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  #1  
Alt 11.11.2007, 00:57
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Standard Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Auf Grund vieler Anfragen möchten wir die Dokumentationen zum Thema
"Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur"
ausbauen.

Das kann nur durch Eure Mithilfe ganz gut gelingen:

wer etwa Fotos von Bergwerken hat, das kann ja oft ganz nebenbei gelingen, dass man an einem Bergwerk, Mundloch oder Bergwerksindustrie vorbeikommt, beim Bergwandern findet etc. ist eingeladen, mit Fotos beizutragen. Schön wären Bergwerksfotos in der Fotogalerie oder per Email.

Weiters suchen wir jegliche Art von Texten zum Thema Bergbau. Wir können aus urheberrechtlichen Gründen nur eher alte Texte veröffentlichen. Wir benötigen für neuere Texte die Zustimmung des Autors oder der Nachfahren ("Opa hat einen Text geschrieben").

Und hier an dieser Stelle im Forum würden wir uns über spontane Dinge, was auch immer zum Thema Bergbau kommen mag, freuen.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #2  
Alt 15.11.2007, 19:06
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Lächeln AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Dieses Thema finde ich sehr interessant! Ich wohne ja in nächster Nachbarschaft zum Ruhrgebiet, früher geprägt vom Bergbau. Es
gibt viele Sagen zum Bergbau, werde verstärkt danach "Ausschau"
halten. - Leider kann ich noch keine Fotos versenden. In vielen alten
Zechengebäuden finden heuer z.B. Kulturveranstaltungen statt. Zum
Glück wird nicht alles abgerissen, teilweise hat der Denkmalschutz neue
Nutzung gefunden, Museum und Gastronomie u.a. Den "Kumpel vor Ort"
haben wir praktisch nicht mehr. Die Zeit der Fördertürme ist vorbei, hohe
Schlote (Schornsteine) wurden gesprengt. Die ganze Landschaft bekommt
ein anderes Gesicht. Die großen Halden sind teilweise parkähnlich gestaltet
d.h. begrünt worden. Es gibt viele Bergsenkungsgebiete, d.h. immer wieder
mal bricht irgendwo plötzlich die Erde durch Untertagebewegungen auf,
Menschen haben Einbrüche auf ihren Grundstücken oder Risse im Mauerwerk
ihrer Häuser. Es ist ja ähnlich einem Erdbeben! Bin gespannt auf Berichte aus
anderen Regionen (bei uns geht es übrigens um Steinkohleabbau, wahrscheinlich
meint ihr mit der Dokumentation Bergbau überhaupt?). Noch eine Frage:
die Hl. Barbara als Schutzheilige ist mir bekannt, war im Osten nicht auch die
Hl. Anna "zuständig"? Der Mädchenname Barbara war hier übrigens sehr
beliebt und verbreitet. Nun viele Grüße von Ulrike
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  #3  
Alt 20.05.2008, 10:37
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cerambyx cerambyx ist offline
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Ausrufezeichen AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Zu den bei uns im Nationalpark O.ö. Kalkalpen existent gewesenen Bergwerken haben wir einige Untersuchungen angestellt die ich auf unserer Nationalpark Homepage veröffentlicht habe.

Außerdem hab ich spannende Details in den Heimatblättern entdeckt, die durch dieselben Untersuchungen initiiert wurden .. (siehe dazu auch Fotogalerie).

Liebe Grüße aus dem bergwerklichen Steyrtal
Norbert
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  #4  
Alt 20.05.2008, 12:59
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Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Hallo Norbert,

zum Bauxitbergbau Unterlaussa schreibt Josef Weichenberger:

Zitat:
Eine Besonderheit war die 13,5 km lange Materialseilbahn zwischen dem Bergbaugebiet und der Bahnverladestation beim Bahnhof Weißenbach St. Gallen. Die Materialseilbahn galt als die längste Europas.
Weiß man, wer der Hersteller der Materialseilbahn war?
Wenn diese Bahn in den 1920er Jahren errichtet wurde, wäre die Firma "Adolf Bleichert & Co" aus Leipzig sehr wahrscheinlich.
Kannst Du das feststellen?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #5  
Alt 28.05.2008, 14:42
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mina mina ist offline
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Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

zum öblarner kupferweg ...

