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  #1  
Alt 11.06.2006, 00:17
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard JJ1 - ein Bär in Tirol

Seit einigen Wochen wird in Westösterreich ein Bär beobachtet. Nachdem der Bär in Westösterreich von der Bevölkerung und den Medien alias "Bruno" freundlich betrachtet wurde, wurde ihm nach einem Kurzbesuch in Bayern gleich mit einer Abschusserlaubnis begegnet.

Seit heute versucht eine finnische Bärenhundestaffel den Bären in Tirol einzukreisen und mit einem Narkosegewehr zu betäuben.

Was ist Eure Meinung zu Bären in den Alpen?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #2  
Alt 11.06.2006, 00:19
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Bären fressen gelegentlich ein Schaf, Honigwaben oder Kannichen und leeren Mistkübel aus - es ist mir in den Alpen kein Zwischenfall zwischen Mensch und Bär bekannt, auch nicht in der historischen Literatur.

Oder irre ich mich da?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #3  
Alt 11.06.2006, 11:18
Lisa Lisa ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Ich bin wirklich traurig über das, welche Panik so ein Bär gleich wieder auslöst. Es könnte natürlich sein, in Anbetracht der dichten Besiedelung, dass ein Zusammentreffen Mensch/Bär nicht auszuschließen ist. Aber...

Es scheinen uralte Ängste aufzubrechen.

Man kann Bruno nur Glück wünschen

Lisa
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  #4  
Alt 11.06.2006, 14:03
Benutzerbild von Wassermann
Wassermann Wassermann ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

In Rümanien sind Bären alltäglich und sie plündern hier am hellen Tag die Müllcontainer in den Vororten. Kinder nähern sich den Bären bis auf wenige Meter, ohne dass bisher etwas passiert ist. Die Schäfer haben sich auf die Bären eingestellt. Ihre Herden in den Bergen werden von entsprchend großen und mutigen Hirtenhunden bewacht. Vor Menschen haben die Bären grundsätzlich Respekt und sie gehen ihnen aus dem Weg.

In Bayernland ist wegen einem einzigen Tier die Panik ausgebrochen. Ich fürchte hier siegt, wie so oft, die Dummheit.

Warum verbietet man das Auto nicht. Es fordert jährlich zigtausend Tote?

Klaus
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  #5  
Alt 12.06.2006, 08:37
Benutzerbild von Oksana
Oksana Oksana ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Es wurde ein Bär in den Alpen gefunden und gleich will man ihn töten? Oder habe ich das falsch verstanden? Wenn doch richtig – der arme Bär tut mir sehr leid.

Zitat:
Seit heute versucht eine finnische Bärenhundestaffel den Bären in Tirol einzukreisen und mit einem Narkosegewehr zu betäuben
Warum konnte man ihn nicht in den Wald transportieren und da frei lassen? Bei uns sind viele Bären im Wald, aber es wäre undenkbar, dass wir Menschen sie beim Entdecken töten würden, aus Angst, dass sie dann vielleicht irgendwann einem Menschen bei Pilzessuchen etwas antun könnten
Voriges Jahr im Sommer wurde bei uns in Archangelsk an einem Tage auf der Uferstrasse ein toter Bär gefunden. Niemand konnte sagen, wie er da erschien. Es gab viele Menschen, die Mitleid mit ihm hatten. Ich bin sicher, wenn ein Bär irgendwie aus dem Wald nach Archangelsk kommen würde, wäre er nicht getötet, sondern wieder in den Wald gebracht.
Doch ganz sicher bin ich vielleicht doch nicht, dumme Menschen gibt es überall...
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  #6  
Alt 12.06.2006, 09:17
Lisa Lisa ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Hallo Oksana,

das mit dem Wald ist wahrscheinlich das Problem... bei uns gibt es keine großen Waldgebiete, die nicht besiedelt sind.

Als erstes hat ihn gleich ein bayerischer Minister zum Abschuss freigegeben (der Bär hat ein paar Schafe getötet). Bayerische Politiker demonstrieren gerne, dass die Bewohner Bayerns absolut beschützt werden.

Auch der WWF fand erst, der Bär müsse geschossen werden!

Die Bevölkerung UND die Jäger (wer hätte das gedacht) zeigten allerdings soviel Zuneigung zum Bären, dass nun eben Spezialeinheiten anrücken sollen, den Bären betäuben und andernorts wieder aussetzen. Ich finds schad, allerdings ist es hier für einen Bären eben wohl ohnehin nicht besonders schön. Dicht besiedelt, Straßen über Straßen...

