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  #51  
Alt 27.05.2012, 22:18
HaP HaP ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

So nun ist es soweit! In Giustino, in der Nähe von Madonna di Campiglio in der Provinz Trient, hat ein Bär einen Mann mit 2 Kindern angegriffen. Der Mann konnte nur mit Schlägen mit einem Stock den Bären abwehren. Ein ganzes Tal protestiert nun gegen das Projekt. Nachzulesen hier:

http://trentinocorrierealpi.gelocal....orso-1.5159882

Zitat: "La persona di Giustino che con i figli è stato inseguito dall’orso, e che l’ha preso a bastonate, è un ulteriore campanello d’allarme che ci conferma che quanto diciamo da anni è corretto: non aspettiamo la disgrazia perché qualcuno si faccia carico del problema. La colpa non è dell’orso, ma da chi ha voluto la reintroduzione."

Freie Übersetzung:
Die Person aus Giustino, welche mit den Kindern vom Bären gejagt wurde und die in mit Stockschlägen vertreiben konnte, ist ein weiteres Alarmsignal, welches bestätigt, was wir seit Jahren sagen: Wir warten nich mehr darauf, dass jemand sich dem Problem annimmt. Die Schuld trägt nicht der Bär, aber jene welche für die Einsiedlung sind.

Hier der Bericht zum Vorfall:
http://trentinocorrierealpi.gelocal....orso-1.5159528
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  #52  
Alt 03.06.2012, 20:34
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baru baru ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Auf der "Bärenseite" des Trentino(http://www.orso.provincia.tn.it/novita/pagina152.html ) kann man nun den richtigen Sachverhalt nachlesen.
Vor den Untersuchungen des Vorfalls stand schon fest, dass es sich bei den "Kindern" um die 21 und 23 Jahre alten Söhne des Mannes gehandelt hat.

Der Bär war die Bärin Daniza, die von 2 nur einige Monate alten Bärenjungen begleitet wird. Der sog. Angriff war ein Manöver, um die Menschen quasi zu verjagen und sie von ihren Jungen fernzuhalten.
Nach den Daten aus dem Funk-Halsband konnte die genaue Zeit und der Ort festgestellt werden - und da fand man neben Danizas Spuren auch zahlreiche der Jungen.

Für die Medien ist sowas natürlich ein gefundenes Fressen, in der Aufregung kommt bei der Schilderung event. noch ein wenig Jägerlatein dazu.
Und schließlich macht die Lega Nord noch ein Wahlkampfthema daraus, wohl um an die Stimmen der Bärengegner zu kommen.

Von M13, der in der Schweiz von der Bahn angefahren wurde, hat man nichts mehr gehört, seit 5.Mai ist er spurlos verschwunden....
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #53  
Alt 03.06.2012, 21:38
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Standard AW: Bären im Ultental

Nun gut, dass die Kinder gar nicht mehr so klein waren, und der Angriff ein so genanntes Manöver war, ist eines. Wenn ein ausgewachsener Bär 3 Menschen so nahe kommt, dass sie ihn, zur Verteidigung, mit einem Wanderstock schlagen können und müßen, ist dies mehr als bedenklich.
Im Prinzip ist es sch... egal, ob die Bärin Jungen hat oder nicht, eine solche Begegnung sind nicht tollerierbar, zumal sie unweit von Häusern geschah.

Dass diese Situation politisch ausgenutzt wird, ist natürlich NICHT ok!

Der Bär M13 hat doch einen Sender, da sollte die Position doch leicht zu bestimmen sein, zumindest die letzte.
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  #54  
Alt 04.06.2012, 14:01
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Zitat:
Zitat von baru Beitrag anzeigen
Für die Medien ist sowas natürlich ein gefundenes Fressen, in der Aufregung kommt bei der Schilderung event. noch ein wenig Jägerlatein dazu.
Vermutlich warten nicht nur bestimmte Medien drauf, dass endlich etwas Ernsthaftes passiert - die Medien verdienen wenigstens damit. Und andere? Angst? Ein Jäger, der endlich schießen oder einer der einfach nur mal Recht haben will?
Eine traurige Sache, die dem Projekt kaum eine Chance lässt.

Geändert von Elfie (04.06.2012 um 15:10 Uhr)
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  #55  
Alt 04.06.2012, 15:31
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Standard AW: Bären im Ultental

Hallo Elfie,
ich denke, das Projekt hatte seine Chance.
Die Bären sind ja nun schon einige Jahre unterwegs und anfänglich hielten sich die "Störungen" auch in Grenzen.
Das Problem ist nur, dass die Bären sich langsam an die Menschen gewöhnen und ihre Scheu verlieren. Dies ist ja auch verständlich und natürlich. Wenn die Bären merken, in der Nähe von Menschen gibt es Futter (Bienenstöcke, Schafe oder Mülleimer) und vom Menschen geht keine Gefahr aus, verlieren diese Ihre Scheu.
In Anfangszeiten dieses Projektes waren die Bären nur Nachts aktiv und haben vereinzelt Bienenstöcke geplündert und Schafe gerissen. Später konnte man die Tiere auch tagsüber sehen, aber immer nur aus der Ferne.
Im Herbst 2011 hat der Bär M13 dann aber seine Scheu nahezu ganz verloren.
Er ging auf einen Jäger mit Hund zu und ließ sich nur durch einen Schuß in die Luft vertreiben. Er riss in unmittelbarer Nähe (200m) zu Häusern innerhalb 2 Nächten 7 Schafe. Er war am hellichten Vormittag unweit (500m) eines Dorfes auf einem Wanderweg unterwegs. Diesen Frühjahr ist er einer Wandererin nachgelaufen und ließ sich nur durch deren Rucksack ablenken. Am nächsten Tag ging er einem anderen Wanderer entgegen. Er fischte Forellen im Teich neben einem Haus...
Die letzte Begengnung in Trient ist nun mittlerweile der Gipfel. Ein anderer Bär näherte sich 3 Personen bei Helligkeit und nahe einer Ortschaft soweit, dass sie Ihn mit einem Stock schlagen bzw. berühren konnten/mußten.

