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  #51  
Alt 15.01.2013, 17:20
Benutzerbild von Elfie
Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Wirklich super! Vielleicht finden sich auch mal ein paar Spender für die benötigten Artikel, die regelmäßig was geben können, wie Firmen z.B., wie auch SOMA-Märkte zu ihren Waren kommen. Wenn auch nur die Verpackung von Clopapier einen kleinen Defekt hat, darf mans nicht mehr verkaufen, z. B. Da wird sehr viel entsorgt, was gut zu brauchen ist.
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  #52  
Alt 24.01.2013, 23:29
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Liebe Elfie, auch in diese Richtung hat sich bereits einiges ergeben, so hat mir zum Beispiel IKEA Haid zugesagt, ich könne mir am Samstag mindestens 10 Teppiche abholen kommen, die für die Flüchtlinge hergeschenkt werden (120x180 cm) oder die Firma RIESS aus Ybbsitz hat mir gestern 6 Kochtöpfe und 6 Pfannen geschenkt!
:-)
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  #53  
Alt 24.01.2013, 23:51
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

- für jede Firma eine !
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  #54  
Alt 24.01.2013, 23:58
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

das haben sie sich verdient, stimmt!
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  #55  
Alt 29.01.2013, 17:51
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Was dabei entstehen kann, wenn Flüchtlinge auf die Menschen treffen, die Warenspenden in den Schenkraum bringen, durfte ich heute hautnah miterleben. Ich hatte gerade Besuch von Frau Mariam aus Afghanistan. Sie ist mit ihren Kindern 2005 von dort nach Syrien geflüchtet. Sie hatte ein gutes Leben in Afghanistan, war gut situiert, hatte ein großes Haus, ihre Kinder besuchten gute Schulen, der Sohn war Ingenieur, die Tochter besuchte ein College. Nach der Flucht lebten sie in Syrien und begannen dort, sich ein neues Leben aufzubauen. Aber auch hier kam der Krieg und erneut musste Frau Mariam mit ihren Kindern flüchten. Nun leben sie hier in Opponitz in einem kleinen Zimmer und warten auf Abschiebung oder Bleiberecht. Die Decke fällt ihnen nach kurzer Zeit schon auf den Kopf. Sie besitzen nichts mehr. Frau Mariam war heute bei mir und ich schenkte ihr gerade gespendete Teppiche, Kaffeehäferl und Kleidung, als es an der Tür läutete und Bea, eine Frau die Warenspenden für den Schenkraum brachte, zu uns stieß.
Bea ist Waidhofnerin und begann spontan ein Gespräch mit Mariam. Diese wollte erzählen, wie sie hierhergekommen ist, brach aber dabei in Tränen aus und erzählte, sie ginge Nachts alleine durchs Dorf spazieren, damit die Kinder sie nicht weinen sehen und sie würde zu Gott beten, dass er ihr helfen solle. Bea bot Mariam dann spontan an, sie nächste Woche auf einen Ausflug mit zu nehmen, damit Mariam mal aus ihrem Zimmer raus komme, die Kinder dürften natürlich mitkommen und sie würde alle auf einen Kaffee einladen.
Mariam freute sich riesig und Bea half ihr dann noch die geschenkten Sachen runter zu tragen und fuhr sie zurück in die Pension.
DAS ist Schenkraum, so wie ich mir das erträumt hatte. Ein Ort der Begegnung, wo sich Schenkende und Beschenkte treffen und zusammen etwas auf die Beine stellen.

Was mir heute aber auch durch den Kopf ging: Menschen die reich waren und nun vor dem NICHTS stehen haben größere Probleme damit zu mir zu kommen, als solche, die ohnehin nie viel hatten.

Diese Frau sagte heute, sie würde sich schämen, zu mir kommen zu müssen und um Dinge betteln zu müssen. Da haben andere weit weniger Probleme damit als sie. Menschen die von Haus aus nie viel Besitz hatten, kommen leichter mit der Situation klar...
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  #56  
Alt 23.02.2013, 01:21
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Liebe Freunde, ihr seid die Ersten, die es erfahren....

