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  #21  
Alt 24.10.2011, 00:34
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Standard AW: Bären im Ultental

Hallo HaP,

vielen Dank für Deine sehr interessante Schilderung direkt aus der Sicht der Betroffenen!
Auch der "Wascht" aus dem Ultental hat übrigens heute auch zeitgleich mit Deiner Schilderung seine Meinung zu den Bären im Ultental im österreichischen Fernsehen erläutert, wobei er sich ziemlich negativ zu den Bären geäußert hat.

Gerade auf Grund Deiner Schilderung wird nun sehr einfühlsam deutlich, dass die Bevölkerung im Ultental wohl mehr als ein mulmiges Gefühl hat.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #22  
Alt 24.10.2011, 19:37
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baru baru ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

stol.it berichtet heute:

"Ultner" Bär ist im Trentino
Seit dem Wochenende ist der Bär, der vor wenigen Tagen in Ulten gefangen und mit einem Halsband und einem Sender versehen worden war, im Trentino unterwegs. Er hat Südtirol am Freitagnachmittag verlassen.

"Das Halsband ist darauf ausgerichtet, 14-Mal täglich die Angaben zum Standort des Bären an uns weiterzugeben", erklärt Giorgio Carmignola vom Landesamt für Jagd und Fischerei.

Der Sender kann Daten nur dann senden, wenn eine Verbindung zum Satelliten besteht und die Daten via Telefon weitergegeben werden können.

Diese Daten ermöglichen es, die Wege des Bären in den vergangenen Tagen nachzuzeichnen.

Am vergangenen Montag war er zunächst in der Nähe des Orts geblieben, an dem man ihn gefangen hatte. Gegen Abend zog er sich dann in höhere Lagen um 2000 Meter zurück. In der Nähe des Arzkar-Stausees blieb er auch am Dienstag, bevor er im Laufe des Tages nach Martell ging.

Am Mittwoch wanderte er weiter in die Wälder von Latsch und wieder zurück nach Ulten, wo das Raubtier nach einer Hasenöhrl-Umrundung die Nacht verbracht hat.

Am Donnerstagabend, nach einem Tag in den Ultner Wäldern, wagte sich der Bär bis ins Tal, überquerte es oberhalb des Walburger-Stausees und zog sich in ein Seitental zurück, von wo aus er in die Gemeinde Proveis ging.

Am Freitagnachmittag überquerte er die Grenze zum Trentino, wo er das gesamte Wochenende über geblieben ist.

"Die Daten zeigen, dass sich der Bär nach der Ausstattung mit einem Sender meist in höheren Lagen über 2000 Meter aufgehalten hat", so Carmignola.

Derzeit übernehmen Carmignolas Amtskollegen im Auftrag der Trentiner Landesregierung die Überwachung, allerdings schließen die Experten nicht aus, dass der Bär wieder nach Südtirol zurückkehren könnte.

DNA-Spuren zeigen, dass mehrere junge männliche Bären derzeit im Grenzgebiet zwischen Südtirol und dem Trentino unterwegs sein dürften.

In den Winterschlaf gehen Bären meist Anfang bzw. Mitte Dezember.


Auch die Trentiner Zeitung L'Adige berichtet davon. Das (leider etwas kleine) Bild mit der Bärenfährte ist aus diesem Artikel.
Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	c-baerenwanderungit-hig.jpg
Hits:	4
Größe:	22,9 KB
ID:	3624 Der schwarze Punkt wird die Stelle der "Besenderung" sein. Danach wechselte der Bär in den Vinschgau.
Nach der von HaP angeführten Sichtung am Freitag dürfte er dann in den Trentino gewandert sein.
Aber es gibt ja anscheinend nicht nur diesen einen Bären im Ulten ?

