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Alt 21.08.2011, 12:35
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Standard AW: Geocaching - Was kann man dagegen tun?

Das Problem beim Geocaching ist vielschichtiger:
- derjenige, der den Cache aussetzt, also die Schatzsucher zum Versteck auf Privatgrund hingelotst, ist anonym und diesem eigentlich schuldigen Täter ist kaum habhaft zu werden. Die Caches können auch boshafterweise vorsätzlich auf Privatgrund versteckt sein.
- die Schatzsucher folgen mehr oder weniger "blind" den GPS-Koordinaten. Soweit ich bei Suchgeräuschen zu den Leuten hingegangen bin, merkt man den Schatzsuchern schon ein kleines Unrechtsbewusstsein an, weil sie dann krampfhaft in die Luft schauen und laut "die schöne Landschaft" bewundern während ihre Kinder die Situation gar nicht verstehen...

In Österreich oder Deutschland kann man recht vertraut die Polizei holen, in anderen Ländern ist das nicht so einfach. In Italien etwa gibt es verschiedene Polizeiorganisationen, wobei am Land in der Regel entweder die Gemeindepolizei oder wesentlich häufiger die Militärpolizei (Carabinieri) erscheint, was für alle Beteiligten nicht besonders erfreulich ist.

Während eine Gruppe Leute ihren Urlaubstag bei der Polizei verbringt, kommen in der Zwischenzeit die nächsten Schatzgräber zum Suchziel.

Beim Geocaching in den Bergen ist besonders gefährlich, dass es sich bei den Steinmauern in den Bergen nicht um harmlose Ziermauern handelt, sondern um jahrhundertalte Stützmauern die den Berg stützen!
Wenn unzählige Leute an der selben Stelle einer solchen Stützmauer die Steine herausziehen, kann es zu einem lokalen Bergsturz mit zB 50 m3 Geröll kommen. Das kann auch unbeteiligte arg treffen.

Wolfgang (SAGEN.at)
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