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Alt 12.10.2012, 09:25
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Menschgemachte Ökokatastrophen der Bronze- und Eisenzeit

Was eine kompletten Verheizung der norddeutschen Wälder angeht - diese Aussage bezweifele ich stark.
Korrekt ist, dass im Umfeld auch der sachsen-anhaltinischen Salinen ein Raubbau am Wald stattfand, wovon man sich teilweise noch heute überzeugen kann. Vor ca. 4 Wochen gab es dazu auch eine Sendung im MDR, leider ist sie in der dortigen Mediathek nicht mehr auffindbar.
Den Harz betreffend, hat sich die Natur über die Zeit weitgehend erholt; am einstigen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD auf ehemaligem DDR-Gebiet bereits soweit, dass Totalreservate mit Urwaldcharakter ausgewiesen werden konnten. Es ist in diesem Zusammenhang doch immer wieder interessant, welche Kraft die Natur entwickelt, sich selbst zu regenerieren.
Ein Beispiel ist das "grüne Band".
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=87eQQQX0Z40"]Das Grüne Band zwischen den Naturparks Harz und Hainich - YouTube[/ame]
Videoquelle: youtube
Die heutige Gefahr für den Harzer Wald resultiert aus dem Gewinnstreben ehemaliger Adliger, die nach 1990 mit Hilfe der neuen Machthaber wertvolle Waldgebiete geschenkt bekamen, Einheimischen den Zugang verbieten und große Teile aus Profitgier abholzen.
Die größte Gefahr für den Wald im Erzgebirge ist nach wie vor die verpestete Abluft der tschechischen Industriebetriebe, wo es trotz EU etc. nach wie vor riesige Probleme gibt.
Wenn man von Norddeutschland spricht, bitte auch an die großen Seen- und Waldgebiete Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns denken. Hier ist nichts abgeholzt - diese Gegend besitzt ein riesiges, jedoch zum Großteil noch ungenutztes Erholungspotential.
Ein Beispiel dazu:
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=phZ6DBVshzo"]Weltnaturerbe in Deutschland - YouTube[/ame]
Videoquelle: youtube
Dresdner
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