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  #11  
Alt 01.04.2010, 20:18
Benutzerbild von stanze
stanze stanze ist offline
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Beiträge: 1.992
Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Ich habe noch keinen Vater oder Familienangehörigen gesehen die einen Neugeborenen mit bösen Blicken angeschaut haben. Ich glaube auch, daß es sowas in keiner Religion (mit seltenen Ausnahmen) gibt.
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  #12  
Alt 01.04.2010, 20:22
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Beiträge: 2.559
Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Wolfgang: Ich erzähle nur , was ich noch von älteren Menschen erzählt bekam.
Ich glaube es auch nicht. Mein Vater nannte es schon: Ammenmärchen.
Allerdings nannte unser Kinderarzt auch das sog. Zahnfieber so. Unser Sohn
fieberte aber wirklich einen Tag beim Durchbruch eines neuen Zahnes, war
dann "verschleimt", weinte u.a. Von den Eltern wurde es als "Zahnfieber"
bezeichnet, so übernahmen wir es. Als wir besorgt (erstes Kind und keine
Erfahrung) den Arzt fragten, bekamen wir diese Antwort. - Dann gab es so
"Fluor" Tabletten, sie wurden jedes Mal ausgebrochen. Als Tropfen ins Baby-
fläschen, ebenfalls erbrochen. Unser Kinderarzt: Es gibt keine "Allergie" o.a.
dagegen. Unser Sohn hat sie jedenfalls nicht "vertragen", wie soll man denn
dafür sorgen, daß ein Kind etwas zwangsweise bei sich behält? Ich vermißte
manchmal unseren alten Hausarzt! Übrigens kann ich z.B. auch keine Fluor-
Zahnpasta ohne Brechreiz ertragen. - Nun bin ich (wieder) vom Thema abgeschweift. - Ich glaube, daß eine Wöchnerin im Haus bleiben mußte war auch
Schutz für sie vor ansteckenden Krankheiten. Denn früher war es schlimmer
als Heute, wenn man sich etwas "einfing", es gab ja kaum Medikamente.
Für das seelische Befinden einer Schwangeren ist eine Beerdigung auch
nicht förderlich, außerdem war es vielleicht auch noch eine Kleiderfrage, denn
so tolle Kleidung für werdende Mütter wie Heute gab es nicht.
- Nur mal so einige Gedanken, die mir durch den Kopf gingen. - Ulrike
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  #13  
Alt 01.04.2010, 20:42
Benutzerbild von baru
baru baru ist offline
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Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Zitat:
Berit: Mir ist jetzt leider der Namen des Herzogs entfallen, der die "Zwergerln" aus dem Salzburger "Zwergerl Garten" entfernen ließ, damit seine schwangere Gattin kein mißgestaltetes Kind bekäme.
Das war Kronprinz Ludwig von Bayern, der während der bayerischen Besetzung Salzburgs 1810 bis 1815 im Schloss Mirabell residierte.
__________________
Servus und a guate Zeit! Leni
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  #14  
Alt 02.04.2010, 09:32
alterego alterego ist offline
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Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Es ist völlig klar.
Das ungeborene Kind spürt natürlich sehr genau
die Gemütslage seiner Mutter. So werden sich pränatal
erfahrene Trauer, Verzweiflung oder Zorn natürlich
nicht positiv auf diesen heranwachsenden Menschen auswirken.

Der hier geäußerte Ansatz scheint mir aber doch etwas
mittelalterlich zu sein.
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  #15  
Alt 02.04.2010, 16:56
Benutzerbild von Hornarum48
Hornarum48 Hornarum48 ist offline
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Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Ergänzend sei noch mitgeteilt, dass ich zuerst auf diese Ansicht (eine schwangere Frau soll an einem Begräbnis nicht teilnehmen) durch eine aus dem oberösterreichischen Mühlviertel stammende schwangere Frau hingewiesen wurde, die auch noch anmerkte, dass sie diese Anschauung aus ihrer oberösterreichischen Heimat nicht kenne und diese erst im Weinviertel kennenlernte!
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  #16  
Alt 07.04.2010, 15:08
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Beiträge: 5.274
Standard AW: Schwangerschaft und Tod

@stanze: nicht die eltern oder großeltern, sondern aussenstehende leute sollen das baby nicht vor dem siebenten lebenstag zu sehen bekommen wegen dem bösen blick! (dabei ist neid gemeint, sowie böse wünsche, eben alles was man so von nachbarn die einen nicht mögen abkriegt, von leuten die lästern oder falsch sind...)
auch in mexiko ist man der meinung, daß neid töten kann. die curanderos dort haben jede menge damit zu tun, neider (energetisch) abzuschneiden.
und "giftpfeile" kennen wir ja auch. wenn jemand "mit blicken töten könnte" oder einen "stachel im herzen" hat der weh tut, usw...
das alles sind "energetische verletzungen" die wohl gemeint sind.
und wenn einem jemand das kind nicht gönnt, dann schaut er es mit neid an. oder mit sonstigen schlechten gefühlen/ wünschen/ gedanken...
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  #17  
Alt 07.04.2010, 17:52
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stanze stanze ist offline
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Beiträge: 1.992
Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Danke Sonja für die Aufklärung. Das habe ich leider falsch verstanden. Ich kenne solche Sitten nicht und bei uns wird auf so was nicht geachtet. Das Sprichwort;"Andere Länder andere Sitten" behauptet sich immer wieder.
Liebe Grüße Sepp
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  #18  
Alt 13.12.2010, 15:35
labertasche labertasche ist offline
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Standard AW: Schwangerschaft und Tod

hallo,
eigentlich bin ich auch der meinung, dass das alles aberglaube ist. ich komme aus kasachstan und bei uns wird geglaubt, dass eine schwangere frau sich auf keinen fall die haare schneiden darf. wer weiß schon warum!?! natürlich haben sich nicht alle daran gehalten und ihre kinder sind trotzdem gesund zur welt gekommen. doch eins ist mir in erinnerung geblieben: eine freundin von meiner mutter war im sechsten monat schwanger und hat einen unfall gehabt, bei dem ihr ein nagel ins knie gerammte wurde. dieser wurde zwar entfernt und es ging ihr gut, doch als ihr kind geboren wurde, hatte der junge am kind genau an der gleichen stelle am knie so eine komische delle, die bis heute nicht weggegangen ist. und das bestätigt einen aberglauben, der besagt, dass die mutter sich schonen soll, um sich bloß nicht zu verletzen. ein fall, bei dem sie sich den kopf stößt, kann beim kind geistige behinderungen verursachen.
also ich hatte schon gänsehaut, als ich von der sache mit dem knier erfuhr, aber trotzdem glaube ich nicht daran, dass das kind durch jede verletzung der mutter in irgendeiner weise beschädigt werden könne.
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  #19  
Alt 13.12.2010, 17:51
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stanze stanze ist offline
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Standard AW: Schwangerschaft und Tod

Ein Sprichwort sagt:"Es wird einen alles in die Wiege gelegt."
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  #20  
Alt 14.12.2010, 15:57
Athunis Athunis ist offline
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Beiträge: 101
Standard AW: Schwangerschaft und Tod

der "böse blick" wird nicht nur durch negatives übertragen, wie zum beispiel neid oder böses angucken. sondern er wird auch durch zu viel gut gemeintes übertragen. zum beispiel ein kind zu sehr loben oder bewundern. auch davor versucht man das kind, und später sich selbst, zu schützen.

lg
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Stichworte
aberglaube, begräbnis, kinder

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