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Alt 31.03.2009, 09:09
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Frage AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin

Eine Frage: Sagt man überhaupt noch Zigeuner? Wie nennen sie sich , heißt es
nicht Sinti und Roma o.ä. Ich weiß, viele kamen nach der Wende z.B. aus dem
total armen Rumänien, wo sie mehr "schlecht als recht" lebten. Wie soll ein
"Volk ohne Land" denn leben, und wo? - Es gibt da viele traurige Beispiele. - Bei einem
Besuch in Berlin haben wir damals auch "schlechte" Erfahrungen gemacht
(Bettler im Park). Da mir aber die Umstände bewußt waren, sehe ich alles von
beiden Seiten. "Leute holt die Wäsche rein, Zigeuner sind in der Stadt ..."
hat nicht Reinhard Mey dies in einem Lied verarbeitet? Früher kamen sie z.B.
an die Türen und baten um frisches Wasser. Sie lagerten auf Wiesen, ohne
Strom, Toiletten, Wasser u.a. Von Ort zu Ort ging es weiter! Also: lustig war
so ein Leben nicht. Manche wollten vielleicht etwas anderes, aber welche
Chancen gibt es. So bleibt die "Sippe" als Halt (bei uns natürlich sieht auch
dies alles anders aus). Man soll nichts beschönigen - aber auch nichts ver-
schweigen. Diese Menschengruppe hat im "Dritten Reich" wahnsinnig leiden
müssen und leider keine große "Lobby".
Mich wunderte immer das Grab auf unserem Evangelischen Friedhof, dachte
ich doch, der Katholische Glaube (Marienverehrung) wäre dort verbreitet.
Liebe Rabenfrau, weißt Du etwas darüber?
Viele Grüße von Ulrike