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  #11  
Alt 07.07.2005, 13:37
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Kuriose Lärmkanonen. An gar manchen Orten der deutschen Alpen kann man ganz originelle Lärminstitute dieser Art kennen lernen, die besonders bei festlichen Gelegenheiten ihre nur allzubeliebte Schuldigkeit thun müssen; denn bekanntlich sind die Herrn Tiroler, Salzburger etc. gar große Freunde vom rechten Pulvergekrache. Ein in Gestalt eines Sprachrohrs gebautes, mit eisernen Reifen umspanntes Faß, dessen oberer Theil sich weiter ausmündet und offen ist, stellt das Krachinstrument vor. Am Boden des engeren Faßendes wird durch ein Loch der Lauf einer Flinte gesteckt und abgefeuert. Der Schuß entladet sich fast in der Stärke eines Zwölfpfünders. Die Berge natürlich hallen den Donner gleich einem Donnerwetter hundertfach wieder. Probatum est!

Quelle: Der Alpenfreund, Ed. Amthor, Erster Band, Gera 1870, S. 80

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #12  
Alt 07.07.2005, 13:47
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- Die Dampfschiffahrt auf dem Attersee gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im verflossenen Sommer beförderte dieselbe 12,500 Passagiere. Zu den bisherigen drei Schleppschiffen wird nun noch ein größerer Dampfer treten, der allen Anforderungen des Comfort genügt. Die Fahrpläne sollen mit der Salzburg-Wiener Eisenbahn in Correspondenz treten. Auch der Mondsee wird Dampfschiffahrt erhalten.

Quelle: Der Alpenfreund, Ed. Amthor, Erster Band, Gera 1870, S. 208

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #13  
Alt 07.07.2005, 13:49
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- Laut Zählung vom 31. Dezember 1869 hatte Basel 49.000, Innsbruck 16.000, Salzburg 20.945, Klagenfurt 15.000, Bozen 9457, Bludenz 2600, Bregenz 3675 Einwohner.

Quelle: Der Alpenfreund, Ed. Amthor, Erster Band, Gera 1870, S. 208

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #14  
Alt 07.07.2005, 13:58
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Herr Juliano in Innsbruck hat ein Panorama der Brennerbahn nahezu vollendet. Dasselbe ist bei 2 1/2 Ellen Höhe 200 Ellen lang und beweglich, so daß der Beschauer die verschiedenen Bahnhöfe, Brücken, Tunnels, Viadukte, Städte, Hochgebirge, Gletscher, die man an und von der Bahnerblickt, wie in einem Zauberspiegel an sich vorüber wandeln sehen wird. Wie wir hören, will der Künstler damit eine Kunstreise antreten.

Quelle: Der Alpenfreund, Ed. Amthor, Erster Band, Gera 1870, S. 208

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #15  
Alt 07.07.2005, 14:14
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Elmsfeuer auf dem Großglockner
Von zahlreichen Gebirgsorten Kärntens und Salzburgs aus konnte am 31. Jänner nachts eine phänomenale Naturerscheinung, bewirkt durch Elmsfeuer, auf dem Gipfel des Großglockner beobachtet werden. Um Mitternacht flammte auf dem Gipfel des Berges ein Feuerkranz auf, der seinen Widerschein weithin warf. Zahlreiche Feuerkugeln und Feuerblitze stiegen empor. Es entwickelten sich blaufärbige Strahlen in den wunderbarsten Figuren. Während dieser Naturerscheinung, die ungefähr eine halbe Stunde dauerte, konnte man in nördlicher Richtung am nächtlichen Horizont ein starkes Leuchten von tiefdunkelroter Färbung beobachten. Es machte den Eindruck, als ob sich ein Nordlicht zugleich mit einem gewaltigen Elmsfeuer an diesem Alpenmassiv brechen würde.

Quelle: Österreichische Alpenpost, 15 Jg, Nr. 2, 1913, S. 49 - 50.

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  #16  
Alt 08.07.2005, 19:50
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Gletscherausfuhr. Wenn's so fortgeht, wird bald eine der schönsten Schönheiten der Alpenländer verschwunden sein, nämlich das Gletschereis, das man jetzt massenweise exportiert. So wird z. B. der Feuersteingletscher im Pflerschtal mit Dynamit gesprengt und in centnerschweren Blöcken über den Brenner fortgeschafft. Nur gut, daß diese Kerle in schneereichen Jahren wieder bald nachwachsen. Was würden die lieben Gröbners in Gossensaß machen, wenn einmal die reizende Sicht in's Pflersch wegen mangelnden Eisanblicks alle würde?

