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  #1  
Alt 05.06.2006, 16:01
Benutzerbild von mina
mina mina ist offline
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Standard where the fairys live

in irland gibt es den brauch keine dornbüsche die mitten am feld stehen umzuschneiden ... denn dort leben die feen ... man sieht oft auf einer riesengroßen weide in der mitte einen einzigen strauch stehen ... auch wenn man ein haus baut wird das grundstück so geplant dass der strauch stehen bleibt ... es heißt sogar dass der den busch umschneidet sterben wird ...

qelle ... wurde mir von meinen gasteltern in irland erzählt
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  #2  
Alt 10.06.2007, 14:42
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Lächeln AW: where the fairys live

Hallo Mina, im Fernsehen war einmal ein Bericht über Island - dort ist (oder war?) es mit
Steinen und Straßenbau ebenso. Viele Grüße von Ulrike!
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  #3  
Alt 10.06.2007, 17:53
Benutzerbild von Wassermann
Wassermann Wassermann ist offline
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Standard AW: where the fairys live

Es gibt in Island offiziell das Amt des sogenannten Feenbeauftragten, der von Seiten der Ämter bei der Planung von Baumaßnahmen hinzugezogen werden muss. So kommt es vor, dass eine Straße zum Beispiel unvermittelt um einen Busch oder einen Felsen eine Kurve macht und so eine Stelle umfährt, die der Feenbeauftragte nicht freigegeben hat, weil er diesen Platz als Wohnort der Feen erkannt hatte.
Als das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven vor einigen Jahren an der Isländischen Küste einen Gedenkstein für die vor Island ertrunkenen Fischer setzen wollte, musste ebenfalls der Feenbeauftragte hinzugezogen werden. Es gab bei dem geplanten Ort jedoch keine Einwände und der Gedenkstein konnte gesetzt werden.
Zwar wurde das Christentum 999 auch in Island zur Staatsreligion erklärt. Die Kirche unterstand jedoch allein dem Staat und weniger Rom und es wurden neben der Kirche auch die alten Goden (Priester) weiter mit Steuergeldern unterstützt. Der alte Glaube blieb in Island immer lebendig, heute ist Astaru dort wieder eine anerkannte Religionsform.
Siehe auch: http://www.gigapolis.com/zauberwald/...nteinsson.html

Grüße

Klaus
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  #4  
Alt 10.06.2007, 20:33
Benutzerbild von mina
mina mina ist offline
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Standard AW: where the fairys live

manche leute mögen das vielleicht verrückt finden ... ich persönlich finde solche sachen aber sehr gut!
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  #5  
Alt 11.06.2007, 20:09
Benutzerbild von Wassermann
Wassermann Wassermann ist offline
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Beiträge: 62
Standard AW: where the fairys live

Es wäre ziemlich vermessen ein ganzes Volk für verrückt zu erklären. Bei uns gibt es sicher auch einige Dinge, über die so mancher Isländer den Kopf schüttelt.

Gruß

Klaus
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  #6  
Alt 15.06.2007, 19:57
Benutzerbild von cerambyx
cerambyx cerambyx ist offline
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Idee AW: where the fairys live

Ich möchte hier meine pflanzlichen/tierischen/geschichtlichen Interessen "zusammenwürfeln":

Also ich halt die Iren keinesfalls für Verrückt, sondert für mutig zu diesen Dingen zu stehen, auch wenns die anderen nicht kapieren = fühlen können!

Zum Dornbusch: auch bei uns waren Dornbüsche mal "heilig", z.B. der Weißdorn, früher Hagedorn, wehrte Hexen (Feen - hagadussa, Grenzgängerinnen zwischen unserer und der Anderswelt/Unterwelt) und böse Geister ab. Dreht man die Sache um, war er ein Symbol der alten vorchristlichen Göttinen und Götter. Er wurde angeblich auch als Lebensbaum verehrt, und oft über und bei Gräbern angepflanzt. Irgendwo hab ich gelesen, daß fallweise Samen als Grabbeigabe gefunden wurden, sogar innerhalb von Schädeln, was ev. auf den Brauch schließen läßt, daß den Toten ein Samen unter die Zunge gelegt wurde .... (später angeblich mit Fichtensamen).

Die Verbindung mit der Welt der Toten erfolgt über eine wichtige Eigenheit des Weißdorns:
Die Bestäubung der oft massenhaft durch Insekten und bunte Schmetterlinge umschwärmten Pflanzen erfolgt weniger durch diese als durch - Fliegen! Dadurch ist es für ihn sinnvoll, nicht zu duften, sondern zu - stinken! Die Blüten riechen nach Aas, was so manchen Spaziergänger in Parks irritiert, die meisten aber die Herkunft des Geruchs nicht erraten läßt! Unsere Vorväter dürften beobachtet haben, dass so der Todeshauch zu buntem Leben umgewandelt wird .... Als Lebenssymbol gilt er außerdem, weil er so wuchsfreudig ist und sich praktisch nicht vernichten ließ.

Leider wird er bei uns als "lästiges Unholz" von der Landwirtschaft flächig vertilgt und ist daher nur mehr in den spärlichen Randgehölzen zu finden - daher gibts ja auch nur mehr so wenig Feen su sehen ;-)

Liebe Grüße
Norbert
__________________
unterwegs mit allen Sinnen ...
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