Einzelnen Beitrag anzeigen
  #32  
Alt 02.10.2010, 12:31
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.09.2005
Beiträge: 2.559
Standard AW: Bergbau, Bergwerke und Bergbaukultur

Lieber Dresdner, Du hast recht. Manches hätte besser laufen sollen!
Ich habe Verwandte in Rostock und weiß z.B. über die Werftenmisere u.a.
Ein positives Beispiel (unter zig negativen) war vor kurzem im Fernsehen:
ein florierendes Edelstahlwerk! Habe leider den Ortsnamen vergessen. -
Viele "Kaputtkäufe" (so nenne ich auch die bei uns üblichen ) haben Werke,
die eigentlich noch gut hätten produzieren können, "erledigt" "abgewickelt" -
wie auch immer. Nun muß ich bemerken: die Mieten waren damals im Osten
viel niedriger, da viel "öffentlicher" Wohnungsbau. Ich betone: damals!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch hier im Westen (entschuldige,
eigentlich trenne ich nicht unser Land) schon länger nicht mehr üblich.
Vielleicht kommt jetzt eine "Wende", jedenfalls für IGM/Stahlarbeiter.
Die "Verleihfirmen" haben sich goldene Nasen verdient . Groß auch die Misere
in der Pflege, Gastronomie, Reinigungsfirma (war ich auch mal kurze Zeit).
Vieles habe ich erlebt während meiner Berufszeit, die leider (damals!) wegen
mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeit aufhörte (wäre im Osten anders
gewesen). Danach (nun schon älter und mitten in der "Krise") gelang mir
nur zeitweise Beschäftigung im" Niedriglohnsektor". - Mein Mann ist
frühzeitig Rentner (noch durch die 58iger Regelung u. schwerbehindert),
ich bekomme keinerlei finanzielle Unterstützung. Meine Rente bekomme
ich mit 65 1/2 Jahren, habe 20 volle Jahre auf Steuerkarte, einige
geringfügige Jobs (heuer 400 Euro-Basis genannt) zählen nicht. Bin auch
gesundheitlich nicht mehr fit, um z.B. im Getränkemarkt Kisten zu
stemmen. Solche Tätigkeiten gibt es, da frage ich mich allerdings, warum
junge kräftige Männer dergleichen nicht annehmen? - Die ganzen gut
ausgebildeten Bergleute stehen nun (denn dies war ja das eigentliche Thema:
Bergbau) auch vor der beruflichen Neuorientierung! Alle wird immer recht
"vornehm" ausgedrückt, aber: was hilft es den Betroffenen. - Nun schließe
ich aber mit herzlichen Grüßen : Ulrike
Mit Zitat antworten