Der Opponitzer „Schenkraum“ schließt seine Pforten.
Folgender Artikel geht morgen an alle regionalen Zeitungen:


Nach acht Jahren ehrenamtlichen Einsatzes für die Opponitzer Flüchtlingsfamilien, einigen Ehrungen sowie dem Erhalt des „Woman Awards“ und über einem Jahr „Schenkraum“ im eigenen Haus schließt Sonja Raab nun die Tür des Schenkraumes. „Ich habe es von Herzen gerne gemacht und habe durch meine Arbeit viele wunderbare Menschen kennen gelernt, jede Menge schöne Momente erlebt und vielen Menschen Freude bereiten können. Ich habe mir diese Arbeit selbst ausgesucht und ich habe sie gern gemacht. Ich merke aber jetzt, dass es mir nicht mehr gut tut“ so die Flüchtlingshelferin. „Es ist nicht die Arbeit an sich, sondern der stetige Druck, da sein zu müssen, die Erwartungshaltung, die Organisation, selbst wenn ich privat unterwegs war, wurde ich immer wieder gefragt, wann ich daheim bin, wann ich offen habe, wann man mir etwas bringen kann oder etwas abholen könne. Mails, Anrufe, die Haustürklingel, es gab kaum noch ruhige Momente. Alles andere rückte in den Hintergrund, mein Kopf stand nie still, weil ich ständig mit der Organisation von Warenspenden oder Terminen für Flüchtlinge oder Helfer beschäftigt war“, so Raab. Auch die Erkenntnis, dass oftmals Langeweile der Grund war, weshalb die Flüchtlingsfamilien zu ihr kamen, oder das Gefühl, ein Müllabladeplatz zu sein für Menschen, die anonym Müllsäcke voller Kleidung vor die Tür stellten, führten zu der Entscheidung, den Schenkraum zu schließen. „Ich werde sicher immer wieder kleinere Aktionen starten und z.B. Weihnachtsgeschenke organisieren oder Hilfe anbieten. Aber nicht mehr in diesem Ausmaß“ so Sonja. Bedanken möchte sich Raab bei allen Menschen die unermüdlich geholfen haben, Warenspenden aufzutreiben, Weihnachtsaktionen durchzuführen, oder Ausflüge zu organisieren. Die aktuelle Liste an gesuchten Warenspenden wird noch fertig bearbeitet, versprochene Warenannahmen selbstverständlich noch übernommen und weitergegeben. Natürlich ist jeder Einzelne der nun enttäuscht ist, aufgerufen, selbst einen Schenkraum ins Leben zu rufen und diese Sache weiter zu führen, an jedem Ort der Welt, wo es nötig ist. Die Homepage www.schenkraum.jimdo.com soll als Mahnmal bestehen bleiben und inspirierend wirken für alle, die helfen wollen und können.
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  #57  
Alt 23.02.2013, 01:33
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Joa Joa ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Zitat:
Zitat von Rabenweib Beitrag anzeigen
jeder Einzelne der nun enttäuscht ist,
ich bin keinesfalls enttäuscht und kann deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen!
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  #58  
Alt 23.02.2013, 08:21
klarad klarad ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Liebe Sonja,

ich kann das durchaus begreifen und mitfühlen, wie sehr Du emotional durch Deine Hilfsarbeit belastet warst und bist. Denn die Umgebung hat es Dir ja auch nicht immer leicht gemacht und Du hast sicher viele und große Widerstände zu überwinden gehabt und warst doch auch böswilligen Anfeindungen ausgesetzt. Ich bin aber sicher, dass Du weiter den Menschen, die es brauchen helfen wirst und wünsche Dir von ganzem Herzen alles, alles Gute !!
__________________
K.D.
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  #59  
Alt 23.02.2013, 10:43
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Ich kann mich Klaras Worten nur anschließen und wünsch dir Ruhe und Kraft, um Mittel und Wege zu finden, in einer für alle Beteilgten begückenden Form weiter helfen zu können. Alles Liebe!
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  #60  
Alt 23.02.2013, 18:27
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: SCHENK-Raum für Flüchtlingsfamilien

Liebe Sonja, so eine aufopferungsvolle ehrenamtliche Aufgabe kann einen
Menschen ziemlich "auffressen", vor allem, wenn er,wie Du, mir vollem
Einsatz und Herzblut tätig bist. Es wäre ja schön, wenn jemand vor Ort dies
weiterführen würde! Deinen Schritt kann ich verstehen, bevor die Familie
leidet und Du dich völlig ausgelaugt fühlst, mußt Du kürzertreten. Ich sende
Dir liebe Grüße! Ulrike
P.S. Ich arbeite auch schon 30 Jahre ehrenamtlich, allerdings weniger spektakulär! Möchte auch kürzertreten. Auf den Spruch: Du bist doch noch jung
-antworte ich neuerdings: ich habe jung angefangen (als unser
Sohn noch Windeln trug). Mit Unterstützung der Familie! Viele suchen sich
erst im Rentenalter etwas, damit ihnen "die Decke nicht auf den Kopf fällt"-
ist ja auch O.K.
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