Zum Wolf:
Anfang September erzählte uns ein Mann aus dem Rendenatal, dass er einige Tage zuvor einen Wolf gesehen habe, der bei Pinzolo nachts die Staße überquert hat. Verwechslungen ausgeschlossen! Vielleicht ist dieses Tier auch durchs Nonstal nach N ins Ulten gewandert...
Wölfe sind allerdings für Menschen wirklich keine Gefahr.
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #23  
Alt 24.10.2011, 20:42
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stanze stanze ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Nachts ist immer ein diffuses Licht, auch auf einer Strasse, der Mann ist angeblich alleine. Wie kann man da eine Verwechslung ausschließen? Es gibt genug Streuner die nachts etwas anders aussehen als am Tag. Da kann die Fantasie ganz leicht mit einem durchgehen.
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  #24  
Alt 24.10.2011, 22:02
HaP HaP ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Wenn dieser Wegverlauf stimmt, waren garantiert 2 nicht scheue Tiere im Tal!
Zwei Sichtungen waren am Freitag Vormittag, eine weitere am Freitag Abend, schon nach Einbruch der Dunkelheit. Es geht sogar das Gerede, dass der Bär am Sonntag ca. 5.30 Uhr gesichtet wurde. Leider weiß ich hier nichts genaues.
Wenn der Bär aber, wie im Bericht genannt, am Freitag Nachmittag die Grenze überquert hat, kann dieser nicht am Freitag Abend in der Talsohle gewesen sein.
Ausserdem hat einer ca. Mitte dieser Woche auf ca. 1500 m und wieder in unmittelbarer Nähe von Häuser ein Schaf gerissen. Dieses wurde allerdings erst am Samstag gefunden. Also hielt dieser Bär sich NICHT die ganze Woche auf über 2000m auf.
Wie schon im vorhergehenden Bericht beschrieben, wird zur Zeit "erzwungene Meinungsbildung" betrieben.
Die Sichtungen am Freitag wurden in den Dolomiten (=Zeitung) als vermutliche Sichtungen bezeichnet, die Wahrscheinlichkeit eines 2 Bären wurde als nahezu unmöglich tituliert, in anderen Medien wurde gar nicht mehr berichtet. Den "Sichtern" wird "nahegelegt", nicht weiter darüber zu reden. Den heutigen Bericht auf stol.it kann man nicht komentieren usw.
PS: Nahegelegt ist zwar das falsche Wort, ich möchte mir aber keine Verleumdungsklage einhandeln.
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  #25  
Alt 31.01.2012, 20:51
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Standard AW: Bären im Ultental

Zitat:
24.Okt.2011
Zum Wolf:

Anfang September erzählte uns ein Mann aus dem Rendenatal, dass er einige Tage zuvor einen Wolf gesehen habe, der bei Pinzolo nachts die Staße überquert hat. Verwechslungen ausgeschlossen! Vielleicht ist dieses Tier auch durchs Nonstal nach N ins Ulten gewandert...
Wölfe sind allerdings für Menschen wirklich keine Gefahr
Zitat:
stanze: Nachts ist immer ein diffuses Licht, auch auf einer Strasse, der Mann ist angeblich alleine. Wie kann man da eine Verwechslung ausschließen? Es gibt genug Streuner die nachts etwas anders aussehen als am Tag. Da kann die Fantasie ganz leicht mit einem durchgehen.
Der Wolf aus dem Nonstal ist nun auch durch ein Video der Stazione Forestale di Fondo (im nördl. Trentino) bestätigt:

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=WwDs4UAEGX4&list=UURniunpA1yh4ofEGJPMZzog& index=1&feature=plcp"]Filmato del lupo in Alta Val di Non - 23 gennaio 2012 - YouTube[/ame]
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  #26  
Alt 09.02.2012, 11:12
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Standard AW: Bären im Ultental

Der Ultener Bär hat seinen Sender verloren, schläft nicht und hat einen Begleiter: aus http://www.provinz.bz.it/lpa/285.asp...icle_id=385323

