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  #1  
Alt 04.12.2012, 21:51
terre4 terre4 ist offline
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Registriert seit: 19.06.2005
Ort: Innsbruck
Beiträge: 8
Standard Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Mindestens einmal im Jahr wird mir erzählt, dass ich auf unsere Hunde aufpassen muss, weil wieder jemand Giftköder ausgelegt hat. So auch vergangene Woche. Auf meine Antwort, dass ich das langsam schon für eine Sage halte, wurde ich auf die Tiroler Tageszeitung verwiesen. Trotzdem glaube ich nicht daran. Wir gehen täglich ein bis zwei Stunden Gassi, Charlie Braun Hund ist 10 Jahre alt und Marcie 7 Jahre. Wir haben noch nie Giftköder gesehen und kennen niemanden, dessen Hund durch solch einen Köder vergiftet wurde, aber immer wieder gibt es jemanden, der jemanden kennt, dessen Bekannten so etwas passiert ist. Handelt es sich um eine Sage oder um ein Gerücht?

http://www.tt.com/Überblick/Chronik/...in-aufruhr.csp

Innsbruck – Inge Welzig, Tirols oberste Tierschützerin, spricht von einer „Lawine“ an Meldungen, die da in den vergangenen Tagen eingegangen ist. Immer öfter werde angegeben, dass vergiftete Hunde*köder in Innsbruck und Umgebung ausgelegt würden. Und auch auf Facebook machen Meldungen von Frankfurter Würstel, die mit Glasscherben versehen sind, die Runde. Nur: Beweise bzw. Anzeigen zu derartigen Vorfällen fehlen bei den Behörden.

Beim Innsbrucker Stadtmagistrat kennt man derartige Meldungen und Gerüchte, offiziell gemeldet hat niemand einen Fall. Judith Wilhelm, zuständig für das Veterinärwesen, sagt dazu: „Wir tun uns schwer, dazu etwas zu sagen. Es liegt uns kein derartiger Fall vor.“ Es sei richtig, dass Mitarbeiter der Stadt die Spazierwege, die von Hundebesitzern und ihren Vierbeinern benutzt werden, nach eventuellen Ködern abgesucht haben. „Gefunden wurde dabei allerdings nichts“, sagt Wilhelm.

Auch bei der Polizei in Kematen, wo es laut Meldungen im Internet mehrere tote Hunde gegeben haben soll, ist kein derartiger Fall gemeldet worden. Eine Polizeimeldung über einen vergifteten Köder gibt es von Anfang November aus dem Unterland. In Kirchbichl musste ein Haustier danach tierärztlich behandelt werden, wie es in der Aus*sendung hieß.

Dieter Reindl aus Innsbruck erklärt, dass sein Hund ein mit Scherben präpariertes Würstel gefressen habe und daran dann gestorben sei. „Der Hund starb zwei Stunden nach dem Spaziergang in meinen Armen. Ich weiß nicht, wer so etwas macht.“ Reindl denkt sogar daran, eine Belohnung auszusetzen, um den oder die Täter dingfest zu machen.

Selbst angezeigt hat er den Fall nicht. In der Familie sei man nach dem Verlust des geliebten Tieres schon mitgenommen genug gewesen. Die Verunsicherung unter den Hundehaltern ist jedenfalls groß. Viele Menschen, speziell in Innsbruck, leinen die Tiere mittlerweile beim Spaziergang an. Diese Angst, dass dem Hund etwas passieren könnte, bekommt auch Welzig oft zu hören. Doch der Ursprung der Meldungen sei häufig ebenso schwer herauszufinden, wie diese zu verifizieren. „Nicht alles, was der Hund ausspuckt, ist auch gleich ein Giftverdacht“, versucht Welzig zu relativieren. Gerade im Winter würden die Tiere sehr oft etwas Kaltes fressen, das sie dann wieder erbrechen würden. (mw)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 03.12.2012
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  #2  
Alt 05.12.2012, 10:47
Benutzerbild von Joa
Joa Joa ist offline
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Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Zitat:
Zitat von terre4 Beitrag anzeigen
Viele Menschen, speziell in Innsbruck, leinen die Tiere mittlerweile beim Spaziergang an.
Vielleicht hat das Gerücht damit seinen Zweck ja erfüllt
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  #3  
Alt 05.12.2012, 13:06
Benutzerbild von baru
baru baru ist offline
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Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Weder Sage noch Gerücht, sondern traurige Tatsache!
Immer wieder gibt es Meldungen, dass Hunde durch Giftköder umkommen. Das Auslegen der Köder ist eine sog. "strafbare Handlung", wenn der Täter erwischt wird, gibt es empfindliche Strafen. Leider kommt man aber nur selten drauf, wer dahinter steckt...
In den versch. Hundforen (google...)gibt es Threads mit aktuellen Warnungen.
Ich hatte über 25 Jahre lang Hunde - Glück gehabt, dass nie einer etwas erwischt hat...
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #4  
Alt 05.12.2012, 14:19
Nicobär Nicobär ist offline
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Beiträge: 450
Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Kann es sein, dass die Hunde entweder Rattengift oder vergiftete Ratten gefressen haben?

