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  #61  
Alt 08.02.2009, 11:17
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

Auch Schweden, einst Vorreiter beim Atomausstieg, setzt wieder vermehrt auf nukleare Technologie (http://www.focus.de/politik/ausland/...id_367926.html). In einer repräsentativen Umfrage sprachen sich immerhin 82 % der Befragten dafür aus.

Zu ice_creams Aussage
Zitat:
Ich meine,wofür braucht man diese Scheißdinger überhaupt?
lautet die Antwort: für die Sicherung jenes Lebensstandards, den wir heute als selbstverständlich empfinden. Global sind die meisten Leute gegen die Atomenergie, aber wenn es dann um die Veränderung eigener Gewohnheiten geht, wird es schon schwieriger. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat gezeigt, wie anfällig wir bei Lieferengpässen sind.
Einsparung und umweltfreundliche Technologien sind in der Tat die Schlüsselwörter, nur müssen wir dazu auch in der Breite der Bevölkerung bereit sein, unsere Gewohnheiten zu verändern. Solange sich ein solches Denken noch nicht durchgesetzt hat, steht auch bei uns die Frage der Weiternutzung nuklearer Technologien. Keiner will neben einem AKW wohnen, aber die Annehmlichkeiten des dort erzeugten Stroms nutzt die übergroße Mehrheit gern.
SIEMENS ist übrigens der weltweit führende Anbieter nichtnuklearer Komponenten von Kernkraftwerken (http://www.badische-zeitung.de/nachr...aeft-umsteigen).
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  #62  
Alt 08.02.2009, 19:59
Berit (SAGEN.at) Berit (SAGEN.at) ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

In anderen Regionen Europas bekommt man Stromengpässe schon häufiger mit, wie z.B. in Italien. Da der Frühling und Sommer 2007 besonders heiß und besonders trocken waren, führten die großen Flüsse zu wenig Wasser und es kam zu Stromausfällen. Auf den Südtiroler Stromrechnungen wurden die Haushalte darauf hingeweisen, dass in dieser Trockenperiode der Strom für einige Stunden abgeschalten wird, um eine Stromversorgung in anderen italienischen Regionen zu gewähren. So weit ich informiert bin, kam es zum Glück nicht zu diesen drastischen Maßnahmen zur Mittagszeit, der Strom war lediglich "schwächer".

Anmerken möchte ich gerade noch, dass man vor allem in den regenarmen Regionen Südtirols den Schnee auf den Bergen nicht nur als Winterspaßelement sieht, sondern sehr wohl auch als Wasserspeicher, der bis in den Frühsommer reichen soll.

Berit
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  #63  
Alt 02.06.2009, 20:41
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

ich war zu dem zeitpunkt 11 jahre alt und habe ehrlich gesagt keine erinnerung daran...
wir haben halt erfahren, daß es passiert ist, daß wir deshalb keine schwammerl mehr essen dürfen...
mehr weiß ich nicht mehr...

Aber:
Wir werden im Juni/Juli dieses Jahres ein Kind aus Weissrussland bei uns aufnehmen- für drei Wochen.

70% der radioaktiven Emissionen nach der Katastrophe von Tschernobyl gingen auf die Republik Weissrussland nieder.
Die Verbreitung der Schilddrüsen- Nieren- Herz- und Gefäß- Leber - Psycho- und Immunschwächeerkrankungen sind um ein Vielfaches gestiegen und steigen nach wie vor.

Laut Auskunft international anerkannter Ärzte bedeutet ein Erholungsaufenthalt in gesunder, unbelasteter Umgebung, bei gesunder, unbelasteter Ernährung für die Kinder die Möglichkeit, ihren Körper zu einem großen Teil von Radionukliden zu befreien und gestärkt an Körper, Geist und Seele wieder in ihre Heimat zurück zu kehren.

Unser Kind wird am 20. Juni zu uns kommen und bis 12. Juli bleiben. Meine Kinder freuen sich schon riesig, und wir wissen schon, daß es ein Mädchen sein wird, im Alter zwischen 10 und 14 Jahren.

Diese Aktion wird von einer PRIVATPERSON durchgeführt. Meinen vollen Respekt dafür:

www.belarus-kinder.net


Sonja
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  #64  
Alt 03.06.2009, 09:54
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

In der Nähe von Dresden gibt es das Kinderkurheim Volkersdorf, in welchem sich nun schon seit vielen Jahren Kinder aus Weißrussland erholen.

Informationen mit Bildern und Videos unter: http://volkersdorf.org/01_diekinder.htm

Das Heim wird vom hiesigen Lions Club, Firmen und Privatpersonen unterstützt. Tradition sind die jährlichen Motorradausfahrten, zu denen verschiedene MC die Kinder einladen.

Der Aufenthalt der Kinder in Sachsen ist nun schon eine gute Tradition. Probleme gab es jedoch im vergangenen Jahr durch die weißrussische Regierung, die die Kinderfahrten nach Deutschland in einem bürokratischen Akt verbot, angeblich aus Angst, dass die "Kinder von den Deutschen weggenommen würden". Durch Intervention der Bundesregierung gelang es aber, den Kindern den Erholungsaufenthalt doch zu ermöglichen.

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  #65  
Alt 03.06.2009, 12:01
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

ja, das problem taucht bei den belarus-kindern auch gerade auf, die regierung in russland will nicht, daß die zu uns kommen und machen deshalb sehr strikte auflagen, sodaß es nicht sicher ist, ob es nächstes jahr auch noch zustande kommen wird.
im moment müssen die gasteltern pro kind 110 euros zahlen, damit der erholungsurlaub bezahlt werden kann, ab nächstes jahr sollen die gasteltern auch für das visum aufkommen!
die wollen einfach nicht, daß die kinder zu viel raus kommen dort, wahrscheinlich damit nicht allzu bekannt wird, daß heute noch so viele spätfolgen auftreten.
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  #66  
Alt 03.06.2009, 15:55
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

Bei uns forderte der weißrussische Regierungschef eine persönliche Bürgschaft der Bundeskanzlerin, dass alle Kinder wieder zurück in sein Land kommen.
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  #67  
Alt 03.06.2009, 19:32
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

Unser Sohn war damals noch Kleinkind. Es wurde gewarnt: nicht in die
offenen Sandkästen auf dem Spielplatz gehen. Kein Gemüse und Pilze aus
Garten und Wald usw. Man hatte wenig Vorstellungen! In der DDR gingen
unsere Verwandten immer Pilze sammeln, sie wollten alles gar nicht einsehen!
Meine kirchl. Frauengruppe unterstützt "Heimstatt Tschernobyl". Die
Spätfolgen sind wirklich schlimm für die Betroffenen, ich glaube ebenso wie
in Japan nach der Atombombe im 2. Weltkrieg. Leider ist man ziemlich hilflos!
Eine nachdenkliche Ulrike
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  #68  
Alt 19.12.2011, 09:20
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

Darf ich hier auf ein Buch hinweisen?
Dietrich von Bodelschwingh berichtet über Tschernobyl. Vom Preis 12,95 E
gehen 4 E an den Verein Heim-statt Tschernobyl. Man kann über den Verein
auch an Workcamps teilnehmen! Mehr über die Aktivitäten wie Kindererholung,
Umsiedlung u.a. im internet unter www.heimstatt-tschernobyl.org - Ulrike
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