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  #581  
Alt 30.04.2010, 12:19
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Standard AW: Ratespiel Ethnologische Fotos - volkskundliches Ratespiel

- Wow, wieder ging es beim Ratespiel um Sekunden!
Zeitgleich haben Dachstein und Harry das Rätsel gelöst!

Zu John Haswell zitiere ich Heinz Jankowsky, Österreichs große Erfinder. Ihr Leben, ihre Arbeiten, ihre Schicksale, Graz-Wien 2000.

"John Haswell
20. März 1812 bis 8.Juni 1897

Wenn man John Haswell in die Reihe der österreichischen Erfinder einreiht, so liegt der Grund darin, daß Haswell 1838 nach Wien kam, sein weiteres Leben in Österreich verbrachte und hier seine technologisch glanzvollen Erfindungen und Leistungen erbrachte.

John Haswell wurde in Lancefield bei Glasgow geboren und entstammte einer schottischen Familie. Nach dem Studium des Maschinenbaus wurde Haswell 1835 Maschinenkonstrukteur bei der Firma „William Fairbairn & Co".
1837 lernte Haswell den österreichischen Pionier des Eisenbahnbaus, Matthias von Schönerer, kennen. Dieser Matthias Ritter von Schönerer, der Vater des Politikers Georg von Schönerer, war mit 21 Jahren verantwortlicher Bauleiter der Pferdeeisenbahn Linz-Budweis geworden, nachdem sein Lehrer Franz Anton von Gerstner als Leiter des Baus zurückgetreten war. Die Pferdeeisenbahn Linz-Budweis war die erste Schieneneisenbahn auf dem Kontinent und wurde 1832 fertiggestellt.

Haswell erhielt den Auftrag, Pläne für die maschinelle Ausrüstung der Wien-Raaber Bahn auszuarbeiten, und im Jahre 1838 erfolgte dann die Auftragserteilung, diese Pläne in Wien umzusetzen. Haswell kam in diesem Jahr nach Wien, wurde Leiter der Wiener Hauptwerkstätte der Wien-Raaber Bahn und begann mit seinen Arbeiten. Rasch erhielt die Werkstätte der Wien-Raaber Bahn internationale Anerkennung als Lokomotiv- und Waggonbauanstalt.

Am 27. April 1840 konnte diese „Erste österreichische Lokomotiven-Bauanstalt" im Beisein von Erzherzog Johann feierlich eröffnet werden. Den Bruder des Kaisers findet man immer dort wieder, wo es um den technischen Fortschritt im damaligen Österreich ging. Dieser Erzherzog, einer der beiden geistig fähigeren Brüder von Kaiser Franz L, der besonders in der Steiermark tätig war und der auch heute noch als steirisches „Wahrzeichen" gilt, schuf durch Schenkungen das „Innerösterreichische Nationalmuseum", das heutige Joanneum in Graz, und gründete die Montanistische Hochschule, die in unserer Zeit besondere Weltgeltung hat. Ebenso ist seiner Initiative der Ausbau der modernen Landwirtschaft und der montanistischen Industrie in diesem Land zu verdanken.

Nach zehn Monaten Betrieb hatten 465 Mitarbeiter unter Haswells Leitung die erste Lokomotive und vier Tender, 68 acht-rädrige Personen- und 13 Frachtwagen sowie „zahlreiches Eisenbahn-Kleinmaterial" (darunter 13 hölzerne und 14 gußeiserne Drehscheiben) fertiggestellt.

1841 wurde die Fabrik als „K. k. Landesbefugte Maschinenfabrik" weitgehend selbständig. Als die Wien-Raaber Bahn, 1853 mit der Semmeringbahn verbunden, in den Staatsbesitz überging und 1855 die „K. k. private Staatseisenbahn" gegründet worden war, kam die Maschinenfabrik in deren Besitz. Die Leitung hatte jedoch bis zu seiner Pensionierung (1882) John Haswell inne. Ab 1843 lieferte diese Fabrik auch zahlreiche Werkzeugmaschinen, die Haswell entwickelte, wie hydraulische Pressen für die Papierfabrikation, Schraubenschneidemaschinen, Kräne und Dampfhämmer, die man „Haswell-Hämmer" nannte. 1847 wurde eine 80 PS starke Dampfmaschine aufgestellt und ihr Auspuffdampf für die Beheizung des anschließenden Werkzeugtrakts verwendet.

Bei dem Wettbewerb für eine Gebirgslokomotive für die Semmeringstrecke wurde in der „Haswellschen" Fabrik auch die Lokomotive „Vindobona" erzeugt, die aber beim Wettbewerb keinen Preis erhielt.

Haswell kann man als Begründer des selbständigen österreichischen Lokomotivenbaus bezeichnen, und auch auf dem Gebiet der Werkzeugtechnik war die Leistung Haswells bahnbrechend. 1870 konstruierte er eine hydraulische Schmiedepresse, die erste der Welt, die eine Umwälzung in der Schmiedetechnik zur Folge hatte. Die Haswell-Presse ermöglichte es der Schwerindustrie, Schmiedestücke von gewaltigem Ausmaß herzustellen. Sie war das Prunkstück im alten Technischen Museum in Wien. 1860 erhielt Haswell auch den ersten Auslandsauftrag. Bis 1862 wurden 85 Lokomotiven und 770 Waggons an das russische Zarenreich geliefert.

1873 verlieh Kaiser Franz Joseph I. Haswell das Ritterkreuz des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse, was automatisch die Nobilitierung mit sich brachte.

