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  #1  
Alt 04.09.2015, 19:39
PaulFelix PaulFelix ist offline
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Standard Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Guten Tag. Ich bin Filmemacher und interesiere mich momentan für alle Geschichten um Schlepper Schleuser und Fluchthelfer während oder nach dem 2. Weltkrieg. Von besonderem Interesse ist für mich das Thema der jüdischen Flüchtlinge. Weis hier jemand was dazu. Interesiere mich stark für persönliche Geschichten aus der Zeit.
Vielen Dank
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  #2  
Alt 04.09.2015, 23:37
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Standard AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Zu dieser Fragestellung dürfte es durchaus Literatur in Bibliotheken geben.

Ich befürchte, dass persönliche Erzähler aus dieser Zeit nicht mehr allzu spontan in Foren ihre Erinnerungen bringen können.

Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn jemand aus dieser Zeit oder ein Nachfahre hier persönliche Erinnerungen teilen möchte!

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #3  
Alt 05.09.2015, 11:19
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baru baru ist offline
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Standard AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Die damalige Wirtin des Krimmler Tauernhauses (http://www.krimmler-tauernhaus.at/im...ental/familie/) Lisl Geisler (http://www.alpinepeacecrossing.org/?view=geisler) war eine der großen Fluchthelferinnen. Ihr Sohn Adi (s. website) erinnert sich sicher an diese Zeit.
Auch Marko Feingold war damals unter den Flüchtlingen.
Infos zum Friedensmarsch gibt es auch auf youtube: https://www.youtube.com/results?q=alpine+peace+crossing
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #4  
Alt 05.09.2015, 12:03
PaulFelix PaulFelix ist offline
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Beiträge: 4
Lächeln AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Vielen Dank für den tollen tip über Lisl Geisler und ihren Sohn.
Die Krimmler Tauern Geschichte hatte ich eben schon ein wenig angeschaut und Marko Feingold steht schon auf meiner Kontaktliste.
Eine sehr interesante Route bis nach Palestina. Die Bricha wäre hoer zu nennen glaube ich.
Interesant dabei ist eben auch der Aspekt das zur selben Zeit sehr viele hohe Nazi Offiziere und SS Angehörige über teilweise die selben Schlepperstecken als die damiligen Juden oder eben die (Displaced People) Österreich verlassen haben. Viele der Nazis sind über Syrien (interesante parallele zu heute) nach Südamerika ausgewandert. Interesant wäre es auch über Fälle zu hören in denen Fluchthelfer Juden und Nazis zugleich geholfen haben. Ich habe z.B über Priester wie Krunoslav Draganovic gelesen oder auch Alois Hudal welche unter anderen Nazi Größen zur Flucht verhalfen. Doch die Geschichte der Ratgenlinie ist schon sehr bekannt. Vielleicht gibt es hier noch weitere Tips. Vielen herzlichen Dank nochmals.
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  #5  
Alt 05.09.2015, 22:24
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Standard AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Ich möchte Dich noch auf Franz Steinmaßl hinweisen, der in seinem kleinen Verlag "Buchverlag Franz Steinmaßl" hervorragende Bücher mit Erzählungen zur Zeitgeschichte vor allem Oberösterreichs bringt.

Ich habe aus diesem Verlag das Buch von Christian Topf, Auf den Spuren der Partisanen, Zeitgeschichtliche Wanderungen im Salzkammergut mit größter Begeisterung gelesen. Obwohl das eigentlich ein Wanderführer ist, bringt das Buch wirklich spannende Erzählungen aus dem Bereich Salzkammergut und vor allem dem Ausseerland. Ein Buch, das man vor Spannung nicht aus der Hand legt und auch gerne eine schlaflose Nacht dafür einlegt.

Im Ausseerland geschah ja am Ende des 2. Weltkrieges die einzigartige Situation des Zusammentreffens aller Kriegsparteien, Verfolger und Verfolgter in einem Talkessel. Es ist in diesem Buch unglaublich spannend zu lesen, wie dort deren Fluchten jeweils organisiert wurde...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #6  
Alt 05.09.2015, 23:02
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Standard AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Es gibt auch die historisch äußerst schwierige Rolle der beiden Länder Tirol im Zusammenhang mit der Kirche am Ende des 2. Weltkrieges...

Das ist bis heute ein sehr sensibles Thema, das in beiden Ländern in Grundzügen zwar allgemein bekannt ist, zu den Details wurde erst in den letzten Jahren in Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen mehr dazu bekannt.

