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  #21  
Alt 10.06.2010, 08:53
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Es gibt ja hier keinen *rotwerd*-Smiley.
Aber stell ihn dir mal einfach vor.
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  #22  
Alt 10.06.2010, 09:28
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Körperschmuck

Liebe Sonja, ich hab über deine Schilderung der Reaktionen auf dich nachgedacht, die haben dich doch oft verletzt und du hast völlig Recht, dass man nicht nur die Oberfläche sehen soll. Ich bin auch deiner Meinung, dass man die "Anzügler" mit Vorsicht geniesen soll (ohne zu verallgemeinern!!!) vor allem angesichts der Tatsache, dass es ja Seminare gibt, in denen Politiker, Berater, Öffentlichkeitssprecher und Berufsnebelwerfer ihre Körpersprache, also das worauf jeder unbewußt reagiert und es wahrnimmt - umtrainieren können. Das setzt ja auch eine bestimmte Einstellung der Mehrheit voraus. Verzeih mir die Frage und ich trau mich sie auch nur zu stellen, weil wir uns kennen, aber: WARUM richtet man sich her, dass sich alle fürchten? Ich will es wirklich verstehen. Ich meine nicht, dass man sich brav zurechtschneuzen soll, um jeder Tante zu gefallen. Ich meine wirklich Extreme, wie du sie geschildert hast. Dazu braucht es auf dem Land natürlich weniger als in einer Stadt. Ich hab schon einige Reaktionen erlebt, z.B. wurde ein Mädchen nur mal ganz einfach angeschaut im Bus. Nicht provokant oder abschätzig, einfach nur so. Die hat aufs Ärgste losgelegt, "wos schaust so deppert" war nur die Einleitung. Ich dachte später, wie ist die drauf? Dachte, gut, die will provozieren, damit die Aggressionen raus können. Das kann ich mir bei dir nicht vorstellen. Also wenn man die angelächelt hätte, hätt´s vielleicht geknallt. Eine verletzte Seele vermutlich. Aber mehren sich die Verletzungen nicht mit zunehmenden Konfrontationen? Außerdem will man ja - falls man nicht nur sinnlos provozieren oder irgend einer Gruppe angehören will - etwas Bestimmtes ausdrücken. Was? Ich bin anders, ok., raus aus der Uniform. Aber dass da auch negative Reaktionen kommen, weiß man. Will man wirklich nur beweisen, dass die Anderen zu blöd sind, genauer hinzuschauen?? Sollte man sich auch nicht trauen, wie meine Beobachtung zeigte.
Ich denk mir, wenn jemand eine gute und richtige Antwort auf diese Frage geben kann, dann du. Dank dir dafür. Liebe Grüße, Elfie
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  #23  
Alt 10.06.2010, 10:08
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baru baru ist offline
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Durch einen Artikel in den Salzburger Nachrichten wurde ich auf Guido Daniele, einem Künstler aus Italien aufmerksam. Besonders seine Bemalung von Händen fasziniert mich.
Tätowierungen - wie auch immer - stehe ich völlig neutral gegenüber: "Jedem das Seine". Ich selber würde mir keine machen lassen.
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #24  
Alt 10.06.2010, 12:38
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Liebe Elfie, ich kann nur aus meiner Sicht sprechen, warum andere sich tätowieren oder piercen lassen weiß ich nicht.
Bei mir war es so, ich hatte als ich so 14-15 war meine Lehrstelle in der Stadt und kannte da nicht viele Leute, hatte auch keine Freunde da- und der einzige der sich um mich gekümmert hat damals, war mein Großcousin, den ich total ins Herz geschlossen hatte. Der war Biker, tätowiert, langhaarig, hatte eine Chopper, er hat mich beschützt wenn ich Nachts fortgegangen bin, irgendwie hab ich mir den damals wohl zum Vorbild genommen.
Ich wollte damals dann auch unbedingt "eine Maschin" und wollte auch immer einen langhaarigen Mann und Tätowierungen fand ich einfach toll.
Ich habe nur egwartet bis ich 18 war, dann hab ich mir den Indianer tätowieren lassen. (Der stand für mich für Freiheit, Motorräder, Amerika, Route 66, und alles was man mit Bikerromantik und so verbindet. *lach*)

Später war das Tätowieren für mich einfach nur eine gute Art auszudrücken, was mich ausmacht.
Dauerhaft. Also nichts, was in einer Woche wieder vergeht, sondern etwas, das mich als Mensch durch und durch und für das ganze Leben ausmacht.
Gleichzeitig habe ich meine Tätowierungen ja als "Opfergaben" für die Geister angesehen. Also es musste schon auch ein bissl weh tun, sonst wär es ja kein Opfer gewesen.