Es gibt da recht gute Leitfäden für den Umgang mit vergifteten Hunden im Netz. Einen habe ich hier gefunden.

Ich habe lange genug am Wasser gelebt und gearbeitet und weiß, dass Ratten ein ziemlich großes Problem werden können und dass massive Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich sind, wenn sie in die Nähe von Häusern kommen.

An Flußläufen haben Ratten eine wichtige Funktion als natürliche Gesundheitspolizei, dort gehören sie auch hin. In Siedlungen und in deren Nähe dagegen haben sie als Krankheitsüberträger nichts verloren. Ich persönlich schwöre schon seit Jahren auf den Einsatz von Kalkstickstoff bei der Rattenbekämpfung; allerdings ist diese Form der Bekämpfung nicht überall möglich und auch nicht ganz ungefährlich; beim Einsatz von Kalkstickstoff entsteht bei feuchter Witterung durch den Zerfall Blausäure, die in die Gänge und Wohnhöhlen der Ratten zieht. Meine Erfahrung war und ist immer die, dass die Ratten schon kurz nach dem Ausstreuen das Weite suchen und auch nicht mehr wieder kommen.
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  #5  
Alt 05.12.2012, 21:18
terre4 terre4 ist offline
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Ort: Innsbruck
Beiträge: 8
Daumen hoch AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Zitat:
Zitat von Joa Beitrag anzeigen
Vielleicht hat das Gerücht damit seinen Zweck ja erfüllt
Das wäre eine mögliche Antwort auf die Angstmacherei!
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  #6  
Alt 05.12.2012, 21:19
terre4 terre4 ist offline
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Registriert seit: 19.06.2005
Ort: Innsbruck
Beiträge: 8
Daumen hoch AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Zitat:
Zitat von Sünnerklaas Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass die Hunde entweder Rattengift oder vergiftete Ratten gefressen haben?

Es gibt da recht gute Leitfäden für den Umgang mit vergifteten Hunden im Netz. Einen habe ich hier gefunden.

Ich habe lange genug am Wasser gelebt und gearbeitet und weiß, dass Ratten ein ziemlich großes Problem werden können und dass massive Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich sind, wenn sie in die Nähe von Häusern kommen.

An Flußläufen haben Ratten eine wichtige Funktion als natürliche Gesundheitspolizei, dort gehören sie auch hin. In Siedlungen und in deren Nähe dagegen haben sie als Krankheitsüberträger nichts verloren. Ich persönlich schwöre schon seit Jahren auf den Einsatz von Kalkstickstoff bei der Rattenbekämpfung; allerdings ist diese Form der Bekämpfung nicht überall möglich und auch nicht ganz ungefährlich; beim Einsatz von Kalkstickstoff entsteht bei feuchter Witterung durch den Zerfall Blausäure, die in die Gänge und Wohnhöhlen der Ratten zieht. Meine Erfahrung war und ist immer die, dass die Ratten schon kurz nach dem Ausstreuen das Weite suchen und auch nicht mehr wieder kommen.
Danke, das ist ein interessanter Denkanstoß und wirklich informativ, was Ratten betrifft.
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  #7  
Alt 09.12.2012, 18:09
Hojeweible
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Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

@Sünnerklaas:
Vielen Dank für den Leitfaden. Bin Ersthundebesitzerin und immer froh, wenn ich derartiges in die Finger kriege. Hoffe es aber nie zu brauchen!

LG Hojeweible
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  #8  
Alt 10.12.2012, 18:02
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LS68 LS68 ist offline
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Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Bei uns werden immer Köder für Füchse ausgelegt.
Angeblich wegen Tollwut. Dann muß man die Hunde immer an der Leine halten.
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  #9  
Alt 10.12.2012, 19:54
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Elfie Elfie ist offline
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Beiträge: 23.991
Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

Doch hoffentlich GEGEN Tollwut, also eine Impfung!!
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  #10  
Alt 11.12.2012, 18:54
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LS68 LS68 ist offline
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Ort: Bergisches Land
Beiträge: 808
Standard AW: Giftköder für Hunde: Sage oder Gerücht?

denke doch, das es sich um eine Impfung Handelt.
Auf jedenfall sind dann auf den Wanderwegen Schilder aufgehängt, das man den Hund anleinen soll.
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