Sicherlich wird viel Polemik mit und um die Tiere gemacht und sie werden auch für Spielchen missbraucht.

Tatsache ist aber auch, dass in den betroffenen Gebieten Angst zirkuliert!
Nicht zu vergessen, es sind ländliche Gegenden, ohne Straßenlaternen mit vielen Straßen und Wegen im Wald.
Die Kinder unserer Nachbarin müssen beispielsweise am Morgen noch bei Dunkelheit die Strasse entlanglaufen, welche der Bär in den beiden Schafreißnächten überquert haben muss. Dass diese Kinder Angst haben ist klar. Natürlich kann man sie nun auch mit dem Auto fahren ...
Meine Schwester läuft gerne nach der Arbeit zur Entspannung durch die Wälder. Nur verläuft ihre Lieblingsrute genau über den Wanderweg, auf welchem die Frau vom Bären verfolgt wurde. Natürlich hat auch sie jetzt Angst! Klar, sie kann auch andere Wege benutzen oder zu Hause bleiben ...
Meine Eltern haben ein Haus mit Zimmervermietung. Ein Ehepaar kommt schon sein 10-15 Jahren zu uns. 1x im Winter zum Skifahren, 1x im Herbst zum Wandern. Nach den Berichten haben sie schon angekündigt Ihren Wanderurlaub in ein anderes Gebiet zu verlegen. Diesen Herbst waren sie nicht da, als Grund haben Sie Terminprobleme angegeben. War das der wahre Grund?
Ein andere Gast kommt mit Bahn und Bus und läuft abends 1 km ins nahegelegene Restaurant zum Essen. Auch er weiß natürlich um das Bärenproblem und Ihm ist auch mulmig zumute, wenn er nachts den Weg entlangläuft. Wird unser Haus für Ihn auf Dauer uninteressant? Sucht er sich eine anderes Quartier, welches Halbpension anbietet, damit er nicht ausser Haus essen muss?
Meine Eltern haben Angst um Ihre Existenz, wenn sich immer mehr Gäste so verhalten. Diese kommen nunmal zum wandern zu uns.

Liebe Leser, Ihr könnt mir glauben, dass im Tal wirkliche ANGST herrscht. Zur Zeit etwas weniger, da ja kein auffälliges Tier hier zirkuliert. Wenn aber die Schafe wieder auf den Bergen sind und die Bären wieder aktiv werden, ist die Angst wieder da und groß!

Geändert von HaP (04.06.2012 um 19:00 Uhr)
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  #56  
Alt 10.06.2012, 10:06
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Standard AW: Bären im Ultental

Wieder ein Unfall mit einem Bären:
http://www.bild.de/news/ausland/verk...7248.bild.html
Zum Glück keine Verletzten, Bär leider tot.
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  #57  
Alt 10.06.2012, 10:25
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Hab ich auch gelesen.
Jeder Unfall ist tragisch und Wildunfälle gibts auch ohne Bären.
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  #58  
Alt 11.06.2012, 23:03
HaP HaP ist offline
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Standard AW: Bären im Ultental

Ja, Wildunfälle passieren.
Aber nicht mit solch schweren Tieren auf der MeBo (bis 110Km/h). War ja schon der 2. Unfall auf dieser Straße. Vor einigen Jahren wurde schon mal ein Bär dort angefahren.
Sonst sind mir keine Unfälle mit großen Wildtieren auf dieser Straße bekannt.
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  #59  
Alt 03.07.2012, 14:38
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Standard AW: Bären im Ultental

Zitat:
Zitat von HaP Beitrag anzeigen
Ja, Wildunfälle passieren.
Aber nicht mit solch schweren Tieren auf der MeBo (bis 110Km/h). War ja schon der 2. Unfall auf dieser Straße. Vor einigen Jahren wurde schon mal ein Bär dort angefahren.
Sonst sind mir keine Unfälle mit großen Wildtieren auf dieser Straße bekannt.
Inzwischen weiß man, dass der Bär der M 12 war, der sich kurz auch in Nordtirol in der Nauderer Gegend aufgehalten hat. Im April wurde sein Bruder M 14 in Waidbruck überfahren.

Der Dritte im Bunde, der M 13 hat nun im Val Müstair wieder einen Sender bekommen; den Zusammenstoß mit der Schweizer Bahn hat er schadlos überstanden.
Quelle: http://www.stol.it/Artikel/Chronik-i...-wieder-Sender
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  #60  
Alt 10.07.2012, 23:29
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Standard AW: Bären im Ultental

Hier ein erstaunliches Video von der Bärenpopulation im Juni im Rendena-Tal in Trient. Es handelt sich um die Bärin "Danzia", die gerade ihren beiden Jungen Milch gibt.

Wolfgang (SAGEN.at)
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berichterstattung, bären, fotos, mendelgebiet, orf, orf-tirol, population, südtirol, trentino, trient, ultental

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