Liebe Grüße von
Lisa
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  #7  
Alt 26.06.2006, 13:20
basicus basicus ist offline
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Böse AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

tja es ist ihnen gelungen den Unmenschen Mensch Bruno wurde erschossen von Constantin THUN mit einem Kopfschuss. Er sollte sich schämen der Jägersmann
Ist ja schon interessant: Wochenlang jagt man ihn und findet ihn nicht, dann als die Abschussfreigabe kommt hat man ihn in 2 3 stunden.
Jedoch war die Abschussfreigabe ab Montag nur für Tirol er wurde aber in Bayern erschossen. Da gilt die Freigabe erst ab Dienstag also ein klarer Gesetzesverstoss
vielleicht könnt ihr Leser helfen und schreibt jede Oranisation an die den "wackeren Jäger" verklagen kann ich mache was ich kann und meine finger sind schon wund

Das sind wir der "Sagengestalt Bär" und und "Bruno" schuldig

gruss aus Wien
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  #8  
Alt 26.06.2006, 16:02
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baru baru ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Bayern hat einen neuen "Wildschütz Jennewein" - in einem Land, in dem Wildern zur Kultur gehört und Wilderer Nationalheilige sind, war wohl nichts Besseres zu erwarten.
Dazu kommt noch der Schussneid: Seit der Bär auch in Tirol zum Abschuss freigegeben war, mussten sich die Bayern schon beeilen, nicht dass das Objekt der Begierde wieder nach Tirol wechselt! Wär doch schad drum!

Es ist einfach zum Kotzen!
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #9  
Alt 26.06.2006, 19:55
dolasilla dolasilla ist offline
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Standard AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Irgendwie find ichs ja schon komisch - einerseits gibts Anstrengungen, ehemals heimische, mittlerweiler aber halt nimmer heimische Wildtiere wieder anzusiedeln - und wenn dann tatsächlich mal eins kommt, dann ist es doch nicht sooo erwünscht.

Gabs da nicht vor ein paar Jahren ähnliches mit einem Bären, der in der Gegend von Mariazell unterwegs war? Der wurde meiner Erinnerung nach auch abgeschossen.

Ich bin ja keine Bärenexpertin - aber dass Bären Schafe reißen und Bienenstöcke ausräumen, scheint mir doch ziemlich "bärentypisch" zu sein, und kein sogenanntes "Problemverhalten".

Aber vielleicht redet's sich für eine Stadtbewohnerin wie mich, der keine Schafe oder Hendln vom Bär erlegt wurden, ja auch leichter, weil nicht betroffen...

Schade find ich's allemal!

Anbei noch ein paar Fotos vom Bärengässchen in Salzburg:
Das Bärengässchen führt übrigenes diretissima zur Ursula-Kirche - so ein "Zufall" aber auch
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  #10  
Alt 26.06.2006, 20:39
Benutzerbild von cerambyx
cerambyx cerambyx ist offline
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Ausrufezeichen AW: JJ1 - ein Bär in Tirol

Hallo Dolasilla,
das Ganze liegt daran, daß EINE Gruppe die Anstrengungen der Wiederansiedlung unternimmt und zu diesem Zeitpunkt Politik und andere Interessensgruppen nichts dagegen hat, die Umweltschutzgruppen dann meinen, sie seien "dafür" gewonnen. Sobald dann der "Fall der Fälle" eintritt, erweist sich aber die +Lobby als zu schwach, um gegen die -Lobby aufzutreten! Warum? Weil die Aufbauarbeit Knochenarbeit ist, das "Dagegensein" aber Stimmung/Stimmen/Umsätze/Leitartikel bringt .... Naja, und ein Bär ist und bleibt ein Risiko für den, der ihn trifft und den Umgang nicht "gewohnt" ist.

Mein (ätzendes) Beispiel in der Diskussion: Werden Geisterfahrer jetzt auch "abgeschossen"? Immerhin fühle ich mich da echt gefährdet .....
Mein persönlicher pragmatischer Zugang zu der Materie: Bruno (ich hasse die Herabwürdigung auf das GenKürzel JJ1!!!) hat geholfen zu zeigen, daß die "stillen" Bären kein Problem sind - und hat mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß mit Bären zu rechnen ist...

Die Überlegung ist richtig, daß Schafe und Honig in den Speiseplan des Bären passen - rechnet man aber dazu die dauernde Hatz, hat er natürlich kaum Zeit gehabt, "wirklich normal" Nahrung zu beschaffen. Also da war wirklich viel "menschgemachtes Problem" dabei ....

Etwas, was mir dabei am Herzen liegt als echtes Problem: Ich persönlich glaube, daß ein politisch Verantwortlicher gar nicht entscheiden kann, was "Bärentypisch" ist - so schnell liest man sich in die Materie nicht ein. Aber viel schlimmer finde ich, daß die Verantworltichen auch gar nicht in der Lage sind, abzuschätzen, WER ihnen die RICHTIGE Information gibt. Denn die "Interessensvertreter" der oben genannten -Lobby haben nunmal meist die "größere politische Nähe" = politisches (Presse)Gewicht ... ich würd mich freuen wenn ich mich täusche!

Ich glaube, mit dem Mariazeller Bären meinst Du den legendären "Nurmi" der bei uns in OÖ schließlich als "Problembär" der Medialen Hetze erliegen mußte. Auch er war als "Weitwanderer" bekannt. Inzwischen ist bei uns aber - auch durch den Einsatz der Bärenanwälte - Ruhe und auch die (meisten) Jäger sehen gelassen die Bärenspuren (und sogar den Luchs) in den Revieren ... hoffe ich jedenfalls ;-)

Liebe Grüße aus dem Steyrtal
Norbert
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