Der Bär, der im Oktober in Ulten gefangen und mit einem Peilsender ausgestattet worden war, hat sein Senderhalsband verloren. Das Halsband habe sich wegen eines technischen Defekts plötzlich gelöst, teilt das Landesamt für Jagd und Fischerei mit. Mitarbeitende des Amtes haben gestern (7. Februar) gemeinsam mit Kollegen des zuständigen Amtes der Trentiner Landesverwaltung den GPS-Sender gefunden.
Am vergangenen 16. Oktober war es gelungen, den Bären im Ultental einzufangen und mit einem GPS-Sender auszustatten. Zuvor hatte das Raubtier der tagelang die Bevölkerung in Atem gehalten und für Schlagzeilen gesorgt.

Der zwei Jahre alte männliche Bär mit der Bezeichnung M13 konnte dank des Halsbandes beziehungsweise der Peilsenders kontinuierlich überwacht werden. Alle seine Bewegungen wurden aufgezeichnet. Wie über 800 Standortbestimmungen ergaben, hat sich der Bär vorwiegend in Ulten an der Grenze zum Trentino aufgehalten, wobei er sich häufig und schnell auf einer Gesamtfläche von 150 Quadratkilometern bewegt hat.

Das Monitoring habe interessante und unerwartete Erkenntnisse eröffnet, heißt es aus dem Landesamt für Jagd und Fischerei. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass der Bär nicht in Winterruhe ist, sondern vielmehr auch Ende Januar noch ganz aktiv auf Nahrungssuche unterwegs war.

Neu war für die Bärenexperten auch die Tatsache, dass M13 nicht alleine, sondern in Begleitung eines zweiten, etwas kleineren Bären unterwegs war, wie Fotos und ein Film belegen. "Normalerweise sind Bären Einzelgänger, die sich nur im Frühjahr zu Paarungszwecken und bei der Aufzucht der Jungbären durch die Bärenmutter gesellig sind", erklären die Fachleute im Amt für Jagd und Fischerei. Während der dreimonatigen Überwachung hat der Bär auf Südtiroler Boden ein Schaf und im Trentino zwei Ziegen gerissen. Bewohnten Ortschaften hat er sich selten genähert, und in diesen Fällen sei er nicht gesehen worden und habe keinen Schaden verursacht. "Sollte es in nächster Zeit zu Problemen mit dem Bär kommen, so werden wir ihn erneut einfangen", versichern die Verantwortlichen im Landesamt für Jagd und Fischerei.


Wen's interessiert, hier sind 2 kurze Videos :

[ame="http://www.youtube.com/watch?v=pPNKgzyOenM&feature=related"]Ripresa di orsi in Trentino 1/2 - YouTube[/ame]
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  #27  
Alt 09.02.2012, 16:53
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Schönes Video-danke . Na, die zwei spielen doch, wenn sie nicht schlafen, haben sie es mit der Futtersuche im Winter sicher schwer. Wenn sie im Wald genug finden würden, wollten sie auf die Menschen sicher pfeifen, aber Waldtiere werden ihm zu schnell sein. Dann bleibt oft nur der Stall .
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  #28  
Alt 18.03.2012, 14:47
HaP HaP ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Hallo,
nachdem der Winter recht ruhig war, es gab nur gelegendlich entfernte Sichtungen oder Spuren, kam es gestern wieder zu einer bedenklichen Sichtung.
Eine Frau ging TAGSÜBER mit Ihrem Hund auf eine Alm. Auf dem Rückweg wurde der Hund plötzlich unruhig. Die Frau sah sich um und entdeckte in NAHER Entfernung den Bären stehen. Glücklicherweise blieb die Frau ruhig und versuchte sich langsam vom Bären zu entfernen. Dieser folgte Ihr ebenso langsam. Als die Frau stehen blieb, blieb auch der Bär stehen und beobachtete Sie. Nach mehrmaligen Versuchen auf diese Weise dem Bären zu entgehen lief plötzlich er Hund einige Tritte voraus, in diesem Moment begann der Bär schnell auf den Hund zuzulaufen.
Die Frau hat schnell reagiert und dem Bären Ihren Rucksack entgegengeworfen, der sich glücklicherweise sogleich diesem zuwendete. Diese Gelegenheit nutzte die Frau, um, mit dem Hund, davonzulaufen. An Ihrem Auto angekommen hat die Frau Ihren Mann angerufen. Dieser alarmierte den Notruf und kam schnellstmöglich mit einem befreundeten Jäger und dessen Jagdhund. Die Notrufzentrale alarmierte den Bezirksjagsvorsteher, welcher, ebenso mit seinem Hund, dazukam.
Gemeinsam machte man sich auf die Suche nach dem Rucksack und dem Bären. Beide fand man. Den Rucksack leicht beschädigt, den Bären in dessen Nähe. Durch die 3 Männer und deren Jagdhunde aufgeschreckt ergriff dieser die Flucht in ein Fels- und Geröllbereich, wo sich seine Spur verlor.

