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  #1  
Alt 14.08.2010, 10:39
Benutzerbild von Hornarum48
Hornarum48 Hornarum48 ist offline
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Standard Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Vor vielen Jahren erhielt ich das hier abgebildete Weberschiffchen. Es stammt von einem Einschichthof des Oberrosenauerwaldes, Bezirk Zwettl (niederösterreichisches Waldviertel).
Das Objekt fällt vor allem wegen seiner Verzierung auf! Angeblich handelt es sich dabei um eine symbolische Darstellung des Männlichen und Weiblichen?

Weberschiffchen (Länge 21,3 cm) in Sammlung Prof. Hermann Maurer, Horn.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Scannen0049.jpg (49,4 KB, 19x aufgerufen)

Geändert von Hornarum48 (14.08.2010 um 18:40 Uhr)
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  #2  
Alt 15.08.2010, 00:51
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Das ist aber dann schon sehr alt, wenn es tatsächlich aus der Gegend stammt?
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  #3  
Alt 15.08.2010, 09:11
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Hornarum48 Hornarum48 ist offline
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Standard AW: Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Über das Alter kann ich nichts aussagen! Aber das Stück könnte ohne weiteres aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammen! Die archaisch wirkende Verzierung hat in dieser Gegend nicht viel zu sagen, hier wurde immer viel tradiert! Und dass die Weberei in diesem Teil des Waldviertels seit alters betrieben wurde, ist auch bekannt. Ob das Stück allerdings von einem Waldviertler Handwerker selbst geschnitzt wurde oder ob es durch den Handel seinerzeit in die Gegend gekommen ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls hab ich es von der "Freundschaft" erhalten. Die Weberei wurde in der Zwettler Gegend schon vor Jahrzehnten aufgegeben und daher wurde auch dieses Gerät nicht mehr benützt bzw. benötigt!
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  #4  
Alt 15.08.2010, 10:28
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Ich hab das eben der Verzierung wegen gemeint, denn gerade das Motiv dürfte hier aus einigen Gründen etwas unüblich gewesen sein. Die einfache Klarheit der Bilder haben sich wahrscheinlich auf Gebrauchsgegenständen immer angeboten. Ein schönes Stück.
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  #5  
Alt 15.08.2010, 22:46
MagaP MagaP ist offline
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Standard AW: Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Das sieht mir auch nach einem etwas älteren Exemplar aus (so um das 17./18. Jh.). Diese Weberschiffchen wurden hauptsächlich bei Handwebstühlen benutzt und diese wurden im 19.Jh. zunehmend von Webstühlen ersetzt, die mit Webschützen bedient worden sind.

Andererseits kommen noch heute solche Weberschiffchen- Exemplare in ärmeren Ländern vor, wo das Handwerk des Handwebens noch praktiziert wird. Also muss es nicht zwangsläufig alt sein.

Die Verzierung ist mir rätselhaft, jedoch sieht die untere Verzierung wie der Umriss eines Tierfells aus.
Vielleicht wurde dieses Weberschiffchen bei der Tierfellverarbeitung oder ähnlichem tierischem Textilhandwerk benutzt.

Andererseits wurden auch Tiermotive gewoben, vielleicht hat dies etwas damit zu tun.
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  #6  
Alt 16.08.2010, 18:51
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cerambyx cerambyx ist offline
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Standard AW: Ein Weberschiffchen aus dem Waldviertel

Hm,
hm hm ...

achwas, ich schreib einfach was ich mir denke:

In das Schiffchen ist ein Stab eingearbeitet, der einerseits in eine Bohrung eingesteckt zu sein scheint, am anderen Ende in einer Vertiefung liegt ... ich kenne die Bedienung dieses Weberschiffchen nicht - aber kann/muß dieser Stab aus der Vertiefung herausgehoben und sodann aus der Bohrung genommen werden?
Wenn ja, dann würde dies die Gefahr eines "Verhängens" beim Durchschuß in falscher Richtung bedeuten, wenn sich ein Faden verhängt und den Stab hochzerrt ...
DANN könnte die Verzierung auf eine geschmackvolle Art einfach die richtige Handhabungsrichtung andeuten: Vorne ist eine Pfeilspitze und hinten - mittels Tierfellsymbol mit dickem (Wildkatzen oder Waschbär? = Herkunftshinweis?) Schwanz unschwer das hintere Ende eines gefiederten Pfeils symbolisiert ...

Gute Idee? Schlechte Idee? ... jedenfalls praktische Idee ....

LieGrü
Norbert
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hausfleiß. hausindustrie, weben, zwettl

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