führungen zwischen 1. juni und 30. september möglich ... es wird der öblarner steinkeller gezeigt, eine fahrt mit dem planenwagen, besichtigung der schmelzöfen und des thattäusstollens ... dauer der führung 4 bis 5 stunden ...

anbei die informationsbroschüre
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Scannen0002.jpg (364,8 KB, 5x aufgerufen)
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  #6  
Alt 29.05.2008, 19:55
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Idee AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Zitat:
Zitat von SAGEN.at
Weiß man, wer der Hersteller der Materialseilbahn war?
Wenn diese Bahn in den 1920er Jahren errichtet wurde, wäre die Firma "Adolf Bleichert & Co" aus Leipzig sehr wahrscheinlich.
Kannst Du das feststellen?

Wolfgang (SAGEN.at)
Meines Wissens existieren sogar noch Teile (Räder) mit Prägung ev. Hersteller? Werd' mich darum kümmern !!

Ich glaube auch einmal diesbezügliche GIS-Karten angefertigt zu haben - die werde ich auch ausgraben und auf Google-Earth umlegen ... könnte schon nächste Woche klappen, da ich ohnehin gerade geschichtliche Daten zusammentrage ....

Liebe Grüße aus'm hitzigen Steyrtal
Norbert
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  #7  
Alt 07.09.2008, 00:23
harry harry ist offline
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Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Auf der ORF- Nachrichtenseite lese ich gerade unter dem Titel:
Bergwerks-Renovierung - Bundesforste wollen Geld von Freiwilligen:

Nicht nur gratis arbeiten, sondern dafür auch noch bezahlen: Das sollen freiwillige Helfer aus Tösens und Pfunds. Die Freiwilligen wollen eine alte Bergwerksanlage vor dem Zerfall retten. Die Bundesforste möchten Geld dafür sehen ... Im Bergwerk Platzertal hoch über Tösens wurden bereits im 16. Jahrhundert Zink, Blei und Silber abgebaut. Doch seit gut 100 Jahren zerfällt die historische Anlage zusehends. Die Einheimischen wollen unentgeltlich ein Stück regionaler Geschichte bewahren, doch der Besitzer Bundesforste will Geld dafür sehen...

Der komplette Bericht ist unter http://tirol.orf.at/stories/305596/ zu lesen.

Da ich Pressemeldungen gegenüber recht skeptisch bin und auch die Argumente der Bundesforste nicht kenne, möchte ich nicht vorschnell urteilen. Wenn das aber stimmt, dann ist es schon starker Tobak.
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Harry
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  #8  
Alt 11.11.2008, 14:18
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Idee AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Zitat:
Zitat von SAGEN.at Beitrag anzeigen
Hallo Norbert,

Weiß man, wer der Hersteller der Materialseilbahn war?
Wenn diese Bahn in den 1920er Jahren errichtet wurde, wäre die Firma "Adolf Bleichert & Co" aus Leipzig sehr wahrscheinlich.
Kannst Du das feststellen?

Wolfgang (SAGEN.at)
Hallo Wolfgang!

Sagte ich damals nicht so ähnlich wie: "...nächste Woche ???" ....

Na, endlich komme ich überhaupt wieder zu "Historischem" .... war ein bissl stressig die Zeit über! anschließend gleich ein Zitat aus einer Untersuchung des Bergbaus in unserem Nationalpark Gebiet, die ich gerade bearbeite - das wird Dich sicher interessieren:

Zitat aus: Der einstige Bergbau im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen; Weichenberger Josef; Linz 1997

Die Materialseilbahn

Der Transport des Erzes vom Bauxit-Bergbaugebiet Unterlaussa zur Bahnstation Weißenbach bei St. Gallen erfolgte mittesl Materialseilbahn. Der Bau dieser Seilbahn wurde am 17. März 1943 genehmigt und 17 Monate später (am 29. August 1944) die Betriebsbewilligung erteilt.

