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Alt 04.08.2006, 20:26
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Standard Dornfinger-Spinne: durch Klimawandel bedrohen Tiere Österreich!

Derzeit sind die Notaufnahmen der Krankenhäuser von Menschen überfüllt, die sich vermeintlich von der Dornfinger-Spinne gebissen gefühlt glaubten. In allen Fällen entpuppte sich die Verletzung aber als harmloser Insektenstich. Dennoch sind im heurigen Sommer bereits mehrere Zwischenfälle mit der bis zu 15 Millimeter großen, braungelben Spinne aus der Steiermark, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gemeldet worden. Bisse des aus dem Mittelmeerraum stammenden Tieres sind schmerzhaft, aber nicht tödlich.

Selbst der Gemeindearzt von Ried im Traunkreis zählt zu den Opfern der Dornfinger-Spinne: Der Gemeindearzt wurde bereits am Mittwoch vergangener Woche von der Spinne gebissen. Er ist im Krankenstand, weil er kaum auf dem Bein stehen kann, in das er zunächst völlig unbemerkt gebissen wurde. Der Biss wirkte auf ihn wie eine Brennnessel, er habe ihn gar nicht realisiert und daher auch die Spinne nicht gesehen. Am nächsten Tag begann es mit einem roten Fleck am Unterschenkel, der schmerzte und am Tag darauf begann es mit der Abszessbildung. In der Mitte dieser Hautrötung kommt es zum Gewebsuntergang, das heißt die Haut wird dunkelviolett bis schwarz. Inzwischen ist dort ein nässendes Loch entstanden, wo sich Hautgewebe nach und nach abstößt.

Zusätzlich verbreiten sich durch den Klimawandel eine Reihe weiterer wesentlich giftigere Spinnenarten in Österreich, etwa die Kugelspinne (Steatoda Paikuleana), die bisher giftigste Spinne Österreichs. In den tiefen, wärmeren Lagen Österreichs sei sie sehr weit verbreitet, aber noch wenig bekannt. Die Kugelspinne ist nur zwei bis drei Zentimeter groß und lebt versteckt in Erdlöchern. Sie sieht einer Schwarzen Witwe sehr ähnlich - intensiv schwarz gefärbt mit einem orangen Querstreifen. Ein Biss der Kugelspinne kann Menschen gefährlich werden.

Noch unangenehmer könnte es werden, wenn sich die richtige Schwarze Witwe in Europa ansiedelt, wofür es erste Indizien gibt. So sei Australien von einer Art der Schwarzen Witwe in kürzester Zeit überschwemmt worden. Gerade in den Siedlungsbereichen sei die Spinne nun überall zu finden. Es gebe reihenweise Bissverletzungen und sogar Todesfälle.

Deshalb beobachten Biologen sehr sorgfältig die Zuwanderer aus anderen Ländern, die oft mit Schiffen in Häfen eingeschleppt werden. Denn sobald diese Arten einmal gelandet sind und sich etabliert haben, ist es chancenlos, sie wieder los zu werden.

Während viele Arten, wie etwa die harmlosen Riesenkrabbenspinnen oder die giftige Kammspinne, die etwa mit Bananenlieferungen ins Land kommen, in Österreich nicht überleben können, ist es etwa der Mauerspinne gelungen, sich in Österreich zu etablieren. Die winzigen Spinnen, sind zwar ungiftig, spinnen aber zu Hunderttausenden Hausfassaden richtiggehend ein.

Wird durch den Klimawandel nun die Natur den Menschen gefährlich? Wird neben Loch Ness in Schottland, den Quallen in Italien, den Gelsen in Wien und Niederösterreich, der Bäreninvasion in Tirol etc. das Leben der Menschen nun durch Tiere bedroht?

Quellen: ORF.at, 3.August 2006; ORF.at, 31. Juli 2006; OE1-ORF, 27.Juli 2006;

Wolfgang (SAGEN.at)
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