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  #21  
Alt 11.01.2006, 22:01
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Hallo Baru,

Du hast recht, der Trend der Zeit geht einfach in Richtung Drive-In!

Wir haben zu diesem Thema des Zeitgeistes übrigens auch schon eine Sammlung "Dive-In's" angelegt, weitere Beiträge sind jederzeit willkommen!

Wenn es allerdings nach mir persönlich ginge, das muß ich jetzt ehrlich sagen, wäre mir an der Lockerung der elenden Ladenschlußzeiten wesentlich mehr gelegen, als an Drive-In's.

Es kann heute einfach nicht mehr sein, daß man nach hartem Beruf zwischen 17.45 und 18.00 um Brot und Lebensmittel, Frisör und Buchgeschäft, Apotheke und Kleidungsgeschäft etc. wie ein Jogger rennen muss!

Die Ladenschlusszeiten sind doch Regelungen wie aus dem Mittelalter und haben doch in heutiger Zeit nichts mehr verloren!
(Wobei diese meines Wissens in Europa nur noch in Österreich so rigoros gelten, in anderen Ländern kennt man solchen Unfug nicht mehr?)

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #22  
Alt 11.01.2006, 22:14
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Zum Thema Piefke-Saga:

Da sich die Urlauber in Ehrwald, Tirol von den Kirchenglocken massiv gestört fühlten, wurde das seit 1648 in der Pfarrkirche Maria Heimsuchung praktizierte Betläuten um 7 Uhr früh reduziert.

Das Betläuten wurde auf Beschluß des Pfarrgemeinderates den Gästen zuliebe von eineinhalb bis zwei Minuten auf eine Minute verkürzt und nicht mehr um 7 Uhr morgens angesetzt.

Damit wurde dem Ansuchen eines Hoteliers stattgegeben, dessen Gäste sich durch das Betläuten gestört fühlten. Zitat: "Die Gäste haben oft schon bei ihrer Ankunft Angst, vom Läuten geweckt zu werden. Wenn man hier wohnt, ist man an das Läuten gewöhnt. Aber die Leute [Hotelgäste] werden eben immer lärmempfindlicher."

Quelle: Tiroler Tageszeitung, 10. Jänner 2006

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #23  
Alt 09.04.2006, 17:53
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Ursprünglicher Beitrag von Wolfgang am 3.4.2006. (Wegen Datenbankfehler nachträglich vom Admin erneut eingebracht)

Gletscher als Plakatwand

Eine Zahnpastafirma wollte den Stubaier Gletscherbahnen 60.000 Quadratmeter Folie bezahlen, die im Sommer auf die neuralgischen Stellen des Gletschers aufgebracht wird, um zu schnelles Abschmelzen des Gletschers zu verhindern.

900 Quadratmeter Folie tragen die Aufschrift der Firma, die damit eine beachtliche Werbefläche im Schnee zur Verfügung hat.
Quelle: ORF.at, 2. April 2006

Leider musste das Plakat, das für die Gletschererhaltung günstige Auswirkungen gehabt hätte, nach dem dem Naturschutzgesetz (Werbungen außerhalb geschlossener Ortschaften sind verboten) wieder entfernt werden.
Quelle: ORF.at, 3. April 2006

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #24  
Alt 09.04.2006, 17:58
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Ursprünglicher Beitrag von Baru am 3.4.2006. (Wegen Datenbankfehler nachträglich vom Admin erneut eingebracht)

Ich sage Gott-sei-Dank kommt das Ding wieder weg! Stell dir vor, das würde sich durchsetzen - das nächste wären dann die Gletscher der Nicht-Sommerschigebiete, die Felswände...

Die Wirksamkeit der Folie sehe ich nur als etwas Vorübergehendes - wenn mich nicht alles täuscht, gibt es da so eine Art Forschung vonseiten der Uni Innsbruck, im TV war da einmal etwas - wenn nicht die Natur selber für genügend Schneenachschub und wenig Sonne und Wärme sorgt, ist das nur ein teures Hinausschieben um ein paar Jahre.

Nachschub brachte der vergangene Winter ja, aber auf die Sonne und die Wärme würde ich nicht gerne verzichten - aber das kann sich eh keiner anschaffen.
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  #25  
Alt 09.04.2006, 18:00
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Ursprünglicher Beitrag von Wolfgang am 3.4.2006. (Wegen Datenbankfehler nachträglich vom Admin erneut eingebracht)
Hallo Baru,

ich bin doch schon einmal für die Verwendung der Berge für Werbung eingetreten, ich finde die Idee nach wie vor recht gut:



© Wolfgang Morscher

Bitte mich nicht falsch zu verstehen! Ich erachte ökologisches Vorgehen bzw ökologische Abwägung bei jedem Projekt für das erste und wichtigste Entscheidungskriterium.