Quelle: Der Alpenfreund, Ed. Amthor, Sechster Band, Gera 1873, S. 128
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  #17  
Alt 09.07.2005, 13:07
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Gerüchte um den Eiffelturm

Immer wieder taucht in der Weltpresse die Nachricht auf, daß der Eiffelturm, der bekanntlich ganz aus Stahlkonstruktionen besteht, so verrostet wäre, daß er abgebrochen werden müßte. Von Zeit zu Zeit wird das gigantische Gebäude gründlich untersucht und es muß stets festgestellt werden, daß zu Befürchtungen nicht der geringste Anlaß besteht. Der Eiffelturm steht jetzt 43 Jahre und infolge der dichten und dauerhaften Anstrichhaut sind noch keine nennenswerten Korrosionserscheinungen zu verzeichnen. Rund 600.000 Besucher genießen jährlich die grandiose Rundsicht von der 300 Meter hohen Turmspitze und diese Besucher bilden ein ganz gutes Geschäft für die Besitzer. Bei der soliden Konstruktion und einer steten Kontrolle ist als sicher anzunehmen, daß der Eiffelturm in 100 Jahren noch ebensogut seinen Platz behauptet. L.O.

Quelle: Natur und Kultur, Juli 1932, S. 268

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  #18  
Alt 09.07.2005, 13:29
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Unglaubliche jagdliche Zustände im Burgenlande

"In den Jahren 1922 bis 1930 wurden nach dem "Naturforscher" im Burgenlande nicht weniger als zirka 1100 Hirsche, 5000 Rehe, 870 Damhirsche, 391.000 Hasen, 39.000 Fasanen, 205.000 Rebhühner, 212 Trappen, 103 Auerhähne, 41.000 Wildgänse, 17.000 Wildenten, 7000 Wachteln, 15.000 (!) Raubvögel getötet. Gibt es, fragen wir, im Burgenland überhaupt noch wild lebende Tiere?"

Quelle: Natur und Kultur, Jänner 1932, S. 27
Wolfgang (SAGEN.at)

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  #19  
Alt 12.07.2005, 19:30
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Die fliegende Eisenbahn

Wie verschiedene Wiener Blätter melden, plant eine Interessentengruppe auf der Strecke Wien - Eisenstadt eine Hängebahn nach modernstem System zu bauen. Diese stellt eine Kombination von Eisenbahn und Flugzeug dar. An einem Seilsystem, das auf starken Eisensäulen ruht, gleitet der Waggon, der einem gestreckten Torpedo gleicht, durch Propeller angetrieben, dahin. Voraussichtlich werden rotierende Sternmotoren Verwendung finden, der Betriebsstoff aber soll Benzol sein. Selbstredend benötigt dieses Fahrzeug keine Tragflächen, wird aber an Geschwindigkeit, die im vorliegenden Projekt mit 360 Kilometer in der Stunde angegeben ist (?), sogar die gewöhnlichen, Passagierflugzeuge noch übertreffen.

Quelle: Natur und Kultur, April 1928, S. 150

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #20  
Alt 15.07.2005, 13:43
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Knochenhandel

Zwischen Egypten und England herrscht ein lebhafter Handel in Knochen. Das österreichische Schiff "Dub", welches dieser Tage aus Alexandrien in Aberdeen mit Knochen anlangte, die zur Befruchtung des Landes bestimmt sind, hatte in seiner Ladung außer Knochen, welche von Giraffen, Antilopen und sonstigen Thieren herstammten, auch viele vollständige menschliche Skelette, deren Ursprung leicht erklärt wird. Die Eingebornen im Sudan machen nämlich ein Geschäft daraus, die Gruben, in welchen die in den Schlachten im Sudan gefallenen englischen Soldaten begraben worden sind, ihres Inhalts zu berauben und die dort gesammelten Knochen, für welche in den Hafenstädten eine bedeutende Nachfrage besteht, werden Händlern übergeben, welche sie an europäische Kapitäne zum Düngen europäischer Felder verkaufen.

Quelle: Innsbrucker Nachrichten, 2. Juni 1888, S. 6

Wolfgang (SAGEN.at)
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