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Alt 24.06.2016, 14:36
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Die 500 schönsten Plätze zur Volkskunde/Europäischen Ethnologie in Österreich

Zughunde-Museum in Dorfstadt bei Schönbach im Waldviertel.

Neben Wächter für Haus, Hof und Herde und als Jagdgehilfe wurden Hunde auch als Zugtiere eingesetzt.

Während der Kriege und noch im 1. Weltkrieg wurden unter anderem Waffen von Hunden im unwegsamen Gelände befördert.
Die Hunde waren die idealen Zugtiere für arme Leute und kleine Händler. Sie wurden vor Schiebekarren, unter Ein- oder Zweiachser gehängt. Dort konnten sie mitziehen, ob der Karren nun gezogen oder geschoben wurde – gleichzeitig war der Hund auch zum Bewachen des Karren nützlich.

Bauern brachten mit den Hunden ihre Lebensmittel zum Markt, Bäcker lieferten mit Hundewagen Brot.

Milch wurde mit Hundekarren zu den Abnehmern, Käse von den Almen zu Tal gebracht.

Kleinhändler zogen mit ihren Hundewagen durch die Lande und hielten auf Märkten ihre Waren feil.

Hundegespanne mit Post, Fässern, Fleischerwaren und Fischen finden sich in der Malerei oder auf frühen Fotos.

Bei der vornehmen Gesellschaft wurden kleinere oder luxuriöse Kutschen zur Ausfahrt der Kinder den Hunden zum Ziehen anvertraut. Quelle

Das Museum befindet sich in einem alten Waldviertler Bauernhof, der aus einer Zeit stammt, in der noch Hunde als Zugtiere und Arbeitshilfen eingesetzt waren.

An der Fassade sind zwei Bilder angebracht, die den Einsatz der Hunde zeigen, eines mit dem Titel: Dorfjugend nach einem Gemälde von B. Genzmer.
Gut getarnt schnattern zwei Laufenten das an Sonn- und Feiertagen geöffnete Museum entlang.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
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