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Alt 08.07.2007, 00:47
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Standard AW: Dinge des Verschwindens?

Hallo Siegi,

Zitat:
In Klagenfurt gibt es ein Geschäft, in dem man sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt.
Da habe ich vor 2 Jahren in Hamburg ein witziges Geschäft entdeckt. Das ist eigentlich eine große Kette, die es zwischenzeitlich auch in Österreich und der Schweiz gibt, die sozusagen die besten Produkte des 19. und 20. Jahrhunderts nachbaut. Dort habe ich mir dann einen Katalog gekauft, der schon aus ethnologischer Sachkulturforschung eine nette Lektüre ist. Wenn die Angaben in dem Katalog stimmen, sucht dieser Anbieter in entlegendsten Regionen noch alte Fabriken, die dann in deren Auftrag mit Originalwerkzeugen und den ursprünglich verwendeten Rohstoffen wieder die Produktion aufnehmen.

Die hatten z.B. die schönen Bakelit-Lichtschalter - das sind die Schalter in weiß und dunkelbraun, die so voll und kräftig "Klack" gemacht haben - in wunderbaren Nachbauten. Die hatten eine schöne Spielwand mit diesen Schaltern... Grad' dass sie nicht noch einen "Stromspion" (Zweifachverteiler an der Glühbirne) hatten

Übrigens bieten die auch eine schöne mechanische Schreibmaschine um ca 500 Euro an.

Der Trend zu "guten Dingen" (der Werbeslogan dieser Kette) scheint also zwischenzeitlich wieder so gross zu sein, dass größere Unternehmen damit ziemlich gut leben können.
Trotzdem, und das ist für mich der negative Haken an der Sache, wäre mir persönlich Regionalhandel lieber, als tausende LKW-Fuhren von und zur Logistik von Großanbietern.

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (08.07.2007 um 00:51 Uhr)
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