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  #31  
Alt 25.06.2006, 20:20
harry harry ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Noch ein kurzer Gedanke:
Sooo ein Problembär dürfte JJ1, vlg. Bruno gar nicht sein. Wie man aus den Berichten entnimmt, flüchtet er sofort, wenn Menschen in seine Nähe kommen, sonst wäre man seiner doch schon längst habhaft geworden.
Oder sind die Verfolger so ungeschickt?
__________________
Harry
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  #32  
Alt 25.06.2006, 20:37
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Zitat:
flüchtet er sofort, wenn Menschen in seine Nähe kommen
Das hat Norbert in seinem Beitrag recht schön dokumentiert. In deren "Nationalpark Kalkalpen" in Oberösterreich gibt es mehr Bären. Ein Tourist ist dem Bären Nurmi begegnet, beim Klickgeräusch der Kamera hat der Bär die Flucht ergriffen. Die Fotostory ist auf der Webseite des Nationalparks Kalkalpen. (Auf Norbert's Bärenspuren klicken).

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (25.06.2006 um 20:42 Uhr)
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  #33  
Alt 25.06.2006, 22:08
Benutzerbild von Wassermann
Wassermann Wassermann ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Nicht der Bär ist der Feind des Menschen,
der Mensch ist des Bären Feind.

Eine lobenswerte Ausnahme ist sicher Pro Animale, die von Menschen gequälten Bären ein zu Hause gibt:
http://www.wdr.de/tv/service/tiere/i...1113/b_3.phtml

Ich finde es reichlich pervers, einerseits Naturschutzreservate zu schaffen, um angeblich Tieren - und dazu zähle ich auch den Bären, der in dieser Landschaft einmal zu Hause war - ein Refugium zu bieten, andererseits aber durchdreht, wenn sich dort endlich wieder ein Bär heimisch fühlt. Naturschutz sollte doch eigentlich alle Tierarten betreffen.

Wie weit hat sich der Mensch mittlerweile von der Natur entfernt, dass es möglich ist, den wieder Heim gegehrten Bären, ohne Grund abzuknallen? Es wäre doch ein leichtes, die Leute über das friedliche Verhalten von Bären aufzuklären und sich, wie in den Karparten, auf die Bären einzurichten.

Sind Naturreservate vielleicht doch nicht für die Tiere, sondern nur für die Touristen gedacht?

Grüße Klaus,
der wieder von den Quellen zurückgekehrt ist.
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  #34  
Alt 26.06.2006, 00:12
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Zitat:
Ich finde es reichlich pervers, einerseits Naturschutzreservate zu schaffen, [...] andererseits aber durchdreht, wenn sich dort endlich wieder ein Bär heimisch fühlt.
stimme Dir völlig zu!

Einen recht aggressiven Artikel, der möglicherweise auch Zeitungssage sein könnte, habe ich auf Bild.de gelesen. Auch wenn es sich eben vermutlich um Phantasien eines Reporters handelt, sind das sehr tragische Gedanken:
Feuer frei zur Jagd auf Zoff-Bär "JJ1"
Ab Montag wird der Petz gejagt, 1000 Ösi-Jäger haben die Abschußerlaubnis bekommen und laden ihre Büchsen durch, um das zwei Meter große und 100 Kilo schwere Raubtier zur Strecke zur bringen.
Auch Willy Fruhmann (50) will „JJ1“ mit seiner Weatherby-Büchse ins Visier nehmen. Der Jäger aus dem Kaiserhausrevier im Rofangebirge (Tirol):
„Ich werde den Bären zu 99 Prozent erlegen. Dann stelle ich ihn ausgestopft in mein Haus.“
Was macht ihn so sicher?
Fruhmann: „Ich bin erfahren in der Bärenjagd, habe in Sibirien schon viele Bären geschossen.“
Quelle: Bild.de, 26. Juni 2006

Wie gesagt, ich erachte solche Sprüche für Presse-Phantasie (meines Wissens will kein Jäger hier in Tirol der unglückliche Bären-Schütze sein...), dennoch schon bedenklich genug, daß sowas überhaupt einem Menschen einfallen kann und dann auch noch veröffentlicht wird...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #35  
Alt 26.06.2006, 09:02
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

JJ1 - Bruno wurde erschossen!

wie ich eben den Medien entnehme, wurde der Braunbär JJ1 - Bruno heute Nacht um 4.50 (ohne Abschussgenehmigung) in Bayern erschossen.

Quelle: ORF.at, 26.Juni 2006

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #36  
Alt 26.06.2006, 10:09
Benutzerbild von cerambyx
cerambyx cerambyx ist offline
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Unglücklich AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Der Bär ist tot - es lebe der Bär!
Dieses Ende war abzusehen - daß aber der "Lerneffekt" für die Beteiligten nur gering sein wird, zeigt das schon begonnene Hick-Hack zwischen WWF und Tiroler Landesregierungsmitgliedern, wer denn nun eigentlich aus welchen Gründen dafür (wofür?) war .... und das von der Presse genüßlich ausgewalzt wird (Begründung: Das Volk hat ja schließlich ein Recht auf diese Informationen!)
Was bleibt, ist der notwendige weitere Einsatz jener, die den Blick für Natur, Kultur und Geschichte schärfen und wiederbeleben wollen; ob mit Bildern, Gesprächen, Sagen, Wissen um Zusammenhänge, das bleibt dem Interesse, der Ausbildung oder dem Vermögen (und der Freude am Tun) des Einzelnen überlassen!

