 4. Mai 304 vollstreckt. Florian wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei der Sterbende mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns ertränkt worden.

Der Sage nach wurde seine Leiche später von Anhängern geborgen und mit einem Ochsenkarren abtransportiert. An der Stelle, an der das Zugtier stehen blieb, wurde Florian begraben. Über seinem Grab entstand später das heutige Stift Sankt Florian.
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  #20  
Alt 21.01.2011, 08:58
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Heilige auf Brücken

Auf der Prager Brücke war ich auch schon! Der Heilige Nepomuk wurde
getötet, weil er das Beichtgeheimnis einhielt, also nichts "ausschwatzte". -
- Ich hatte 8 Stunden Wehen und mein Sohn war eine schmerzhafte Geburt,
die ganze Zeit war mein Mann anwesend, dies hat mir sehr geholfen,
durchzuhalten. Stillen hat nicht geklappt. - Dass Nikolaus als Kind
wenig gebadet hat war sicherlich keine Ausnahme. Die Verhältnisse waren
anders. - Ulrike
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