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Umfrageergebnis anzeigen: Welches Foto soll gewinnen: Gerüche?
Rabenweib 0 0%
Andromeda 1 9,09%
baru 5 45,45%
SAGEN.at 0 0%
harry 1 9,09%
cerambyx 1 9,09%
photophilus 0 0%
irene1979 1 9,09%
Elfie 2 18,18%
Teilnehmer: 11. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #11  
Alt 25.05.2011, 07:57
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

hab tränen in den augen.
danke fürs erzählen wolfgang.
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  #12  
Alt 25.05.2011, 10:09
harry harry ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

Es ist tatsächlich faszinierend, wenn man so darüber nachdenkt (danke, Wolfgang), wie sehr uns Gerüche unser Leben lang begleiten. Da rieche ich etwa in Gedanken

unser Zuhause,
den geölten Fußboden meiner ersten Schule,
eine blühende Sommerwiese,
eine volle Schulklasse im Sommer,
frisches Heu,
die Nudelminze in den Kasnudeln, die ich in der Türkei auch als Nane auf dem Paradeissalat kennenlernen durfte,
den verbrannten Gummi auf der Piste hinter einem gelandeten Flugzeug,
den Reindling, gerade aus dem Ofen,
die volle Kaffeekanne nach dem Aufstehen



Ein Geruch begleitet mich immer an den schönen Tagen durch den Sommer: Speisen auf dem Griller. Entweder unser Grillrost ist angezündet oder aus einem der Nachbargärten zieht eine zarte, wohlriechende Duftwolke zu meiner Nase.
In diesem Sinne wünscht einen schönen Sommer mit guten Düften
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Grillen.jpg  
__________________
Harry
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  #13  
Alt 25.05.2011, 13:13
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

@Wolfgang: nach so vielen Jahren den Mann wieder zu finden war sicher auch für dich ein starker Moment. Hat mich sehr an den "Mopedschuster" meiner Jugend erinnert. Die Werkstatt war eine ehemalige Schmiede, finster und verrusst. Herr Sokol hat jedem das Werkzeug hingelegt, wenn er den Schaden inspiziert hatte und gemeint: waunst di net auskennst, frog. Dort war ein richtiger Jugendtreff.
Harry ruft alle Geruchsregister durch - herrlich, manch alltäglicher Geruch bekommt auch durch die Situation das Besondere: Tagwache auf dem Lager der Sonnschienhütte, der Kopf hängt über den Rand, Kaffeeduft läßt die Augen öffnen: alles stockfinster, nur ein winziger Lichtstreifen am Boden. Da unten ist die Küche, der Zwischenraum der Deckenbalken läßt Licht und Duft nach oben.
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  #14  
Alt 25.05.2011, 15:01
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stanze stanze ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

Danke an alle die mit ihren Geruchschilderungen meine Vergangenheit wieder aufleben lassen.
Den Geruch von der ersten Klasse VS. habe ich heute noch in der Nase.
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  #15  
Alt 25.05.2011, 23:10
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baru baru ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

Zitat:
Zitat von stanze Beitrag anzeigen
Den Geruch von der ersten Klasse VS. habe ich heute noch in der Nase.
Schulen hatten früher sowieso einen eigenen Geruch. In meinen ersten beiden Dienstjahren war ich "Bezirksauto" = Aushilfe, wenn irgendwo ein Lehrer ausgefallen ist. Ich hätte mit verbundenen Augen erkannt, wenn ich eine Schule betrete. Mit dem techn. Umfeld haben sich auch die Schulgerüche neutralisiert....

Ich meine überhaupt, dass Gerüche die Erinnerungen am meisten prägen und wach halten. Ein Geruch und die Situation ist da! Nicht zu vergessen, die Warn-Wirkung mancher Gerüche...sogar manche Menschen "kann man nicht riechen" .
Übrigens: in unserem Dialekt heißt riechen "schmeckn".
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #16  
Alt 25.05.2011, 23:30
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

bei uns sagte man auch schmecken statt riechen, heute hört man das nicht mehr. Riechen war schon das Gegenteil von Stinken, duften gabs nicht.
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  #17  
Alt 26.05.2011, 10:20
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cerambyx cerambyx ist offline
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Zitat:
Zitat von SAGEN.at Beitrag anzeigen
Schon beim Erstellen des Themas für diesen Fotowettbewerb war für mich klar, welches Motiv ich hier einstellen wollte

Die Umsetzung gestaltete sich dann schwieriger als erwartet...

.......... "Schlauch und Mantel und neue Draht für Lichtanlage. Das ich mache bis morgen!" Das war mein Fahrrad-Doktor aus meiner Kindheit, am Sprachakzent habe ich ihn wiedererkannt! Da haben wir noch einige Zeit über die alte Werkstätte geplaudert und überlegt wie vielen Kindern und Erwachsenen er wohl in seinem Leben Freude gemacht hatte...

Wolfgang (SAGEN.at)
Hallo Wolfgang!

Die Umsetzung ist Dir sehr gut gelungen ...
Was wäre der Mensch ohne die schönen Erinnerungen! *seufz*
Liebe Grüße
Norbert
__________________
unterwegs mit allen Sinnen ...
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  #18  
Alt 26.05.2011, 11:01
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Grüß Euch!

