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Alt 20.12.2013, 09:44
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althea althea ist offline
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Ein interessantes - und für die Betroffenen höchst tragisches Ereignis!

Meist ist bei solch schwer erklärbaren Abläufen zu sehen was NICHT gesagt wird...

Fakt ist, dass das Gebiet für drei(!) Jahre gesperrt war und Teile der Akten als geheim klassifiziert sind - noch immer.

Kein "üblicher" Bergunfall hat solche Reaktion der Behörden zur Folge, nicht einmal in Russland.



Die aufschlussreichsten Informationen liefert die St. Petersburger Times:

Die Gruppe hatte ihr Zelt überstürzt verlassen, die Zeltbahn wurde von innen aufgeschlitzt, die Tourengeher waren teilweise nur spärlich, mit Unterwäsche oder einem einzelnen Schuh bekleidet als sie aus dem Zelt flüchteten.
Weiter bergab, am Waldrand fand man zwei nur mit Unterwäsche bekleidete Leichen an einer Feuerstelle, an der Kiefer darüber waren bis in einen Höhe von 5m abgebrochene Äste zu finden. Vermutlich wollten sie Ausschau nach dem Zeltplatz halten.

Drei weitere Körper waren am halben Weg zwischen Feuer und Zelt gefunden worden, offensichtlich wollten sie wieder dorthin.

Erst drei Monate später wurden die übrigen Leichen gefunden - 75m von der Feuerstelle entfernt in einem Gebirgsbach. Alle vier wiesen schlimme Verletzungen auf: ein zerborstener Schädel, an zweien zerbrochene Rippen, und einer Frau fehlte die Zunge - jedoch zeigte keine äußere Verletzungen.

Die letzten Vier waren wärmer gekleidet als der Rest, offensichtlich hatten die Menschen am Feuer, oder die am Weg zum Zelt, ihre Kleidungsstücke geopfert, damit die Absteigenden bessere Überlebenschancen haben sollten.

Interessant wäre der Zustand der Trommelfelle und des Gleichgewichtsorgans; wenn Schädel und Rippen ohne äußerlich sichtbare Verletzungen zerbarsten, wie schlimm war es dann um die inneren Organe bestellt?
Die wurden in extra Boxen verpackt zur Untersuchung ins Labor gesandt - das Ergenis wurde nie öffentlich.

Ein Augenzeuge des Begräbnisses sah die Leichen und stellte fest, dass ihre Haut außergewöhnlich "braun" war. Ich weiß nicht aus eigener Anschauung wie Erfrierungsopfer aussehen; aber wird nach einiger Zeit nicht auch deren Haut "braun"? Entweder lebten die Opfer noch einige Zeit mit Grad1 Erfrierungen, bei denen sich nach und nach die braune Farbe einstellt, oder sie hatten Verbrennungen erlitten während sie noch lebten!
Aber lange konnten sie bei diesen eisigen Temperaturen nicht überleben - folglich ist die braune Farbe eher auf Verbrennungen zurückzuführen....

Leider ist nicht bekannt, ob außer der Kleidung auch andere Objekte verstrahlt sind, z.B. das Zelt, oder die umgebenden Bäume weiter unten.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gab es offiziell noch keine militärische Raketenstation, die seltsamen Lichterscheinungen wurden aber von mehren Seiten bestätigt. Militärs, Bevölkerung und eine andere Tourengruppe erlebten diese im Februar und März 1957.
Sehr wohl hätte von der noch nicht fertiggestellten Militäranlage in der Nähe eine Rakete abgeschossen werden können.

Der einzige Überlebende der Gruppe, Yudin, der früher abgestiegen war, nimmt an, dass es sich um einen militärischen Unfall handelt, denn er sah Dokumente sie belegen, dass die polizeilichen Ermittlungen schon am 6. Februar, 14 Tage vor Eintreffen des Suchtrupps begannen.

Im Fberuar 2008 organisierten sechs der damaligen Rettungskräfte, Angehörige der TechnischenUniversität Ural, die Dyatlov Foundation und unabhängige Experten eine Konferenz über das Ereignis in der Nacht des 2. Februar 1957.

http://www.sptimes.ru/story/25093?page=1#top

Mein Schluß: es war sicherlich kein Lawinenunfall und kein Angriff der Mansen; so sehr das Wolfang gegen den Strich geht ;-) - es hatte zumindest mit dem Militär zu tun, wenn nicht gar mit offiziell nicht erklärbarer Technik....

LG
althea
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