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  #11  
Alt 14.10.2011, 17:56
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Standard AW: Bären im Ultental

Letzte Meldung zum Ultentaler Bären von "stol":

Bär: Mensch nicht versichert - TED-Umfrage

Nachdem sich ein Bär in Ulten nun auch Menschen genähert und in Hofnähe Abfall durchwühlt hat, erhält die Frage nach der Gefährlichkeit dieser Tiere neue Nahrung. Und vor allem: Wer zahlt, wenn ein Mensch angegriffen, verletzt oder gar getötet wird?

Derzeit ist in der Versicherung des Landes ein solcher Fall nicht vorgesehen. „Wir schließen derzeit aus, dass es zu einem solchen Zwischenfall kommen dürfte“, sagt Heinrich Erhard, Direktor im Amt für Jagd und Fischerei.

Menschenleben sind in Südtirol im Falle eines Bärenangriffs bislang nicht versichert. Und von seinem Amt aus sei eine Nachbesserung der Polizze auch nicht vorgesehen.

„Wir leben da im Gottvertrauen, dass das nicht passiert“, sagt Erhard. Schließlich sei in den vergangenen 150 Jahren in Europa kein einziger Mensch von Bären angegriffen oder getötet worden. Allerdings werden allein in Rumänien jährlich mehrere Menschen von Bären verletzt oder getötet.

Ganz anders ist der Fall bei Sachschäden gelagert oder wenn ein Tier gerissen wird. 11.650 Euro – im Vorjahr waren es 22.000 Euro – hat das Land heuer an Imker und Tierhalter ausbezahlt, die durch einen Bären zu Schaden gekommen sind.

Land will Bären in Gehege bringen

Landesrat Hans Berger hat gegenüber der Tageszeitung "Dolomiten" erklärt, das Land habe bereits an das Umweltministerium in Rom ein Ansuchen für die Entnahme und Ansiedlung des Bären in einem Gehege gerichtet. Das Ministerium habe zugesagt, sich sehr schnell darum kümmern zu wollen, sagte Berger.

STOL-TED

Was tun mit den Bären? Müssen sie weg? Was sagen Sie zu diesem Thema. Machen Sie mit bei der STOL-Ted-Umfrage und sagen Sie uns Ihre Meinung!


Das Ergebnis wird nach dem Absenden sichtbar.
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #12  
Alt 14.10.2011, 18:49
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Standard AW: Bären im Ultental

Zitat:
Schließlich sei in den vergangenen 150 Jahren in Europa kein einziger Mensch von Bären angegriffen oder getötet worden. Allerdings werden allein in Rumänien...
Man sollte diesem Herrn Heinrich Erhard bei Gelegenheit vielleicht ein wenig Schulbildung zukommen lassen. Rumänien liegt mitten in Europa...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #13  
Alt 15.10.2011, 14:26
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Lächeln AW: Bären im Ultental

Ach herrjeh ... der Bär ist los!

Es KÖNNTE zu einem körperlichen Schaden kommen - und schon knallen die Büchsen ...

Wieviele Kinder, Jugendliche und Erwachsene fressen eigentlich jährlich unsere Autos!? .... ca. 2.500 allein in Österreich jährlich ... und das SICHER!
Ich denke grade an montierte Jagdkanzeln auf Brücken, vor Tunnelportalen und die Aufnahme des Autos in die Liste des jagdbaren Wildes ......

Bei uns trollen sie auch durchs Gebiet, aber ich hab noch nie überlegt, NICHT MEHR im Wald zu übernachten ...

Übrigens: wenn der Hund den Bären anbellt, ist es wohl möglich dass der Bär sich das laute Tier mal anschaut ... dass er dann o Schreck in RICHTUNG JÄGER läuft .... wen wunderts?

Komische Jägerschaft, die sich vor "Bär" in die Hosen macht ... noch nie hab ich von einem ängstlichen Holzarbeiter gehört, wenn der Bär den Rapsdieselkanister ausgesoffen hat ... aber die Holzarbeiter wollen das Tier ja auch nicht schießen ...

Irgendwas stimmt doch da nicht ...

Liebe bärige Grüße
Norbert

P.S.
der die Sorgen der Eltern um ihre Kinder sehr wohl versteht, aber nicht versteht, warum sie dann Autos benützen ....
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unterwegs mit allen Sinnen ...
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  #14  
Alt 15.10.2011, 14:53
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Standard AW: Bären im Ultental

@ cerambyx:


Wolfgang (SAGEN.at)
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  #15  
Alt 15.10.2011, 16:32
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Standard AW: Bären im Ultental

Bravo Norbert!
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  #16  
Alt 15.10.2011, 20:12
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Standard AW: Bären im Ultental

Vergleiche, bzw. Fragen wie diese

Zitat:
Wieviele Kinder, Jugendliche und Erwachsene fressen eigentlich jährlich unsere Autos!?