(Dank an Elfi, sie hat mich auf die Idee gebracht!):

Tiere wehren sich oft durch Absonderung oder Ausscheidung von übelriechenden Stoffen und Sekreten gegen das Gefressenwerden. Meinen ganz persönlichen Zugang zu diesem Thema habe ich einem dieser Tiere zu verdanken:

Ich hatte immer schon eine Begeisterung für Tiere! Wohl ausgelöst durch mein aller-aller-erstes ganz alleine von Anfang bis zum Ende gelesenes Buch: "Die Biene Maja" ...

In einer winzigen Wohnung aufgewachsen mit 4 Geschwistern und den Eltern waren Aquarium oder Terrarium ein unerfüllbarer Traum ... und als ich endlich vorhandene Ängste überwunden hatte und allein den Wald erkundete, waren auch die Gerüche ein wichtiges Orientierungsmittel! Was da kreuchte und fleuchte, wurde zumindest angefaßt, meistens aber auch gefangen und dann auch beschnuppert.

Ekel oder Abscheu gab es für mich nie - schon allein auch deshalb, weil ich damit eine Waffe gegenüber meinen Schwestern hatte, die mir als Jüngster "Autorität" verschaffen konnte ...

Bei einem Familienspaziergang - an ein Auto war noch nicht zu denken - kroch plötzlich eine große graue Schlange mit lichten Flecken am Kopf über den dort besonnten Waldweg. Hinhüpfen und am Schwanz packen war eins. Aber dann wurde es schwierig .... das relativ große Exemplar - heute weiß ich dass es ein Weibchen war - drehte sich und wand sich um aus meinen Fingern zu kommen. Irgendwie schaffte ich es, nur den Kopf auf dem Boden aufliegen zu lassen, um sie knapp dahinter zu packen ... und damit war's geschehen!

Ringelnattern sind herrliche Geschöpfe, muskelbepackte und geschuppte Athleten - und doch die friedlichsten aller Schlangen. ABER sie haben eine Eigenart: wenn sie keinen Ausweg sehen, stellen sie sich "sterbend", wobei sie sich krampfartig verwinden, die Kiefer seitlich verschieben und aufreißen, wobei die Schleimhäute sichtbar werden und sie die Zunge raushängen lassen ... ODER ABER ... : SIE SPRITZEN IHREN KOT IN DIE RUNDE!

Tja, das Tierchen entschied sich zu meinem Pech fürs Zweite ... ich war der Übeltäter: Volltreffer!

Es ist unbeschreiblich, dieser durchdringende, scharfe, an ein Gemisch von sich verflüchtigendem Essigäther und Petroleum erinnernde Geruch, der durch die Berührung mit der Luft immer intensiver wird ... die Schleimbällchen blieben zitternd an meiner Kleidung, an meiner Haut und in meinen Haaren hängen ... fassungslos ließ ich die Schlange aus der Hand gleiten, während ich meine große Schwester hörte: "Der derf aber jetzt net mit uns geh'!"

Wie ein Aussätziger trabte ich schweigend in gehörigem Abstand hinter dem Rest der Familie her, bis der Spaziergang beendet war - dann gings in die Badewanne, die Kleider sorgsam abgesondert zur Wäsche ...

P.S. Ich fange Ringelnattern trotzdem wieder, um sie z.B. in der Gruppe herzuzeigen - aber ich habe eifrig geübt, um den Dreh rauszubekommen, wie sie mich NICHT erwischt .... stinken tut's trotzdem ...

P.P.S. Übrigens erkenne ich seitdem schon am Geruch wenn ich das Revier einer Ringelnatter betrete ...

Duftende Grüße
Norbert
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IMG_4132_ringelnatter.JPG  
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  #19  
Alt 26.05.2011, 11:29
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

he norbert, das ist aber unfair mit DEM foto!

hihi. einfach GE-NI-AL!
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  #20  
Alt 26.05.2011, 11:54
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Gerüche - Mai 2011

das Foto ist ja wirklich kaum zu toppen , das Erlebte kann kein Computer ersetzen - so wächst die Verbundenheit mit allem. Das Totstellen ist wirklich ein Phänomen: mein Hund war angehalten, nix im Garten zu killen, daher schaute er vor jedem Angriff, ob ich ihn sehe. Dann gab es schon mal Eidechsen ohne Schwanz... Ringelnattern hatten ihr Nest am kleinen Biotop, der Hund die Nase in diesen Grasbusch. Die jungen Nattern verteilten sich auch rundum, vor allem, wenn alle Kaulquappen gefressen waren. Einmal wühlte Asta wieder herum und zog etwas aus dem Mauerspalt. Ich schrie sie an, sie wollte wie immer gleich fallen lassen, aber es hing über ihren unteren Fangzahn ein langer Wurm. Es war eine Ringelnatter, ca 25 cm lang und sie schien hinüber. Das Maul offen und voll Erde. Ich schwemmte sie im Miniteich fest durch bis sie sauber war, ein Faden hing und klebte da. Es war das Riechorgan, die gespaltene "Zunge", da sah ich zum ersten Mal, dass diese unter der richtigen Zunge hervorkommt. Ich hielt sie zwar immer noch für tot, aber ich wollte sie ganz hinten im Garten ablegen. Auf dem Weg dorthin klappte irgendwann das Maul zu, bald darauf hatte ich ein Kringel in der Hand, die Wärme schien ihr zu gefallen. Sie war schnell weg, als sie ins Laub fiel!
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dokumentation, edelsteine, ethnologie, foto, fotografie, geruch, gerüche, gewinn, kultur, kultur-fotografie, kunstgeschichte, sagen.at-fotowettbewerb, sieg, technikgeschichte, volkskunde, wettbewerb

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