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Alt 25.01.2013, 16:43
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Dresdner Dresdner ist offline
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Daumen runter AW: Tirol bereitet sich auf Wolf und Bär vor!

babel schrieb:
Zitat:
In der Lausitz (Grenzgebiet der deutschen Bundesländer Brandenburg und Sachsen) gibt es seit Ende der 1990er Jahre Wölfe. ...
Niemand hat sich sonderlich darüber aufgeregt.
Doch, doch - es gab und gibt Proteste in der Bevölkerung. Nicht nur von den betroffenen Landwirten, sondern auch von ganz "normalen Bürgern".

Das Problem ist, dass dies immer Einzelproteste waren und sind. Dem gegenüber steht aber eine gut organisierte Pro-Wolf-Allianz, in der sich u.a. NABU, Grüne Liga, Die Grünen und diverse andere Interessengruppen tummeln, die sich auch nicht zu schade sind, auch im Ausland Stimmen für ihre Interessen zu sammeln, z.B. gegen die Aufnahme des Wolfes in das sächsische Jagdrecht. Pro und contra dazu u.a. unter http://www.awm2009.de/aktuell/05-08-...jagdrecht.html und http://nabu-sachsen.de/index.php?opt...=536&Itemid=52. Naturschützer gegen "Wolfshasser" - das macht sich medial doch hervorragend.

Die Landwirte hat man insoweit "ruhig gestellt", dass man ihnen zumeist den materiellen Schaden ersetzt - aber nur, wenn z.B. Schäfer ihre Herde wie in einem "Hochsicherheitsgefängnis" schützen.

Das gleiche Theater mit dem Luchs im Harz (http://www.luchsprojekt-harz.de/).

Am besten also weg mit den Menschen aus diesen Gebieten, außer natürlich das Pro-Raubwildklientel, die einzig wahren Tierfreunde.

Man sollte endlich einmal anerkennen, dass die heutigen landschaftlichen und urbanen Strukturen nicht mehr jene vor 200, 300 Jahren sind, auch wenn dies einige Fundis nicht einsehen und auch nie einsehen werden (nebenbei bemerkt: die Segnungen der heutigen Zeit nehmen sie natürlich gern ebenso "nebenbei" mit).

Im Endeffekt sind das die gleichen Leute, die uns in Dresden das Waldschlösschenbrückendilemma beschert haben. Auch hier extreme Polarisierung, sogar Aufbieten eines Nobelpreisträgers (in diesem Fall des Amerikaners Blobel) bis hin zu gewalttätigen Aktionen (Baumbesetzungen, Zerstörung von Baumaschinen).

Man kann den Tirolern nur raten, den Anfängen zu wehren. Letztendlich müssen sie entscheiden Raubtier oder Tourismus - den goldenen Mittelweg gibt es wie so oft im Leben nicht. Auch Raubtiere vermehren sich und sind dadurch letztendlich gezwungen, ihr Territorium auszuweiten. Wenn man sie dann wieder bejagen muss - siehe oben.

Dresdner

PS: Auch ganz aufschlussreich dieses Rechtsgutachten des NABU: http://www.nabu.de/aktionenundprojek...ews/11517.html
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