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Alt 25.01.2013, 18:51
Babel Babel ist offline
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Standard AW: Tirol bereitet sich auf Wolf und Bär vor!

Ich lasse mich gern korrigieren. Ich habe von 1999 bis 2007 in Berlin gewohnt, dessen Zeitungen auch Brandenburg-Seiten haben, und die Wolfsberichterstattung über die Lausitz nahm sich tatsächlich sehr unspektakulär aus. Daß es Proteste gab, weiß ich wohl - „Einzelproteste“, wie du auch schreibst - aber gibt es irgendetwas, wogegen nicht einzelne protestieren? Ich bekam daher den Eindruck, die Wolfsansiedlung ginge ziemlich problemlos vonstatten.

Richtig ist natürlich, daß die Pro-Wolf-Seite ausgezeichnet organisiert ist und daß Artenschutz-Bemühungen mittlerweile sehr dazu neigen, normal-menschliche Interessen als letztrangig einzustufen. Ein Beispiel war die Erregung über die Zerstörung des Juchtenkäfer-Reviers in Stuttgart durch das Bahnhof-Umbauprojekt "Stuttgart 21" (unabhängig davon, was man sonst von dem Vorhaben halten mag) oder dem Problem, das wir in Ulm mit den Bibern haben:
http://www.augsburger-allgemeine.de/...d20312696.html
(Beim "Biber-Fall" wundert mich immer, daß auf der anderen Seite jeder von Menschen gefällte Baum heftige Proteste auslöst und die Stadt das Fällen kranker Bäume jedesmal in der Tageszeitung wortreich verteidigen muß.)

Daß die nur konsequente Unterstellung des Wolfs - wenn er denn einmal da ist - unter das Jagdrecht verhindert werden soll, begreife ich nicht. Schließlich ist das Jagdrecht kein Freibrief für willkürliches Herumballern: "Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass zahlreiche Wildarten seit vielen Jahren ganzjährig geschont sind, d. h. keine Jagdzeiten haben. Sie werden dennoch nicht dem Jagdrecht entzogen, um sie weiter der Hegepflicht der Jäger zu unterstellen." (Wikipedia übers Jagdrecht in Deutschland) In Österreich wird das doch kaum anders sein.

Geändert von Babel (26.01.2013 um 10:28 Uhr)
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