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  #1  
Alt 04.06.2010, 20:47
Gintamafreak Gintamafreak ist offline
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Reden Kashik

Halli hallo,
Ich bin mal wieder auf die gloreiche idee gekommen eine geschichte/buch zu schreiben...
wollte einfach mal kommentare von ausserhalb hören: also was haltet ihr davon

mal ein stückchen. der rest ist noch in überarbeitung ^^


Kashik

Kapitel 1
Die Ankunft



<<Was denkst du wann sie da sein werden, kleiner Freund?>>

Re-ii sah aufs Meer hinaus an dessen Horizont der Mond langsam aufzusteigen begann. Sein Licht brachte das Wasser zum glitzern und funkeln. In diesem bildeten sich kleine Wellen die das glühende Weiß in alle Richtungen tanzen lies.

<<Im Morgengrauen, schätze ich...>>

In der Ferne ertönte Wolfsgeheul. Nabu blickte Re-ii mit seinen großen, gelben Augen mißtrauisch an bevor auch er wieder auf die See hinaus sah. Die Helligkeit der Sterne und des Mondes brachten das zum Vorschein weswegen die Elbin und ihr Begleiter in die Ferne starrten.

Das nasse Element wurde vom Bug eines Schiffes durchschnitten. Seine eiserne Hülle schimmerte als bestände sie aus flüssigem Silber.

Aus dem Schornstein des nicht all zu großen Wasserfahrzeuges stieg schwarzer Rauch auf und verdunkelte
den Teil des Himmels, unter dem es fuhr.

Als das laute Dröhnen des Schiffshorns erklang stiegen kreischend einige Dutzend Vögel aus den Baumkronen auf. Als das Geheule der Wölfe verstummte herrschte auf Kashik für wenige Sekunden völlige Stille.

Nabu zog das Genick ein und kuschelte sich näher an Re-ii´s Hals. Sie strich ihm einige Male mit der Hand durch das weiche Fell und kraulte ihn mit den Fingern hinter den Ohren. Der Antaru schloss die Augen und schmiegte sich an ihre Wange.

Re-ii´s Blick schweifte von links nach rechts über den Strand unterhalb der steil abfallenden Klippe an dessen Rand sie sich zusammen mit ihrem Begleiter Nabu niedergelassen hatte. Die hummelartige Gestalt, mit vier Flügeln auf dem Rücken, glich mehr einer elektrisierten Katze in Form einer Kugel. Er lauschte.

Das Donnern der Schiffssirene verstummte nach einem langen Echo endgültig, und es begannen bald wieder Grillen zu zirpen. Schließlich waren auch wieder die Schreie einiger Tiere zu hören dich sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlten und Vögel stimmten wieder ihre ruhigen Nachtmelodien an

Die Kronen der Bäume die die ganze Insel in einen riesigen Dschungel verwandelten, bewegten sich leicht im Wind.
Als die Elbin die Gegend noch einmal von der anderen Seite gemustert hatte, erhob sie sich aus ihrer halb knienden Position und zog sich an ihrem Bogen nach oben.

Nabu purzelte dabei fast von ihrer Schulter, hielt jedoch im letzten Moment noch das Gleichgewicht. Er klappte seine Flügel noch dichter an seinen kleinen, kugelrunden Körper und gab ein brummendes Geräusch von sich.

Re-ii strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus dem tief zusammengeknoteten Zopf, ihrer hüftlangen Haare gelöst hatte. Diese waren so zusammengebunden das ihr rechtes Auge wie von einem Vorhang verdeckt gehalten wurde. Ihr Antlitz wurde zudem, unterhalb des linken Auges von einer Narbe durchzogen die bis zur Mitte ihrer Wange reichte.

Da das Haar der Elbin vor ihrem linkem Ohr zu kurz war um in das rotbraune Haarbündel mitaufgenommen zu werden, hingen diese lose herunter was ihrem Begleiter perfekten Sichtschutz bot

Der hatte es sich inzwischen wieder gemütlich gemacht und faltete seine kurzen Beine wie eine Katze zusammen, sodass sie nicht mehr zu sehen waren.