Da gibt es wesentlich gefährlichere Begegnungen im Wald, die bei weitem unberechenbarer sind, ich erwähne hier zB. verschiedene Schlangen, Bienen, Spinnen und Skorpione etc

Bienen haben nach meiner oberflächlichen Medienbeobachtung allein im Sommer 2011 mindestens ein Dutzend Menschen (vielfach mit dergleichen Allergien) im Alpenraum getötet
finde ich – man möge mir verzeihen - mindestens ebenso „drastisch“ und reißerisch wie die kritisierte Berichterstattung und haben mit der Problematik des Geschehens im Ultental nicht das Geringste zu tun.

Ein Bär hat bereits im Sommer im Ultental ein Kalb gerissen, in Stall-, bzw. „Menschennähe“, wie auch die Schafe der letzten Zeit. Und es gibt mehrere Sichtungen nahe an bewohnten Plätzen.
Dieser Bär hat vermutlich seine Furcht verloren und gelernt, dass in der Nähe von oder in Behausungen Nahrung zu finden ist. Wenn das Tier eine Bärin ist, wird sie diese Erfahrung an ihre Jungen weitergeben, wie es bei Jurka, der Mutter des „Problembären Bruno“ (JJ1) der Fall war. Weil sie auch die Jungen ihres nächsten Wurfes in Menschennähe geführt hatte, hat man sie in ein großes Privatgehege in der Nähe von Trient gebracht.
Im Trentino hat man die Bauern, hauptsächlich die Schäfer, im Umgang mit den Bären geschult. Die Schafe halten sich nachts in einem mit Elektrozaun gesicherten Pferch auf, in dem sich auch 2 – 3 Hunde befinden. Eigens ausgebildete Leute besuchen regelmäßig die Schäfer und Almleute und beraten sie. Man wird sich wohl überlegen müssen, diese Aktivitäten auch auf Südtirol auszudehnen.
Wir sind schon seit vielen Jahren im Trentino unterwegs, häufig in Gebieten, in denen auch Bären leben, eine Sichtung gab es leider noch nie - außer einer relativ frischen Losung, wie uns ein Schäfer bestätigte. Sie stammte von einer Bärin, die mit 2 Jungen jeden Morgen über die Alm zog. Untertags sei es nicht gefährlich, sich auf dieser Alm aufzuhalten, erzählte er uns, jedoch ab der Dämmerung entferne er sich nicht mehr zu weit von seiner Hütte.

Im Ultental haben Schulkinder von den abgelegenen Bauernhöfen auch relativ weite Wege zum Schulbus zurückzulegen, um diese Jahreszeit in der Morgendämmerung.
Ich weiß nicht, ob ihr eure Kinder so ganz „locker“ aus dem Haus gehen ließet, wenn sich in der Nachbarschaft am Abend zuvor ein Bär ein Schaf aus dem Stall geholt hat?

Ich bin absolut „pro Bär“ eingestellt, sie haben Platz in dünn besiedelten Gegenden. Wenn Tiere jedoch ihr Verhalten ändern und so zur Gefahr werden, bin ich für Schutzmaßnahmen – für Mensch und Tier (Auch Menschen müssen durch „Maßnahmen“ von gefährlichen Menschen geschützt werden…)

Hier noch einmal die Trentiner Bärenseite, zum Teil auch auf Englisch aufzurufen: http://www.orso.provincia.tn.it/
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #17  
Alt 16.10.2011, 15:35
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Standard AW: Bären im Ultental

Das mag ja alles stimmen.
Aber die Medien sollten endlich aufhören mit der Panikmache,die nur Angst und Schrecken verbreiten.
Sie sollten lieber die Bevölkerung über Wildtiere aufklären und wie man sich zu verhalten hat. Dann denke ich ist das Problem halb so groß.
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  #18  
Alt 17.10.2011, 17:38
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Standard AW: Bären im Ultental

Seit gestern trägt der Bär nun einen Peilsender, wie ORF Tirol berichtet:
http://tirol.orf.at/news/stories/2505861/
daraus:
Bär soll wieder Scheu vor Menschen erhalten
Mit dem Sender können die Streifzüge des Bären überwacht werden. Sollte der Bär sich wieder Siedlungen nähern oder des öfteren Tiere in Hausnähe reißen, können nun auch gezielte Aktionen gesetzt werde, um das Tier zu vertreiben. „So kann dem Bären wieder eine größere Scheu vor dem Menschen vermittelt werden“, heißt es vonseiten der Experten.


Auch auf stol.it ist ein ausführlicher Bericht mit mehreren Bildern von der Aktion:
http://www.stol.it/Artikel/Chronik-i...estattet-Fotos

Eine gute Lösung, meine ich...
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #19  
Alt 18.10.2011, 13:03
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Standard AW: Bären im Ultental

Eine erfreuliche Nachricht. Das hätte sicher mit Bruno auch geklappt.
Aber mit einer Kugel ist das Problem schneller gelöst und mit der Zeit kräht kein Hahn mehr danach!!??
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  #20  
Alt 23.10.2011, 18:34
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Standard AW: Bären im Ultental