1882 zog sich Haswell nach fast 45jähriger Tätigkeit ins Privatleben zurück."

Das Foto zeigt die Haswell-Presse.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #582  
Alt 30.04.2010, 14:32
harry harry ist offline
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Gerne überlasse ich Dachstein die Lorbeeren des Sieges. Ich bin in den nächsten Tagen ohnehin unterwegs, sodass ich das Forum nicht so verfolgen kann.

PS.: Das Foto wurde heute gemacht, daher die Sekunden
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Harry
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  #583  
Alt 01.05.2010, 18:55
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Standard AW: Ratespiel Ethnologische Fotos - volkskundliches Ratespiel

Nun ein neues Rätsel, diesmal allerdings etwas schwieriger.

Was exakt bezeichnet ist auf dem Foto dokumentiert:




Wolfgang (SAGEN.at)
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  #584  
Alt 01.05.2010, 19:23
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Zitat:
Zitat von derstandard.at vom 25. April 2010
Tokio/Berlin - Sony stellt sich auf das endgültige Aus für die 3,5-Zoll Floppy Disk vulgo "Diskette" ein: Während die Produktion für viele Märkte bereits eingestellt wurde, will Sony sich mit März 2011 auch auf dem heimischen Markt in Japan zurückziehen. Das berichtet die japanische Tageszeitung Mainichi Daily mit Bezug auf Unternehmenskreise. Die erste 3,5-Zoll Floppy Disk wurde von Sony 1981 eingeführt und löste damals die verbreitete dünnere 5,25-Zoll-Variante, die seit den 70ern in Gebrauch war, ab. Ende der 90er-Jahre wurden noch mehr als zwei Milliarden Floppy Disks verkauft, heute ist es nur noch ein Bruchteil.
Ist das die Antwort?
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Harry
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  #585  
Alt 01.05.2010, 19:38
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Wolfgang (SAGEN.at)
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  #586  
Alt 02.05.2010, 19:15
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Ich meinte "natürlich" die 5 1/4 Diskette
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Harry
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  #587  
Alt 02.05.2010, 19:31
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Wolfgang (SAGEN.at)
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  #588  
Alt 03.05.2010, 08:52
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Frage AW: Ratespiel Ethnologische Fotos - volkskundliches Ratespiel

Also erstens ist die Diskette meiner Meinung nach nur lesbar gewesen - ihr fehlt der für den Schreibvorgang notwendige rechteckige Ausschnitt in der Seitenkante der Hülle. Somit dürfte es sich um einen nicht veränderbaren Disketten-Inhalt gehandelt haben, der entweder schon VOR dem Einschliessen in die Hülle auf die Diskette geschrieben wurde oder von einem Diskettenlaufwerk beschrieben wurde, bei dem die Schreibsperre abgeschaltet war!

Zum Zweiten sind drei "Durchbrüche" durch die Diskettenhülle sichtbar:

Der Mittlere, Kreisrunde ermöglichte den Zugriff mittels eines kegelförmigen Mitnehmers, der die Diskette aufgrund seiner Form auch gleich zentrierte, was für ein exaktes Abtasten der magnetischen Signale in den einzelnen Spuren unbedingt notwendig war. "Eiernde" Disketten wären undenkbar ...

Der untere, lange Schlitz erlaubte das Heranführen des Schreib-/Lesekopfes an die Magnetschicht, und das über den hier sichtbaren Lesebereich hin-und-herschieben. Jede einzelne Spur (Track) konnte so erreicht werden.

Die kleine kreisrunde Ausnehmung oberhalb des zentralen Loches diente zur Ermittlung der Ausgangsposition, der "0-stellung" der Diskette. Auf der Diskette selbst war nämlich ebenfalls ein kleines Loch, das diese 0-stellung darstellte: Bei rotierender Diskette konnte ein Lichtstrahl durch dieses Disketten-Loch treten wenn es das Hüllenloch passierte und so war die Nullstellung ermittelbar - ab dieser Position - vereinfacht dargestellt - der "erste" Datensatz jeder Spur gelesen!

Hm, die Erklärung ist etwas kompliziert - aber einfach war diese Konstruktion ja auch nicht ....

Tja,
"ob ich recht hab oder nicht
zeigt uns jetzt das Licht"
.... *ggg*

Lg Norbert
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  #589  
Alt 03.05.2010, 09:07
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Hallo Norbert,

das Raten ist noch nicht zu Ende...

Dass es sich um eine Diskette handelt, dürfte zweifellos klar sein.

Es handelt sich auch um eine ehemals ganz normal handelsübliche Diskette, nur welche?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #590  
Alt 03.05.2010, 09:14
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Zitat:
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Also erstens ist die Diskette meiner Meinung nach nur lesbar gewesen ...
hm ... jetzt lehn ich mich ziemlich weit raus:

Könnte es sich um eine Programmdiskette einer Software-Firma handeln?

Du hast zwar einiges am drübergeklebten Schildchen verdeckt, aber ich glaube vom Originalschildchen durchschimmernde Buchstaben ("LABU...", eine durchgestrichene Null, "M...") entziffern zu können, die auf eine Lagerbuchhaltungssoftware eines meiner ehemaligen Lieferanten in Salzburg hinweisen könnten ...

Wenn ja, dann ist es aber eine Entwickler-Diskette (wegen der Handschriftlichkeit) eines Programmierers, da auf den ausgelieferten Disketten das Schildchen bedruckt war ...

Aber vielleicht reim' ich hier und jetzt viel zu viel zusammen ....
LG Norbert
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