Re-ii seufzte schwer. Sie zog ihr kleidartiges Gewand zurecht das sich samt ihrem schwarzen Gürtel, an dem sich ein kleiner Dolch befand, verschoben hatte.

Sie zog ihren Bogen mit einem kurzen Ruck aus dem Boden und warf dem Metallmonstrum noch einen letzten, abfälligen Blick zu. Sie drehte sich um und betrat einen kleinen, fast unerkennbaren Pfad der in den Wald hinein führte.

Im gehen rückte sie ihre verrutschte Ledertasche, auf ihrem Rücken zurecht. In dem Beutel steckten, an die zwei Dutzend Pfeile, dessen Enden mit Federn verschiedenster Farben versehen waren.

Als das Dunkel die beiden immer mehr verschlang und das Licht immer spärlicher wurde war der schmale Weg kaum noch zu erkennen

Trotz der Düsternis konnte sie sich ohne Probleme orientieren. Sie kannte diesen Ort besser als irgend jemand anderes weshalb sie keinerlei Hilfsmittel benötigte um sich zurechtzufinden.

Unter ihren Stiefeln knisterte Laub und knackten kleine Äste. Die raschelnden und knirschenden Geräusche gingen allerdings in den unzähligen Tierstimmen unter.

Als das Schiff ein zweites und gleich darauf noch ein weiteres Mal sein Horn ertönen liess herrschte wieder für einen kurzen Moment Totenstille. Re-ii wurde davon nicht beeindruckt. Nabu jedoch drückte sich immer mehr an ihren Hals und kniff beim lauten Donnern der Sirene die Augen zusammen.

Ohne ihn anzusehen spürte sie seine Besorgnis.
<<Du wirst sehen Nabu, es wird nichts anders sein als sonst. Mach dir keine Sorgen.>>

Doch sie sollte sich irren.
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  #2  
Alt 05.06.2010, 11:07
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LS68 LS68 ist offline
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Daumen hoch AW: Kashik

Hallo kashik,

Da die Brandung immer in die selbe Richtung geht, kann das " glühende Weiß " nur auf das Festland zu treiben.
Gibt es in Ufernähe Wölfe ?? Wie were es mit einem bengalischen Tieger.
Ich finde Nabu sehr sympatisch, da er doch zum schluß über den hätte Wald Fliegen können und trotzdem den uneinsehbaren Weg genommen hat.
Ist er ein Marienkäfer, oder doch etwas größer.
Beschreibe auch das tosen der Brandung,
glühendes weiß -> silbrig schimmerde See
Nabu scheint ein fliegendes Wesen auf Elbins Schulter zu sein ( Engel, Käfer,Vogel----- Welches ? )
Als alles zusammen: 2 Wesen liegem am Ufer eines Urwaldes. Eine erwartunsvolle fast unheimliche Stimmung bedrückt unsere Darsteller.
Ein vor beifahrendes unbeleuchtetes Schiff läßt sein Nebelhorn erklingen und vertreibt damit alle Vögel am Strand. Danach wurde es nicht mehr gesehen.
Elbin steht auf und dabei verliert Nabu das gleichgewicht. Beide gehen in den Urwald zurück, auf einen Bekannten Pfad, der sich im dunkel verlirt.

Soweit so gut. Grüße aus Remscheid (Was ist ein Gintama ????? )
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  #3  
Alt 06.06.2010, 22:01
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Reden AW: Kashik

Vielen dank für die Tipps!
(hat seeeehr geholfen!)