Bedenktlich hierbei:
- Der Bär ist nicht scheu vor Menschen.
- Der Bär ist an hellichtem Tag auf Wanderwegen unterwegs.
- Der Bär geht auf Menschen zu.
- Der Bär hat Interesse an Hunden.

Die Schilderung dieses Vorfalls habe ich von einem Bekannten. Ich stand daneben, als dieser mit dem Mann (der Frau) telefonierte.

Mal sehen, wie die Presse und das Amt für Jagd und Fischerei nun reagiert und ob es wieder zu Einschüchterungen der Betroffenen kommen wird ...
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  #29  
Alt 18.03.2012, 17:51
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Standard AW: Bären im Ultental

Griaß di, HaP!

Wie du sicher schon bemerkt hast, verfolge ich mit großem Interesse das Leben der Bären und Wölfe im Trentino und folglich auch in Südtirol.
Wow, das war eine heftige Begegnung, die diese Frau hatte!
Das Interesse des Bären am Hund (und umgekehrt) ist ganz normal, denke ich, wie bei Wölfen und Bären in Alaska.
Bedenklich allerdings, dass er keine Scheu vor Menschen hat - wo hört die Neugier auf und fängt der Angriff an?

Zitat:
Mal sehen, wie die Presse und das Amt für Jagd und Fischerei nun reagiert und ob es wieder zu Einschüchterungen der Betroffenen kommen wird
Da es sich ja vermutlich um einen Zuwanderer aus dem Trentino handelt, würde ich den Vorfall dort melden: http://www.orso.provincia.tn.it/contatti/
Dein Italienisch ist sicher besser als meins, sonst würde ich ihnen einen Link zu deiner Nachricht hier senden. Außerdem hast du die Information aus erster Hand.

Halte uns bitte auf dem Laufenden!
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  #30  
Alt 18.03.2012, 19:23
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

wirklich spannend, danke fürs erzählen!
ich habe ja mal meinen patenbären kenny in kärnten besucht und durfte da mit ihm an einem tisch sitzebn und ihn von hand füttern. anschaulich wurde uns vorgeführt, wie er himbeeren in einer plastikflasche erschnuppern kann und dieser auch mit seinen krallen zerfetzt um an die himbeeren zu kommen. also rucksack wegwerfenw ar sicher das beste was die frau machen konnte.
der chef des bärenvereines in wien hat mir damals, als ich nach canada flog um indianische freunde zu besuchen auch tipps mitgegeben, wie man in der wildnis mit bären am besten umgeht: rucksack wegwerfen und auf den boden legen, auf keinen fall davonlaufen.
das wars eigentlich. *lach*
ob ich die nerven dazu hätte im notfall, ich weiß es nicht...

alles liebe, sonja
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berichterstattung, bären, fotos, mendelgebiet, orf, orf-tirol, population, südtirol, trentino, trient, ultental

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