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Alt 17.02.2015, 17:32
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Romeo und Julia auf dem Dorfe

Wenn es um einen Hof ging, wurden die Kinder bzw. Hofeserben reicher Bauern möglichst
untereinander verheiratet. Der Hof sollte im Ganzen bleiben und möglichst
durch Heirat vergrößert werden. Den Eltern ging es auch um die eigene
Altersversorgung, sog. Altenteil. Wer den Hof bekam mußte sich auch
um die Eltern kümmern. Die alten Bauern durften sich
nicht mehr einmischen, wenn der Sohn den Hof übernahm, hatte die
Schwiegertochter im Haushalt das Sagen. Ein armes Mädchen war nicht erwünscht,
man bevorzugte eine Bauerntochter mit einer Mitgift.
Von Liebe wurde nicht viel geredet! Oft mußten auch jüngere Brüder
als Knecht auf dem Hof des Erben arbeiten, wenn sie keine passende" Partie"
fanden. Viele gingen zur See oder wanderten damals nach Amerika aus, um
sich eine Zukunft zu schaffen. Es gab auch regional das Erbrecht für den
Jüngsten, so war die Garantie, dass die Familie möglichst lange bestand.
Kam also noch ein"Nesthäkchen" an, Pech für die schon fast erwachsenen
Brüder. -Ulrike
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