Werde mir das zu herzen nehmen und natürlich sofort umbauen und nochmal posten.
das mit den wölfen muss allerdings so bleiben (spielt später noch eine rolle)

vielleicht könntest du öfters noch ein auge auf meine geschichte werfen????
wär toll.

zu deiner frage:
nicht ein Gintama, sondern einfach nur Gintama. Ein Anime (ich hoffe das sagt dir was) genialst lustig, tragisch, mitreissend und dann wieder zum wegschmeissen komisch. einfach nur mega! Is allerdings auf japanisch (wie jeder RICHTIGE Anime). hat aber englische untertitel^^naja...

also nochmal danke. hoffe natürlich das noch andere ihre meinung zu meinem text abgeben...
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  #4  
Alt 07.06.2010, 02:10
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Cool AW: Kashik

Ja, ich werde dich im Auge behalte.
( und das nächste mal werde ich weniger Rechtschreibfehler habe. Die Änderntaste ist nämlich genial.)
Gruß Lars.
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  #5  
Alt 09.06.2010, 19:03
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Big Brotcher is watching you.
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  #6  
Alt 09.04.2011, 12:20
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Lächeln AW: Kashik

Nach fast einem Jahr schreibpause bin ich wieder zum Leben erwacht.. ob mans glaubt oder nicht aber es geht weiter!

Ich hoffe mein "Big Brother" is watching me immernoch xD

ich habe nun die hoffentlich endgültig überarbeitete version des ersten stückchens fertig^^

ich hoffe nach sooo langer pause auf kommentare und die ein oder andere anregung^^
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  #7  
Alt 09.04.2011, 23:51
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Lächeln AW: Kashik

Freut mich, das Du wieder da bist.
Hatte dich schon fast vergessen, aber Dein Name war mir direckt ein Begriff.
Ich will dich nicht treiben. Vielleicht darf ich, als Außenstehender, beraten ?
Gruß Lars
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  #8  
Alt 13.04.2011, 16:02
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Standard AW: Kashik

seeehr gerne^^ *juhu mein big brother hat mich noch in errinerung xD*

also hier mal nach langem mein erstes kapitel. von , ich hoffe, den meisten rechtschreibis befreit, überarbeitet und umgeschrieben^^

zunächst mal der inhalt mit characteren usw., dann das kapitel...

Kashik

Inhalt:
Kashik. Die Insel der tausend Wasserfälle liegt unberührt von Zivilisation irgendwo im Atlantik. Wem es gelingt, sie zu finden, wird dennoch nicht glücklich. Nicht nur die Schönheit der dort lebenden, übergroßen Tiger verzaubern die Angekommenen. Auch die Bestie, die dort lebt, verführt mit ihrem Anblick : Die Waldläuferin Reii. Sie ist die Letzte ihres Stammes und verteidigt blutdurstig und Rache versessen ihre Heimat.

Alles ändert sich als der junge Mann, Saguro, mit seinem Forschungsteam vor der Insel ankert. Seine Kameraden , von Geldgier zerfressen, sind allerdings nicht , wie er, zu wissenschaftlichen Zwecken hier. Sie wollen die Tiger. Zudem ist ein alter Bekannter Reii's ist mit von der Partie. Und warum kann sie den jungen Mann, diesen Tollpatsch in Gestalt, nicht töten, wie die anderen?

Wie ich dazu gekommen bin:
Mein "Buch" bzw. der Versuch, so etwas ähnliches zu verfassen . Ich gebe zu, dass ich doch eher für die lustigen Sachen gemacht bin, allerdings hat mich eine meiner Zeichnungen zu einer Figur inspiriert, um die sich nach und nach eine Geschichte zu ranken begann. Mit Freunden, Verbündeten, Feinden und einer etwas anderen Welt und Denkweise, Raffgier, Freundschaft, Liebe und Hass... Meine Geschichte nennt sich Kashik.

Ist momentan noch im Aufbau, weitere Kapitel kommen natürlich nach und nach hinzu, genauso wie meine Zeichnungen, aber manchmal will und muss sich meine Fantasie eben verewigen...

Charaktere:

Wer nicht zu viel erfahren will und sich durch Lesen mit den einzelnen Charakteren bekannt machen möchte, lässt diesen Part aus oder überfliegt ihn nur .

