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  #1  
Alt 02.02.2015, 14:54
Jutta Jutta ist offline
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Frage Moderne Scheidungsbräuche

Ich war mit jetzt nicht sicher, ob ich das hier schreiben soll, aber es ging in einem Themenbereich um Moderne Hochzeitsbräuche.
Kann man das jetzt als modernen Scheidungsbrauch bezeichnen? http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-950375.html

Es gibt scheinbar nichts, was es nicht gibt. Mir sind gewisse Hochzeitsbräuche schon fremd, ich kann damit absolut nichts anfangen kann, aber wie man darauf kommt, Scheidungspartys zu feiern, das verstehe ich erst jetzt nicht. Wart ihr schon mal auf einer Scheidungsparty, kennt ihr jemanden, der eine gefeiert hat, was denkt ihr darüber? Ach ja: der Trend kommt aus den USA!
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  #2  
Alt 02.02.2015, 15:16
Babel Babel ist offline
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Beiträge: 7.974
Standard AW: Moderne Scheidungsbräuche

Zitat:
Zitat von Jutta Beitrag anzeigen
Kann man das jetzt als modernen Scheidungsbrauch bezeichnen?

... wie man darauf kommt, Scheidungspartys zu feiern, das verstehe ich erst jetzt nicht. Wart ihr schon mal auf einer Scheidungsparty, kennt ihr jemanden, der eine gefeiert hat, was denkt ihr darüber?
Ich habe 1963 meine Entlobung im Kollegenkreis gefeiert. Der Grund war, daß ich mich eine Woche lang nicht getraut habe, meinen Eltern zu sagen, daß ich den Betreffenden doch nicht heiraten wollte; meine KollegInnen haben mir den Rücken gestärkt, und ich wollte mich bei ihnen bedanken. Außerdem wollte ich, nachdem ich das Gespräch mit den Eltern hinter mir hatte, meine große Erleichterung irgendwie feiern. Einen Brauch habe ich damit nicht begründet ...

Ich habe noch nie von Scheidungspartys gehört. Aber daß das riesige Glücksgefühl, das eine Trennung/Scheidung mit sich bringen kann, einen dazu verleiten könnte, eine Party zu geben, kann ich durchaus verstehen – siehe oben. Ich denke, man sollte es nicht tun, weil es ein arger Affront gegen den bisherigen Partner ist – und so einvernehmlich sind Scheidungen ja meist doch nicht. (Mein "Ehemaliger" konnte von meiner Entlobungsfeier nichts erfahren; er wohnte in einer anderen Stadt und bekam nicht mit, was auf meiner Arbeitsstelle vor sich ging.)
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  #3  
Alt 02.02.2015, 15:59
Jutta Jutta ist offline
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Beiträge: 450
Standard AW: Moderne Scheidungsbräuche

Zitat:
Zitat von Babel Beitrag anzeigen
Ich denke, man sollte es nicht tun, weil es ein arger Affront gegen den bisherigen Partner ist – und so einvernehmlich sind Scheidungen ja meist doch nicht. (Mein "Ehemaliger" konnte von meiner Entlobungsfeier nichts erfahren; er wohnte in einer anderen Stadt und bekam nicht mit, was auf meiner Arbeitsstelle vor sich ging.)
Ich finde es gut, dass Du herausstellst, dass eine Scheidungsparty ein Affront gegen den bisherigen Partner ist. Das sehe ich genauso. Du hast Deine
"Entlobung" aus Erleichterung gefeiert und dabei Taktgefühl bewahrt. Nicht die Abrechnung mit Deinem Ex stand im Vordergrund, sondern die Vermeidung einer fatalen Fehlentscheidung! Danke für diese persönliche Geschichte. Immer interessant, wenn man hört, was sich im Leben so ereignet, was nicht alltäglich ist. Vor kurzem habe ich ein Buch über Wladimir Putin gelesen. Auch er hat eine Hochzeit abgesagt, obwohl das Aufgebot schon bestellt war. Ob es bei ihm eine Scheidungsparty gab, werden wir wohl nicht erfahren ...!
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  #4  
Alt 03.02.2015, 16:25
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Registriert seit: 16.09.2005
Beiträge: 2.493
Standard AW: Moderne Scheidungsbräuche

Wenn früher der Mann die Verlobung löste, mußte er der Braut ein sog. "Kranzgeld" zahlen. Scheidung ist heute, wenn beide arbeiten, ein kleineres
Problem als früher. Die nicht berufstätigen Frauen-früher die Mehrheit-
verloren ja ihre Versorgung. Wenn Kinder sind, finde ich es immer
traurig besonders für diese. Man sollte es zu keiner" Schlammschlacht "
kommen lassen, ist aber nicht leicht, wenn die Verletzungen groß sind.
Eine Party finde ich krass , dies müssen wir nicht unbedingt auch noch
den Amerikanern nachmachen. -Ulrike
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  #5  
Alt 03.02.2015, 16:31
Jutta Jutta ist offline
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Ort: Garmisch
Beiträge: 450
Standard AW: Moderne Scheidungsbräuche

Zitat:
Zitat von Ulrike Berkenhoff Beitrag anzeigen
Wenn früher der Mann die Verlobung löste, mußte er der Braut ein sog. "Kranzgeld" zahlen. Scheidung ist heute, wenn beide arbeiten, ein kleineres
Problem als früher. Die nicht berufstätigen Frauen-früher die Mehrheit-
verloren ja ihre Versorgung. Wenn Kinder sind, finde ich es immer
traurig besonders für diese. Man sollte es zu keiner" Schlammschlacht "
kommen lassen, ist aber nicht leicht, wenn die Verletzungen groß sind.
Eine Party finde ich krass , dies müssen wir nicht unbedingt auch noch
den Amerikanern nachmachen. -Ulrike
Da sieht man mal, wie sich die Zeiten ändern. Ich erlaube mir, hier noch einen Link zum Thema Scheidungsparty zu posten. Was es so alles gibt, man fasst es wirklich nicht! http://www.gofeminin.de/liebe/endlic...333c84635.html
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