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Alt 15.01.2016, 20:45
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LS68 LS68 ist offline
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Standard AW: Schulausflüge, Betriebsausflüge – wer erinnert sich?

Als ich noch Brunnenbauer war und wir den Einstieg im Bereich Erdwärmebohrungen erfolgreich geschafft hatten, lud uns der Chef auf einen einwöchigen Urlaub in Sham Al Shake ein. Da die Firma aus 4 Mann bestand haben sich die Unkosten auch in Grenzen gehalten. Im November 2007 waren die Temperaturen recht angenehm. Das 5 Sterne Hotel lag direkt am feinen Sandstrand. Aber Schwimmen konnte man nicht. weil dort ein Korallenrief war, gab es dort einen langen Steg ins Meer, der ständig mit einem Rettungsschwimmer besetzt war. Das Doppelzimmer teilte ich mit meinem Arbeitskollegen. Das Hotel hatte einen großen Pool, Geschäfte und alles war inklusive. Am ersten Tag wurden die Ausflüge ausgesucht. Bootstour mit Schnorcheln, eine fahrt mit einen Glasbodenboot. Die Vielfalt der Fische, das klare Wasser, und die Korallen waren ein schöner und ergreifender Anblick. Ein abendlicher Ausflug in die Wüste zum Betrachten des Sternenhimmel war gewöhnungsbedürftig. Wir waren in Begleitung von bewaffneten Wachmännern, das Kamele reiten war schon eine Sache für sich. Schon bei der Anreise wurden wir von dem Reiseleitern gewarnt > Trinkgelt < zu geben, weil die Beduinen mit der Vermietung der Kamele zur Mitteschicht gehörten. Im Wüstensand standen 3 Zelte und eine gemauerte Toilette nach Europäischer Norm. Auf dem Lagerfeuer wurden Speisen zubereitet. Es gab Tee und wir rauchten Wasserpfeife mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Der Sonnenuntergang wurde von vielen fotografiert, was für mich allerdings kein Höhepunkt war. Die Wüste war leise, der Sternenhimmel klar. Man zeigte uns die Sternzeichen und markante Sterne. Wir machten auch Tagestouren in das Landesinnere. So besuchten wir ein altes Kloster, welches von Napoleon befestigt worden war. Dort stand auch ein uralter Strauch, von dem in der Bibel schon die Rede war. Straßenhändler gab es in Hülle und Fülle. Wir besuchten auch kleine Oasen und Klöster. Bewunderten einen handgegrabenen Brunnen. In Deutschland fragt man sich, wie die durch den Fels kamen und dort, wie die den Boden zum halten bekommen haben. Das Klima war gut bis mittelmäßig zu ertragen. Man musste viel trinken. Die Abende im Hotel waren belegt von Musik und Aufenthalte in den Hoteleigenen Bars und Geschäften. Denn es war ein Ort welcher nur aus Hotelanlagen bestand. Es gab keine Altstadt oder der gleichen. Den Höhepunkt des Urlaubs haben mein Arbeitskollege und ich durch Zufall entdeckt. Für ein in der nähe liegendes Hotel wurde ein Brunnen gebohrt. Wir, die Deutschen Brunnenbauer, staunten, wie mit einem Holzgestell - Menschenkraft und einer Maschine zum heben und senken des Bohrer`s ein 20m tiefer / 50cm breiter Brunnen gebohrt wurde. Es war ein schöner Ausflug in einem gefährlichen und Wasserarmen Land.
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