__________________________________________

Reii:
(Aussprache: Re i i, die "i"s getrennt gesprochen; e wird einzeln gesprochen = e-i statt ei )
Waldläuferin. Sie ist blutrünstig und hasst die Menschen. Ihr Begleiter ist Nabu. Ihre Freunde Leeto und Kaal kämpfen an ihrer Seite. Sie hat eine Narbe an ihrer linken Wange. Kämpft mit Pfeil und Bogen, hat zudem einen Dolch als Nahkampfwaffe.

Nabu:
(Aussprache: Nabuu Betonung auf dem u)
Reii's Begleiter. Ein kleines katzenartiges Wesen, das nicht besonders groß ist. Wird von Leeto abgöttisch geliebt, was dieser natürlich niemals zugeben würde...

Leeto:
(Aussprache: doppel „ee“ wie i ausgesprochen)
Der schwarze Tiger. Er ist eigentlich immer schlecht gelaunt oder mürrisch, zudem gnadenlos und extrem impulsiv. Wenn er wütend ist, fängt sein Fell Feuer.

Kaal :
(Ausgesprochen: "aa" wie bei Reii getrennt gesprochen)
Die weiß- silberne Tigerin. Ihre blauen Augen und ihre intensive Stimme dringt durch Mark und Bein. Sie ist sehr ruhig und bringt ihren Gefährten Leeto immer wieder zur Ruhe. Sie ist sehr stark, auch wenn man das zunächst nicht glauben will.

Saguro:
(Aussprache: Betonung auf dem "o")
Junger, gutaussehender Mann. Strandet auf Kashik. Er, Tigerforscher und liebt diese Tiere über alles. Er ist auf der Insel mit seinem Team gelandet. Er wird nicht von Reii getötet und geht ihr nach, lernt nach und nach ihre Welt kennen und scheint eine Art Gefühl für sie zu hegen. Leeto hasst ihn(zu Anfang). Er ist fasziniert von Kaal, und Leeto erweist sich zusammen mit Nabu als Leiter durch diese fremde Welt.

__________________________________________


Prolog:

Kashik, die Insel der tausend Wasserfälle, irgendwo im Nirgendwo, wird von einer immer weiter vordringenden Gefahr bedroht.

--In ihren Augen spiegelte sich der pure Hass. Der Hass gegen ihre Waffen, gegen ihre Schiffe, gegen ihre gesamte Art. Unendlich und unstillbar groß schien er. Sie wollte sich an ihm rächen, dem Menschen.--


soviel mal zur beschreibung
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  #9  
Alt 13.04.2011, 16:07
Gintamafreak Gintamafreak ist offline
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Standard AW: Kashik

Nun Kappi 1 :P

Kapitel I

Ankunft



<<Was denkst du, wann sie ankommen, Reii?>>

Nabu saß auf ihrer Schulter und blickte sie an.
Reii sah aufs Meer hinaus. Am Horizont stieg der Mond als glühender Ball in den dunklen Nachthimmel auf. Ein rauer Wind trieb alles vor sich her, was nicht genügend Halt fand. Das Mondlicht spielte mit den Wellen und ließ sie tanzen.

<<Morgen früh, wenn nicht schon heute Nacht...>> antwortete die Waldläuferin.

In der Ferne ertönte lautes Gebrüll. Die Rufe der großen Raubkatzen durchbrachen die Stille der Nacht. Der Wald hinter Reii und Nabu war unruhig. Alle Lebewesen dort spürten auch die aufkommende Gefahr.

<<Was wirst du tun ?>>
Nabu wusste, dass er immer die gleiche Antwort bekommen würde. Er war schließlich ihr Begleiter und kannte die Waldläuferin besser als irgendjemand sonst. Doch die katzenartige Gestalt hatte immer noch den Funken Hoffnung in sich, der ihm sagte, dass sie sich eines Tages ändern würde.

