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Alt 24.10.2016, 23:54
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Standard AW: Verlernt der Mensch das Sprechen? Die kulturelle Bedeutung von Smartphones...

Du würdest vermutlich selbst lachen, wenn Du sehen würdest, wie wenig ich mein Smartphone benutze

Schreiben tue ich damit schon prinzipiell gar nichts, ich benutze es jedoch gerne bei irgendwelchen Wartezeiten und vor allem im Zug zur Lektüre von Wetterbericht, Nachrichten und zur Unterhaltung zu lesen was andere in FB für Peinlichkeiten preisgeben Ungefähr einmal, höchstens zwei Mal im Jahr benutze ich Google-Maps zur Orientierung, das ist aber dann schon ganz praktisch

So Hype-Dinge wie "Selfie" sind und werden mir auch in Zukunft unbekannt bleiben. Ich habe ein einziges Mal - allerdings mit der DSLR - vor etwa 10 Jahren zum Test des Drahtauslösers einen einzigen "Selfie" gemacht und dieses Foto muss bis heute als unser Pressebild herhalten

Mein Privattelefon hat unlängst anbieterfrei 22 Euro gekostet und ist so ein Nokia-Microsoft-Entwicklungsländer-Ding ohne Internet. Das ist recht praktisch, hat eben kein störendes Internet und noch richtige Tasten, eingebaute Taschenlampe und eine Akku-Ladung reicht für eine Woche. Als ehemaliger Sanitäter (Zivildienst) weiß ich zudem recht genau, wie wichtig ein Telefon mit Tasten im Notfall sein kann - da ist nämlich nix mit Smartphone-Wischen...

Das Android-Smartphone das ich gelegentlich benutze, wird mir wie wohl vielen anderen Arbeitnehmern auch, vom Dienstgeber gestellt und ist schon viele Jahre auf dem Markt, also alles andere als modern. Also sind auch mir solche Hypes um neueste Modelle völlig fremd und auch bei Dritten im Verhalten völlig rätselhaft.

Ach ja, und der PC den ich privat hier zu Hause benutze, hat als Gebraucht-Gerät vor einem Monat mit Rechnung 21 Euro gekostet.

Soweit etwas ausführlicher erklärt, meine Haltung zu Konsumverhalten, die hier offenkundig falsch eingeschätzt wurde...

ABER nun noch eine andere Off-Topic-Geschichte:
ich habe im oben dargelegten Argument Sir Clive Sinclair's "MTV-1 Micro TV" aus dem Jahr 1978 erwähnt.
Das Gerät hat mich bei seinem Erscheinen unglaublich beeindruckt, das wäre damals mein absoluter Traum gewesen. Das wäre für mich damals jedoch völlig utopisch gewesen, sowas anzuschaffen.
Vor etwa 6 Jahren habe ich mir dann diesen Traum doch noch verwirklicht und mir um 99 Euro einen DVB-T-Taschenfernseher in der Größe einer Brieftasche gekauft. Obwohl ich eigentlich nie fernsehe, hat das Ding bis vor kurzem gelegentlich recht Spaß gemacht, einfach um ein bisserl unterwegs diese Freiheit des Fernsehens zu genießen. Jetzt wurde zu meinem größten Ärgernis das DVB-T (meines Erachtens im Zuge einer nicht gesetzeskonformen Kartellbildung) abgeschaltet und der Minifernseher ist in Österreich dunkel. (In IT habe ich nach wie vor an die 60 Sender einschließlich ORF zur Auswahl). In Bezug auf AT bin ich da echt sauer!

Wolfgang (SAGEN.at)
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