In den angesprochenen Gebieten handelt es sich aber schon um zerstörte Naturlandschaften. Im Fall vom Stubaier Gletscher etwa zertrampeln täglich bis zu 25.000 Schifahrer ein höchst sensibles Naturgebiet, in der Nacht werden Gletscherspalten zugeschüttet und dort wo es zu eisig ist, werden Auftau-Chemikalien versprüht...

Wenn wir schon so weit gesunken sind, dass wir den Stubaier Gletscher im Sommer mit Folien abdecken müssen, dann sollten wir doch froh sein, wenn eine Firma, die ein Produkt gegen Zahnbelag bewirbt, diese Folien finanziert. Da sehe ich wirklich kein Problem, auch wenn es Felix Mitterer in der Piefke-Saga vorhergesagt hat...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #26  
Alt 06.03.2008, 23:15
andytirol andytirol ist offline
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

so, ich habe gestern und heute zum ersten mal die piefke saga angeschaut, und ich muss sagen, der erste teil hat mir am besten gefallen, und der letzte teil war schon ein bisschen satirisch

aber man kann ehrlich sagen, die realität ist teilweise schon viel weiter als diese fiktion bzw satire von mitterer. man beachte allein schon das müllproblem, oder die anzahl der schneekanonen in tirol...

auf jeden fall - freue ich mich schon auf die russen-saga
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  #27  
Alt 07.03.2008, 00:02
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Hallo Andytirol,

die "Piefke-Saga" muss heute auch schon ein wenig "historisch" betrachtet werden. Die ersten drei Teile der Verfilmung stammen aus dem Jahr 1990, das Drehbuch-Buch von Felix Mitterer entstand vermutlich einige Zeit früher. Das sind nun doch schon über 18 Jahre...

Aus meinem subjektiven Blickwinkel gesehen, waren es die späten 1980er Jahre, in denen aus dem zuvor fröhlichen Schifahren und dem fröhlichen Wandertourismus in den Alpen eine "Tourismusindustrie" aus dem Boden gestampft wurde.

Schifahren oder Wandern wurde zu dieser Zeit zu einem Industriebetrieb gemacht wie es Aluminiumbetriebe oder Fertigteilhäuserproduzenten etc. gibt. Und diese Industrie braucht nun Kunstschnee aus energieverzehrenden Schneekanonen, Hotels mit Whirlpool und Hexenbars mit Table-Dance usw. Hier könnte man lange schreiben...

Felix Mitterer hat diese Tendenz sehr gut erkannt und in seinem Buch bzw Drehbuch eben schon um 1990 sehr schön verarbeitet.

Zur Russen-Saga und der Verarbeitung durch Felix Mitterer bin ich fast ein wenig skeptisch: Hier ist die Realität (zumindest in Tirol) schon jetzt so skuril, dass einer philosophischen oder satirischen Interpretation bzw. Bearbeitung kaum mehr Platz bleibt...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #28  
Alt 07.03.2008, 09:59
andytirol andytirol ist offline
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

ich muss sagen du hast recht, aber schaun ma mal was der felix mitterer mit der russen-saga auf die füße stellt. er recheriert in ischgl, sölden, kitzbühel, hintertux, gerlos, dort wo das "betuchte" vold ihre spuren hinterlässt.

lt diversen seiten hab ich auch schon gelesen dass ein teil der schauspieler schon anfragen gestellt worden sind (moretti, bloeb, "sattmann", etc).

bin ich ja mal gespannt.


ja sicherlich hat er es gut erkannt, und deshalb find ich es ja auch so erschrecklich. ja ok "der mechanische tiroler" war vl ein bisschen übertrieben, aber ein wahrer kern steckt allenmals dahinter

lg andy
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  #29  
Alt 27.03.2008, 10:24
Donna
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Hallo,

gleich vorweg - bin aus Deutschland. Tja, jetzt die Frage - gehört man als Bayer zu den Piefkes? Oder sind die Bayern noch schlimmer als der "Deutsche" - aus historischen Gründen?
Die Diskussion wird ein wenig einseitig geführt - wer steuert den Tourismus? Wer profitiert davon?
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  #30  
Alt 25.06.2008, 00:33
andytirol andytirol ist offline
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Standard AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?

Zitat:
Zitat von Donna
Hallo,

gleich vorweg - bin aus Deutschland. Tja, jetzt die Frage - gehört man als Bayer zu den Piefkes? Oder sind die Bayern noch schlimmer als der "Deutsche" - aus historischen Gründen?
Die Diskussion wird ein wenig einseitig geführt - wer steuert den Tourismus? Wer profitiert davon?
serwus

eigentlich isch es ja so...bayern = deutschland = piefke, aber von der allgemeinen seite aus und besonders von meiner muss ich sagen, dass ich dem nicht so nachempfinde. bayern, insbesondere südbayern sind auf keinen fall piefke...

lg andy
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