So ist es BEI MIR.
Wie egsagt, manche wollen vielleicht nur provozieren oder drücken den Schmerz darin aus, oder machen`s wegen der Mode, das kann schon sein.

@ Baru: DIE SIND TOLL die Handbenmalungen! wow.
Hab`s zwar schonmal gesehen, aber immer wieder faszinierend.
Apropos Handbemalungen, ich hatte mir früher auch oft mit Henna die Hände bemalt und finde indische und afrikanische Hennabemalungen auch ganz wunderbar.

Liebe Grüße, Sonja
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  #25  
Alt 10.06.2010, 14:06
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Elfie Elfie ist offline
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Liebe Sonja, danke für deine Geduld und die Ausführungen. Ich hatte eigentlich speziell das gemeint, was du erzählt hast, dass dich inzwischen befreundete Menschen erst abgelehnt, gefürchtet und andere mit beleidigenden Bemerkungen bedacht haben. Das hatte mit den Tätowierungen nix zu tun, du hattest von den Haaren erzählt und so. Das Mädchen, das ich gemeint hab, war nicht einmal tätowiert, zumindest ist mir nix aufgefallen. Aber nachdem die zwei schon den ganzen Bus rabiat gemacht hatten, hab ich nirgends mehr hingeschaut
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  #26  
Alt 10.06.2010, 14:12
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Ich glaube, man baut sich zum Schutz eine Mauer um sich rum.
Wenn man verletzt wurde, zieht man eine Mauer hoch, damit einem keiner mehr zu nahe tritt.
Diese Mauer kann man mit Haarfarbe, auffälligem Aussehen, usw... natürlich gut unterstützen.
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  #27  
Alt 11.06.2010, 09:43
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Haha. Ich muss euch was witziges erzählen.
Heute ging ich zum Hausarzt hier im Dorf, und normalerweise trifft man da ja keine auffälligen Leute.
Heute saß ein junger Mann mit laaaaangen Dreadlocks drin, ebenfalls tätowiert an den Beinen.
Wir kennen uns nur vom sehen, er war früher mal ein Nachbar, als ich noch im Elternhaus wohnte.
Innerhalb weniger Minuten sprach er mich an, wir redeten über Tätowierungen, wer sich wo was und wieso stechen ließ, was die Symbole bedeuten, er wollte mir dann was am Rücken zeigen und zog sich deshalb sein T-Shirt über den Kopf.... *lach* - und sowas beim Dorf-Hausarzt im Wartezimmer.

Naja, jedenfalls war das ne Spontan-Symphatie. *lach*
So kann`s auch gehen!

:-)
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  #28  
Alt 11.06.2010, 17:27
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LS68 LS68 ist offline
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Ich hätt dem glatt noch meine Fledermaus gezeigt.

Alles Gute , Lars
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  #29  
Alt 06.08.2010, 13:25
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Hornarum48 Hornarum48 ist offline
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In der heutigen Kronen Zeitung (vom 6. August 2010) bringt Robert Löffler einige Bemerkungen zur Narbentätowierung:
"Früher hatten Studenten, wenn sie beim Säbeln einander die Wangen aufschnitten, einen "Bader" bezeichneten Paukarzt - gerüchteweise oft Studenten der Tierarznei im 1. Semester -, der ihnen ein wenig Salz oder Zucker in die Wunden streute, auf dass eine schöne Narbe entstehe und dem Fechter die Tapferkeit ins Gesicht geschrieben stand.
Der sogenannte Schmiss war der Vorläufer der Schönheitsoperation."
Soweit Löffler zu gewissen menschlichen Schwächen und da vor allem zur Eitelkeit!
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  #30  
Alt 06.08.2010, 17:35
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Dresdner Dresdner ist offline
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Ja, diese unsägliche Tradition der Mensur (http://de.wikipedia.org/wiki/Mensur_...nverbindung%29).
An den Hochschulen und Universitäten der DDR gab es sie zum Glück nicht, nach 1989 ist sie als eine der vielen Formen der "neuen Freiheit" wieder hierher zurückgekehrt.
Dresdner
__________________
www.bergbahngeschichte.de
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