Liebe Forumsteilnehmer,
ich habe mich hier angemeldet um Sie auf den aktuellen Stand zu den Bären uns Wölfen im Ultental bringen.
Der Bär ist bereits seit mehreren Jahren gelegentlich hier im Tal unterwegs. Er riss dann Schafe, Ziegen, Kälber und diesen Frühling sogar ein Pferd auf den Almen. Er wurde von Jägern und Jagdaufsehern gesichtet, selten auch von normalen Wanderern.
Diesen Herbst hat sich die Situation aber erheblich verschärft!
Ein (?) Bär wurde vor rund 2 Wochen in der Talsohle (ca. 1.200m Höhe) von einem Jäger (Bericht auf stol.it) gesehen. Natürlich war ich bei dieser Begegnung nicht dabei. Ich habe allerdings mit Menschen gesprochen, die diesen Jäger nach dessen Begegnung gesehen haben und er war sehr verstört. Ich kenne diesen Jäger persönlich und er ist sicherlich kein „Weichei“.
Am selben Abend ist ein Bergbauer mit seinem Auto zu seinem Hof auf ca. 1.400 Metern Meereshöhe gefahren und hat dabei vom Auto aus den Bären gesehen. Er ist dann zu einem Verwandten von mir gefahren und die Beiden sind zusammen zur Sichtungsstelle gegangen. Sie da ein gerissenes Schaf und konnten den Bären auch nahezu eine Stunde beobachten.
Der Vorfall wurde natürlich umgehend gemeldet und von den Behörden untersucht.
Der Bär hat diese Stelle in den folgenden Nächten noch öffters besucht und dabei noch 6 weitere Schafe gerissen, welche auf Anraten der Behörden nicht in den Stall gebracht wurde, da der Bär nie an der Selben stelle 2x zuschlägt. Hier wurde dann auch die Falle aufgebaut und den Bären der Sender angelegt.
Zu erwähnen ist, dass in unmittelbarer nähe dieser Stelle mehrere Häuser sind, in deren Sichtweite der Bär auch zirkuliert sein muss. Hier leben 2 Familien mit zusammen 5 Kindern im Alter von 1-10 Jahren.
In den darauffolgenden Tagen wurde der Bär nur von weitem gesichtet und es kam zu keiner gefährlichen Begegnung mehr.
Zwischenzeitlich ist jedoch ein Wolf aufgetaucht und hat mehrere Ziegen gerissen.
Am Freitag (21.10.) jedoch wurde der Bär am Vormittag (10-11 Uhr) in der Nähe der Ortschaft Kuppelwies von 2 Personen unabhängig gesehen. Ein Mann sah den Bären in der Nähe der Hauptstraße zirkulieren und eine Frau mit Hund sah in auf einem beliebten Wanderweg. Auch diese Sichtungen wurden untersucht, allerdings ist den Personen nahegelegt worden, die Sichtungen nicht publik zu machen! Die genannten Personen streiten nun die Sichtungen ab, bzw. sprechen nicht mehr darüber. In der Regionalen Tageszeitung „Dolomiten“ vom 23.10.11 ist entsprechend ein Bericht über „Vermeintliche Sichtungen“ worin das Amt für Fischerei zitiert wird. Der besenderte Bär sei gar nicht in der Gegend unterwegs und die Möglichkeit ein zweiter Bär halte sich im Tal auf könne man nahezu ausschließen. Zufällig zählen die genannten Personen ebenfalls zu meinem Bekanntenkreis und ich traue denen sehr wohl zu bei Tageslicht aus nächster Nähe einen Bären von einer Kuh oder einem Schaf zu unterscheiden! Auch sind sie bestimmt nicht mediengeil, um eine Geschichte zu erfinden.
Am Freitag Abend hat dann eine weitere Person (bei Dunkelheit) den Bären nahe einer Pferdekoppel ebenfalls nahe dem Dorf Kuppelwies gesehen.
Wenn der besenderte Bär wirklich nicht in jener Gegend zirkuliert, haben wir mittlerweile 2 Bären, welche keine Scheu vor Menschen und Häusern haben!
Die Situation ist mittlerweile jene, dass auch gestandene Männer mit mulmigem Gefühl nachts ins Freie gehen. Ängstliche Menschen ,und hier natürlich Frauen und Kinder, gehen natürlich nicht mehr bei Dunkelheit ins Freie. Allerdings muss es natürlich manchmal dennoch sein und daher wird verstärkt das Auto benutzt.
Ich wiederhole, die Sichtungen waren im Talboden, bzw. an den Hängen und nicht auf Almen und in Bergen. Immer in unmittelbarer Nähe zu Häusern (100m) und teilweise sogar bei Tageslicht. Wie geschrieben gibt es die Bären seit fast 10 Jahren hier im Tal. Die Population scheint jetzt aber überhand zu nehmen und die Bären scheinen Ihre Scheu allmählich zu verlieren. Hinzu kommt, dass die Ämter das Problem mittlerweile vertuschen.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit, ich denke, wer dies Aufmerksam durchliest, kann die Sorgen unserer Bevölkerung verstehen!
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berichterstattung, bären, fotos, mendelgebiet, orf, orf-tirol, population, südtirol, trentino, trient, ultental

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