Die Seilbahn wurde von der Firma Bleichert-Transportanalagen GmbH in Leipzig nach dem System "Zenith" (Zenitkupplung) ausgeführt und war in 3 Sektionen gegliedert. Die Sektion I und II wurden gemeinsam von der A-Station in Unterlaussa (Drehstrommotor Schleifring 64 kW, 975 UpM, mit zweistufigem Getriebe 80/320 UpM), die Sektion III von der K-Station aus (Drehstrommotor Schleifring 44 kW, 975 UpM) angetrieben.
Die Angaben über die Länge der Seilbahn schwanken zwischen 13,1 und 14 km, in der Bevölkerung von Unterlaussa wird auch von 18 km Länge gesprochen, wobei man möglicherweise sämtliche Hilfsseilbahnen mitgerechnet hat.

Die Leistung der Seilbahn war bei 1,2 m/s Seilgeschwindigkeit, 150 m Wagenabstand (alle 125 Sekunden ein Wagen) und 850 kg Nutzlast mit rund 20 t/h sehr gering. Eine Erhöhung der Leistung etwa durch größere Geschwindigkeit und/oder dichtere Wagenfolge war wegen der Holzstützen nicht möglich.

Die Materialseilbahn führte als Zubringerbahn von der Kopfstation (K-Station) und zugleich Beladestation des Rebiers Gräser über die Winkelstation (W-Station), wo das Erz des Revieres Prefing geladen wurde, zur Beladestaion für das Revier Sonnberg, der sogenannten Zentralstation (Z-Station) in Weißwasser. Die eigentliche Hauptseilbahn ging von Weißwasser über die unbemannten Spannstationen S-I, S-II und S-III zur Antriebsstaion (A-Station) in Unterlaussa, weiter über die Spannstation S-IV und S-V und der gleichfalls unbemannten Winkelstation am Hocheck zur Endstaiton (E-Station) beim Bahnhof Weißenbach/St. Gallen.
Der Seilbahnbetrieb war im allgemeinen so eingeteilt, daß in der Woche an 3 Tagen gefahren und an 2 Tagen repariert wurde.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Bau der Seilbahn im Kriegsjahr 1944 war vor allem die Kürze der Bauzeit gegenüber einer Schmalspurbahn (wie sie die Bundesforste dann 6 Jahre später für sich bauten) oder gar die Errichtung einer Straße. 1951, als die Seilbahnstützen zu erneuern waren, verhandelte man intensiv mit den Bundesforsten wegen der Mitbenützung der Waldbahn. Es waren aber die Forderungen so hoch, daß man darauf wegen der notwendigen zusätzlichen Investitionen nicht einging. Also wurden bei der Seilbahn von 1952 bis 1956 sämtliche Stützen in Lärchenholz erneuert (bis auf die zwei Eisenstützen). Die Erneuerung der Zugseiel von der Z- bis zur K-Staiton (2,3 km) erfolgte im Juni 1958, von der E- bis zur A-Station (6 km) im August 1960, von der A- bis zur Z-Station (5,7 km) im März 1961.

------------

So, das wärs fürs Erste ;-)

Liebe Grüße aus dem Steyrtal
Norbert
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  #9  
Alt 11.11.2008, 23:01
Dachstein Dachstein ist offline
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Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Zitat:
Der einstige Bergbau im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen; Weichenberger Josef; Linz 1997
Könntest du mir die ISBN Nummer des Buches verraten?

MFG Dachstein
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  #10  
Alt 12.10.2009, 22:34
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maex maex ist offline
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Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Zitat:
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Hallo Norbert,

zum Bauxitbergbau Unterlaussa schreibt Josef Weichenberger:



Weiß man, wer der Hersteller der Materialseilbahn war?
Wenn diese Bahn in den 1920er Jahren errichtet wurde, wäre die Firma "Adolf Bleichert & Co" aus Leipzig sehr wahrscheinlich.
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Wolfgang (SAGEN.at)
Die erste Seilbahn aus dem Reichraminger Hintergebirge heraus, war von der Firma WAGNER BIRO. LG Markus
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