<<Es wird so sein wie immer, mein Freund.>>
Reii’s Blick war stur nach vorne gerichtet. Der Wind spielte mit ihrem langen Haar und ließ ihren dunklen Umhang zur Seite wehen.

Die beiden standen an einer der steil abfallenden Klippen Kashiks, den Blick auf die See gerichtet.
.
Das Wasser wurde vom Bug eines Schiffes durchschnitten. Seine eiserne Hülle schimmerte, als bestände sie aus flüssigem Silber.
Aus dem Schornstein stieg schwarzer Rauch auf, der den Himmel verdunkelte. Es war noch weit entfernt und doch ließ das laute Dröhnen des Schiffhorns einige dutzend Vögel vor Schreck aus den Bäumen fahren. Die Rufe der Tiger verstummten und für einige Sekunden herrschte völlige Stille, ehe Grillen wieder ihre Melodien, und andere Tiere ihren nächtlichen Gesang anstimmten.

Nabu schüttelte sich. Er wusste, was es hieß, wenn Menschen hier vor Anker gingen.
Er wusste, was Reii mit ihnen machen würde und bei dem Gedanken an das bevorstehende Blutbad kniff er die Augen zusammen und versuchte diese Gedanken wieder zu verdrängen.

Reii hasste die Menschen. Sie hatten ihre Welt und ihre Familie zerstört und dafür wollte sie sich rächen, das hatte sie sich geschworen. Nie wieder würde ein Mensch Kashik lebend verlassen.

Sie strich Nabu durch das seidige Fell. Der Katzenartige merkte, wie ihre Anspannung immer mehr zunahm. Ihr Blick schweifte ein letztes Mal über das Meer und den Strand.

Die Waldläuferin fuhr sich durch das lange Haar und über die Narbe in ihrem Gesicht, die sie für immer an den schlimmsten Tag ihres Lebens erinnern würde.

Reii atmete tief ein, und seufzte schwer.

Sie kniete sich hin, nahm ihre Ledertasche, worin sich einige Pfeile befanden, vom Boden und hängte sie sich über die Schulter. Den Bogen dazu hatte sie, wie immer, in den Boden gerammt, so, dass er nicht umfiel.

Er war ihr ganzer Stolz. Die zahlreichen Kerben, die das Holz zierten, stammten aus vergangenen Konfrontationen und zeugten von ihrer Gewalt und Grausamkeit.

Reii zog ihn mit einem kurzen Ruck aus dem Boden und warf dem Schiff noch einen letzten, abfälligen Blick zu. Es grub sich weiter durch die Fluten, geradewegs auf den Strand zu.

Die Waldläuferin drehte sich um und kehrte der See den Rücken. Sie ging in den Wald hinein.
Das Dickicht verschluckte die beiden wie ein riesiger Schlund.

<<Du wirst sehen, Nabu, es wird so sein wie immer. Mach dir keine Sorgen.>>
Doch sie sollte sich irren.



*




Ich hatte schon oft von diesem Ort gehört. Kashik. Die Insel irgendwo im atlantischen Ozean, die bisher nur wenige lebend verlassen hatten. Man erzählte sich Geschichten von einer erbarmungslosen Bestie, die dort wütete.

Eine Kreatur in Gestalt einer schönen Frau, die wie aus dem Nichts erscheint, tötet und wieder verschwindet und das gemeinsam mit ihren beiden Gefährten, wie man sie nannte. Zwei übergroße Tiger. Der eine soll ein schwarzes, der andere ein weißes Fell ohne Streifen tragen. Es hieß das Fell des Schwarzen hätte gebrannt und zwischen seinen Krallen hätten Flammen gelodert.

Ja, das sind die Erzählungen derer, die von dieser Insel zurückgekehrt sind. Da ich diese Erzählungen sehr bezweifelte, sie jedoch sehr interessant fand, stimmte ich zu der Reise zu, auf der ich mich nun befinde.

Ich bin Forscher und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Tiger. Ich verspürte schon immer große Liebe
zu diesen großen Katzen, weshalb ich mich für ihren Schutz und ihre Erforschung einsetze.

