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  #1  
Alt 29.03.2007, 12:56
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard Defekte Kopierer

Stimmt es, dass über 20 Prozent aller Schäden an Fotokopierern von Leuten erzeugt werden, die sich draufsetzen, um ihren nackten Hintern zu fotokopieren?


Bildquelle: Webvideo-Screenshot

Hat jemand von so einem Vorfall bzw Schadensfall schon einmal gehört?

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (29.03.2007 um 13:07 Uhr)
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  #2  
Alt 29.03.2007, 20:07
Benutzerbild von mina
mina mina ist offline
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Standard AW: Defekte Kopierer

*weglach* ... nein von einem hinternfotokopiervorfall hab ich noch nie gehört ... finds aber relativ amysant ... was macht man eigentlich dann mit den ausdrucken?
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  #3  
Alt 29.03.2007, 20:14
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Standard AW: Defekte Kopierer

Ich habe mich heute auf der Uni umgehört:
tatsächlich hat einer meiner Gesprächspartner behauptet, bei einem Kopierer solche Kopien liegen gesehen zu haben.

Das klärt allerdings Deine Frage nicht, was man mit solchen Kopien macht?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #4  
Alt 10.04.2007, 20:19
Nicobär Nicobär ist offline
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Standard AW: Defekte Kopierer

Zitat:
Zitat von SAGEN.at
Das klärt allerdings Deine Frage nicht, was man mit solchen Kopien macht?

Wolfgang (SAGEN.at)
Wolfgang, da solltest Du vielleicht mal so einen Kopierer fragen. Also ich weiss es nicht.
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  #5  
Alt 12.04.2007, 19:53
Benutzerbild von cerambyx
cerambyx cerambyx ist offline
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Blinzeln AW: Defekte Kopierer

Hallöchen, Leutchen!

Ich komm' aus der - vormals so genannten - "Büromaschinenbranche" und war einer der ersten Lehrlinge Österreichs in der allerersten eingerichteten "Büromaschinenmechanikerklasse" (vorher gabs Feinmechaniker, die auch Fotoapparate, Nähmaschinen, Fahrräder reparierten) in der hübschen niederösterreichischen Stadt Amstetten.

Zu meiner (Lehr)Zeit kamen gerade die ersten "Flüssigkeitskopierer", also solche mit in Flüssigkeit gelöstem Toner auf den Markt. Und sofort kursierten diese Kopien: Verkniffene, verschobene Nasen in zerknautschten Gesichtern, von Vorne (besonders "attraktiv") und von der Seite, behaarte dunkle und/oder überbelichtete weiße Hände, auf die Belichtungsplatte gelegte lange gewellte Haarpracht war ebenso zu finden wie Stoppelfrisuren, wobei wir damals schon herumgerätselt haben: der Betreffende muß auf einem Stuhl gekniet und den Kopf von steil oben auf die Tischhohe Belichtungsplatte gelegt haben.

Eine Ohrmuschel-Kopiensammlung eines Betriebes war das komischste, was mir unterkam: appliziert auf dem schwarzen Brett im Eingangsbereich!
Aber auch Hinterteile und - man sollte es nicht glauben, auch (weibliche!) Vorderteile zirkulierten heimlich in den Büros ... ob diese ohne Wissen der Kopierten angefertigt wurden, kann ich allerdings nicht berichten - ich war damals noch viel zu jung und also auch zu schüchtern ....

Nackte Füße gab's, Waden (!) gab's auch (man saß bequem in einem hohen Drehstuhl und konnte so ein Bein auflegen - angeblich hat's einen Wettbewerb gegeben: die schmalste und breiteste firmeninterne Wade waren gesucht!)

Die Geräte waren aber (noch) so stabil gebaut, daß ein Durchbrechen oder Durchdrücken der Glasscheibe nicht möglich war. Das auf DIN A4-Format begrenzte Kopierfeld hielt praktisch jedem Druck stand.

Beliebt waren als Geburtstagsgeschenk Kopien von Kinderhänden, die (scheinbar) einfacher als die Ton- oder Gipsabdrücke herzustellen waren - dafür traten diese Kopien bald wegen ihres Gestankes den Weg in den Kübel an: die verwendeten Chemikalien reagierten fallweise mit den Inhaltsstoffen der Klarsichtfolien und rochen nach Jahren kadaverähnlich ....

Warum man diese "unmöglichen" Kopien machte? Auf meine Fragen (das war natürlich nur manchmal möglich!) bekam ich zur Antwort: "weil's Spaß macht, was zu tun, was neu ist - und iss' ja eh harmlos", "einfach so", oder "wieso sollt' ma nicht? Halt's das Gerät net aus?" - also Spaßfaktor als Triebfeder!?
Diese Kopien kursierten eine Weile, wurden fallweise nochmal kopiert, fanden ihr Ende Auf Pinn-Wänden, in Papierkörben, wurden vergessen, weggeworfen, durch Putzfrauen oder bei Inventurprozessen entfernt ...

Also nicht wirklich rationale Antworten ... und ich bin auch der Meinung, daß manche entsprechend ihrer Neigung einfach das "neue technische Gerät" ausprobieren wollten .... viele haben ja auch nur Häkeldecken, Armkettchen, Durchbruchstickerei, Pflanzenblätter, Metallteile, Sicherheitsnadeln, Reißnägel, Münzen, Geldscheine, Fellstücke, Schlüsselbund uva. kopiert, worüber natürlich nicht gesprochen-geflüstert-getuschelt wurde bzw. werden konnte, weils so "ereignislos" war ...

Wie kam ich eigentlich zu diesen Kopien? Immer haben Männer sie mir gezeigt, niemals Frauen - so von "Mann zu Jungmann"; vielleicht um mich verlegen zu machen / zu sehen? Keine Ahnung ... Als Reparaturmechaniker hat man damals noch ein Vertrauensverhältnis zu den Angestellten gehabt; fast eine "Kumpanei", denn es war auch unsere Aufgabe als Servicetechniker, dem zahlenden "Chef" des Angestellten klarzumachen, daß das Gerät "von alleine" defekt wurde und nicht der Angestellte es ruiniert habe .... und so wurde vielleicht der Grundstein zu solchen Zugängen gelegt, deshalb solche kleinen Geheimnisse ausgetauscht?

Übrigens: die Kopierer sind leistungsfähiger, meistens technisch zarter geworden und halten sicher nicht mehr so viel "Belastung" aus - Schadenszahlen hab ich aber keine.

-----

Ich gebe aber ergänzend zu bedenken, daß heutigentags das Anfertigen von "solchen" Bildern durch Fremde (!) explosiv zunimmt, indem Digi-Foto-Handys unter den Tisch gehalten werden und abgedrückt wird, was natürlich nur vorkommt, wenn kurzgeschürzte Mädchen/Damen anwesend sind ... per handy-mail hat schon so manche Schulklasse blitzartig "die andere Seite" ihrer Lehrerin kennengelernt ...

Der Mensch scheint also immer sehr bereitwillig moderne Möglichkeiten spielerisch überall auszuprobieren, leider ohne sich um das seelische Befinden des Betroffenen kümmern zu müssen .....

Liebe Grüße aus dem Steyrtal
__________________
unterwegs mit allen Sinnen ...
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  #6  
Alt 15.04.2007, 12:28
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Standard AW: Defekte Kopierer

Hallo Norbert,

Danke für Deinen tollen Dokumentar-Bericht!

Wolfgang (SAGEN.at)
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