Grundsätzlich geht es darum, dass die Kirche am Ende des 2. Weltkrieges und in den Jahren danach viele Menschen über den Brenner zu den Häfen nach Genua etc. und in der Folge nach Südamerika geschleust hat.

Ich bin aber kein Historiker und kann mich daher zu diesem Thema nicht profund äußern. Es sollten aber über Suchmaschinen dazu spezialisierte Zeitgeschichtler und Historiker recht leicht auffindbar sein.

Horst Schreiber wäre dazu etwa ein hervorragender Zeitgeschichtler mit exzellenter Literatur (zB. "Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni").

Oder der Tiroler Zeithistoriker Gerald Steinacher über den "Rattenweg", wo auf diese Weise bis zu 800 hohe NS-Funktionäre, darunter rund 50 Schwerbelastete (Adolf Eichmann, Josef Mengele und viele weitere) hier durchkamen.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #7  
Alt 11.09.2015, 12:42
PaulFelix PaulFelix ist offline
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Blinzeln AW: Schlepper Schleuser und Fluchthelfer in Österreich um den 2. Weltkrieg.

Zitat:
Zitat von SAGEN.at Beitrag anzeigen
Ich möchte Dich noch auf Franz Steinmaßl hinweisen, der in seinem kleinen Verlag "Buchverlag Franz Steinmaßl" hervorragende Bücher mit Erzählungen zur Zeitgeschichte vor allem Oberösterreichs bringt.

Ich habe aus diesem Verlag das Buch von Christian Topf, Auf den Spuren der Partisanen, Zeitgeschichtliche Wanderungen im Salzkammergut mit größter Begeisterung gelesen. Obwohl das eigentlich ein Wanderführer ist, bringt das Buch wirklich spannende Erzählungen aus dem Bereich Salzkammergut und vor allem dem Ausseerland. Ein Buch, das man vor Spannung nicht aus der Hand legt und auch gerne eine schlaflose Nacht dafür einlegt.

Im Ausseerland geschah ja am Ende des 2. Weltkrieges die einzigartige Situation des Zusammentreffens aller Kriegsparteien, Verfolger und Verfolgter in einem Talkessel. Es ist in diesem Buch unglaublich spannend zu lesen, wie dort deren Fluchten jeweils organisiert wurde...

Wolfgang (SAGEN.at)
Vielen herzlichen Dank. Der Verlag bringt sehr spannende Themen. Ich habe mir auch das Buch " Auf den Spuren der Partisanen " besorgt und lese gespannt über das Salzkammergut als regionale Hochburg des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. - Super Tip Nochmals herzlichen Dank




Zitat:
Zitat von SAGEN.at Beitrag anzeigen
Es gibt auch die historisch äußerst schwierige Rolle der beiden Länder Tirol im Zusammenhang mit der Kirche am Ende des 2. Weltkrieges...

Das ist bis heute ein sehr sensibles Thema, das in beiden Ländern in Grundzügen zwar allgemein bekannt ist, zu den Details wurde erst in den letzten Jahren in Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen mehr dazu bekannt.

Grundsätzlich geht es darum, dass die Kirche am Ende des 2. Weltkrieges und in den Jahren danach viele Menschen über den Brenner zu den Häfen nach Genua etc. und in der Folge nach Südamerika geschleust hat.

Ich bin aber kein Historiker und kann mich daher zu diesem Thema nicht profund äußern. Es sollten aber über Suchmaschinen dazu spezialisierte Zeitgeschichtler und Historiker recht leicht auffindbar sein.

Horst Schreiber wäre dazu etwa ein hervorragender Zeitgeschichtler mit exzellenter Literatur (zB. "Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni").

Oder der Tiroler Zeithistoriker Gerald Steinacher über den "Rattenweg", wo auf diese Weise bis zu 800 hohe NS-Funktionäre, darunter rund 50 Schwerbelastete (Adolf Eichmann, Josef Mengele und viele weitere) hier durchkamen.

Wolfgang (SAGEN.at)
Auch hier vielen Dank, auf Horst Schreiber bin ich auch bereits aufmerksam geworden und habe mir schon das Buch " Von Innsbruck nach Israel" besorgt. Dazu ein interessanter Radio Auszug : http://cba.fro.at/259390


Gerald Steinacher ist auch sehr interessant. zur Rattenlinie gibt es bereits eine sehr aufschlussreiche Dokumentation von kreuz und quer: https://www.youtube.com/watch?v=-WGlDnewG64

Sobald ich weitere Informationen erfahre, werde ich auch hier noch weitere Geschichten posten. Vielen herzlichen Dank erstmal für die tollen Tips.
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