Als mir dann vor einigen Monaten das Angebot gemacht wurde, nach Kashik zu suchen, war ich zuerst skeptisch, stimmte aber schließlich zu. Doch da die Insel zu wandern schien, gelang es kaum jemandem, sie zu finden. Deshalb sitze ich nun seit über sechs Wochen auf diesem Schiff fest, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt.

Da ich keine weitere Verwandschaft habe, störte es mich nicht. Was mich allerdings extrem nervte, waren die Personen, mit denen ich unterwegs war.
So auch mein bester Feind und Chef Marow. Ja, ich hasse ihn. Ihm hätte ich den Tod auf dieser Insel gewünscht, wenn wir sie in diesem Jahrhundert noch zu Gesicht bekamen.

Marow Farnhill kam vor einem halben Jahr in unser Forschungsinstitut und stiftete dort Unruhe. Er behauptete, schon einmal auf Kashik gewesen zu sein und zu wissen, welche Gefahr dort lauert. Er prahlte, dass er wüsste, wie er die dort lebenden besiegen könnte.
Als ich ihn fragte, warum er dies dann noch nicht getan habe, bekam ich keine Antwort und aus der anfänglichen Abneigung wurde Feindschaft.

Er war jemand, den man nicht umbringen oder verletzen konnte. Seine Erscheinung war sehr unangenehm und sein Charakter verdorben. Weshalb er also zu uns gekommen ist, weiß ich nicht. Was mir allerdings klar ist, ist dass wir nie Freunde werden.

<<Saguro!!>>

Saguro wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er fuhr herum und entdeckte Rimu in seiner Kabinentüre..

<<Schon mal was von Anklopf-?!>>

Noch bevor Saguro seinen Satz beenden konnte, brüllte er förmlich in den Raum:

<<Land in Sicht! Kleine Inseln, nicht groß, viel Wald!! >>

Kashik... schoss es ihm durch den Kopf

Er sprang auf, warf dabei fast Tisch und Stuhl um und schnappte sich seine grüne Weste, die auf dem Boden lag. Er hechtete seinem Forschungsassistenten Rimu hinterher. Da Saguro das Talent besaß, ständig über seine eigenen Füße oder andere Dinge zu stolpern, konnte er sich nur langsam zur Tür bewegen. Seine Kajüte war ein einziges Chaos. Als er an der Tür angekommen war, hechtete er zur Treppe, die an Deck führte. Rimu tänzelte aufgeregt von einem Fuß auf den anderen und wartete auf den jungen Mann. Sie rannten die Treppe hoch und zur Brüstung.

<<Dort vorne! Du sehen?>>

Rimu wedelte aufgeregt mit der Hand und deutete nach vorne. Saguro ging zu ihm, auf die Brüstng zu und versuchte in der Dunkelheit, etwas zu erkennen.

<<Ja... aber seit ihr sicher, dass-... >>

<<Ja sind wir. Es ist Kashik, kein Zweifel>> unterbrach ihn Kylu.
<<Schon aufgeregt Kleiner? Mal sehen, wen die Bestie als erstes erwischt >> spottete sie.

Hoffentlich dich... dachte Saguro und schmunzelte.

Die Botanikerin Kylu war eine unangenehme Frau. Saguro fand sie genauso unsympathisch wie Marow. Sie war nach Saguros Meinung mindestens 2 Jahrhunderte alt und sah aus wie der wandelnde Tod. Man sah sie den ganzen Tag an ihren Zigaretten hängen, eingehüllt in eine dichte Dunstglocke. Auf dem Deck war ihre Sucht allerdings ertragbar.

<< Arbeit haben sich gelohnt! Wir bald da Saguro! >> meinte Rimu.