Daß Finanz, Wirtschaft, Politik und Presse ihre eigenen Ziele verfolgen (und behaupten, dies zun zu MÜSSEN weil das Volk/Konsument das so will), bleibt dabei aber Tatsache und ist durch die unorganisierbare Masse nicht zu ändern!

Norbert
(der froh ist, daß "unser" Bär sich artgemäß = uninteressant für Presse und "Volk" verhält)

Anmerkung Admin: bei einem Tippfehler kannst Du eigene Beiträge noch 24 Stunden lang ändern.

Geändert von SAGEN.at (26.06.2006 um 10:18 Uhr)
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  #37  
Alt 26.06.2006, 10:22
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Ort: Innsbruck
Beiträge: 28.266
Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Ein Beitrag aus der Politik (die sonst nicht Inhalt dieses Forums sein sollte ;-). Diese Aussagen wurden vor Abschuss von JJ1 - Bruno getätigt:

Landesrat Anton Steixner, Tirol: "Der Bär hat sich zwar mehr in Tirol aufgehalten, die größeren Schäden hat er aber in Deutschland gemacht. Eben dort, wo der Wohlstand ist, wir sind ja nur ein armes Bergvolk."

Landesjägermeister Paul Steixner: "Bei der Einschätzung des Gefahrenpotenzials für den Bären bin ich nicht ganz auf der Linie meines Bruders. Bei den bisherigen Begegnungen war es immer so, dass der Bär geflüchtet ist. Ich akzeptiere aber, dass der Abschuss eine politische Entscheidung ist. Das ist sicher eine Niederlage für mich. Wir können es uns aber nicht leisten, den behördlichen Auftrag zu sabotieren."

Anton Steixner: "Ich hoffe, dass der Abschuss in den nächsten Wochen gelingt. Wenn sich aber wieder ein Bär zu uns verirrt, heißen wir ihn herzlich willkommen."

Quelle: Tiroler Tageszeitung, 26. Juni 2006, S. 3

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #38  
Alt 26.06.2006, 12:20
basicus basicus ist offline
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Beiträge: 1
Böse AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

tja es ist ihnen gelungen den Unmenschen Mensch Bruno wurde erschossen von Constantin THUN mit einem Kopfschuss. Er sollte sich schämen der Jägersmann
Ist ja schon interessant: Wochenlang jagt man ihn und findet ihn nicht, dann als die Abschussfreigabe kommt hat man ihn in 2 3 stunden.
Jedoch war die Abschussfreigabe ab Montag nur für Tirol er wurde aber in Bayern erschossen. Da gilt die Freigabe erst ab Dienstag also ein klarer Gesetzesverstoss
vielleicht könnt ihr Leser helfen und schreibt jede Oranisation an die den "wackeren Jäger" verklagen kann ich mache was ich kann und meine finger sind schon wund

Das sind wir der "Sagengestalt Bär" und und "Bruno" schuldig

gruss aus Wien
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  #39  
Alt 26.06.2006, 15:02
Benutzerbild von baru
baru baru ist offline
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Ort: Salzburger Land
Beiträge: 3.183
Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Bayern hat einen neuen "Wildschütz Jennewein" - in einem Land, in dem Wildern zur Kultur gehört und Wilderer Nationalheilige sind, war wohl nichts Besseres zu erwarten.
Dazu kommt noch der Schussneid: Seit der Bär auch in Tirol zum Abschuss freigegeben war, mussten sich die Bayern schon beeilen, nicht dass das Objekt der Begierde wieder nach Tirol wechselt! Wär doch schad drum!

Es ist einfach zum Kotzen!
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #40  
Alt 26.06.2006, 18:55
dolasilla dolasilla ist offline
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Ort: Wien
Beiträge: 724
Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Irgendwie find ichs ja schon komisch - einerseits gibts Anstrengungen, ehemals heimische, mittlerweiler aber halt nimmer heimische Wildtiere wieder anzusiedeln - und wenn dann tatsächlich mal eins kommt, dann ist es doch nicht sooo erwünscht.

Gabs da nicht vor ein paar Jahren ähnliches mit einem Bären, der in der Gegend von Mariazell unterwegs war? Der wurde meiner Erinnerung nach auch abgeschossen.

Ich bin ja keine Bärenexpertin - aber dass Bären Schafe reißen und Bienenstöcke ausräumen, scheint mir doch ziemlich "bärentypisch" zu sein, und kein sogenanntes "Problemverhalten".

Aber vielleicht redet's sich für eine Stadtbewohnerin wie mich, der keine Schafe oder Hendln vom Bär erlegt wurden, ja auch leichter, weil nicht betroffen...

Schade find ich's allemal!

Anbei noch ein paar Fotos vom Bärengässchen in Salzburg:
Das Bärengässchen führt übrigenes diretissima zur Ursula-Kirche - so ein "Zufall" aber auch
Miniaturansicht angehängter Grafiken
baerengaesschen01.jpg   baerengaesschen02.jpg   baerengaesschen03.jpg  
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