<<Ich weiß bis jetzt nicht, was daran toll sein soll, sich freiwillig umbringen zu lassen, ohne dass es jemand erfährt, geschweige denn, es jemanden interessiert.>>

<<Tse se se, unser kleiner Optimist>> Saguro drehte sich nicht um. Marow war seines Blickes nicht würdig. Er stüzte sich mit den Ellbogen auf das rostige Geländer des alten Kahns.

<< Warum? Weil du uns, wie deine letzten Kameraden, zurücklassen wirst, um abzuhauen?>> grinste Saguro ihn an.
Alle schauten ihn entsetzt an. Sie wussten, dass er Recht hatte, würden aber nie wagen, es laut auszusprechen.

Im nächsten Moment packte eine Hand ihn am Kragen und eine Faust traf ihn ins Gesicht, sodass er einige Meter über das Deck schlitterte.

<<Du solltest besser auf dein Mundwerk achten, Saguro.>>
Der junge Mann rappelte sich auf und lächelte, als er in Marows grinsende Fratze blickte. Marow war mindestens doppelt so alt wie Kylu, doch seine Droge, seine Sucht, war das Geld.
<<Du ok?>> fragte Rimu ihn. Er half ihm auf die Beine. Wieder einmal war Saguro in ein Fettnäpfchen getreten. Es war eine seiner Angewohnheiten, das zu sagen, was er dachte, was allerdings nicht immer positiv für ihn endete.

Marow drehte sich um und verschwand kurz darauf unter Deck, ebenso wie Kyla zusammen mit einer ihr folgenden Rauchschwade.

<<Du aufpassen, mein Freund. Marow seien gereizt.>> flüsterte Rimu.

<<Das ist mir auch schon aufgefallen>> meinte Saguro und rieb sich die Wange.

Er ging wieder zur Brüstung, als auch Rimu sich auf den Weg nach unten machte. Sollten sie es wirklich geschafft haben, Kashik zu finden? Und wenn ja, was erwartete sie dort?

Tausend Fragen schwirrten im Kopf des jungen Mannes. Er fuhr sich durch die Haare und über sein Kinn.

Eigentlich wollte ich diese Reise nur machen, um etwas neues zu erleben. Oder zu sehen, dass Marow über Bord ging.

Er dachte, sie würden wochenlang auf dem Meer herumfahren und dann, halb tot, umkehren. Wie es schien, war das Glück auf ihrer Seite. Oder war es Schicksal? Saguro wusste es nicht.

Er sah hinauf in den sternklaren Himmel. Die für ihn wichtigste, aber eigentlich unbedeutende Frage, die er sich stellte, war, wie sie wohl aussehen würde...die Bestie...

hab auch schon das 2te fertig^^ das is mehr ein kurz-kapitel :P
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  #10  
Alt 13.04.2011, 16:08
Gintamafreak Gintamafreak ist offline
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Standard AW: Kashik

Kapitel II

Leeto und Kaal


Nebel lag wie ein kaltes Tuch auf der Insel. Zwei Tiger streiften, Seite an Seite, durch die Dunkelheit.

Sie wurden verfolgt und gejagt. Doch mit List und Verstand wurden ihre Feinde stehts zur Strecke gebracht. Sie spielten mit ihnen, ließen sie glauben, sie seien klüger, während sie sie voneinander trenten und sie in die Irre führten.

Das eine Tier, so schön, wie die aufgehende Sonne. Mit weiß-silbern glänzendem Fell, durchzogen von zarten, schwarzen Linien. Lange Krallen, die sich in riesigen Pranken verbargen, und tiefblaue Augen die die Umgebung musterten. Kaal.

Ein zweites Tier an ihrer Seite, schwarz wie die Nacht selbst. Größer als die Weiße, stärker und impulsiver. Sein dunkler Körper wurde von keinerlei Musterung geziert. Stechend grüne Augen, lange Reisszähne und wachsame Ohren schmückten den massigen Schädel der Raubkatze. Leeto.

Nun war es wieder soweit. Sie waren am Wasserfall angekommen und warteten auf ihre Freunde, bereit zum Kampf .
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