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Alt 30.12.2008, 15:00
dolasilla dolasilla ist offline
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Standard AW: „Hexen“ und Hanf?

Hi Gropli,

ich hab jetzt mal ein wenig gegoogelt bzgl Nachweise über den Gebrauch (vorrangig das Rauchen) von Hanf in früherer Zeit - und wurde hier fündig:

"In Bayern wurde laut Archäologen bereits vor 3500 Jahren Hanf geraucht, auch aus frühgermanischer Zeit gibt es Zeugnisse."
Quelle: http://naturmedizin-alternativmedizi...der_heilmittel

"Gallogermanische Gräber weisen Pfeifenfunde auf, die zum Rauchen von Hanf bestimmt waren..."
Quelle: http://naturmedizin-alternativmedizi...der_heilmittel

"Nach Demokrit (460 bis 371 v. Chr.) wurde Cannabis gelegentlich mit Wein und Myrrhe getrunken, um Visionen herbeizuführen."
Quelle: http://naturmedizin-alternativmedizi...der_heilmittel

"...in der Schweiz wurden in den Hanffeldern heidnische und erotische Rituale, die von den Obrigkeiten als Hexensabbat bezeichnet wurden, durchgeführt."
Quelle: http://naturmedizin-alternativmedizi...der_heilmittel

"Aber auch die Wirkung von Cannabis-Gebäck, welches „Ausgelassenheit und Vergnügen hervorruft“ (Galen, 200 n. Chr.) war bei ihnen bekannt." (Anmerkung von mir: Jede/r, die/der schon mal in Amsterdam war und das ausprobiert hat, kann das bestätigen )
Quelle: http://www.suchtmittel.de/info/cannabis/000350.php

"In einfachen Zelten wurde Hanf von den Skythen rituell verräuchert und die dabei entstehenden Dämpfe inhaliert."
Quelle: http://www.suchtmittel.de/info/cannabis/000350.php

"Der als Genuß- und Berauschungsmittel seit ältesten Zeiten bekannte Indische Hanf (Haschisch) findet sich schon im Berliner Papyrus und im Papyrus Ebers unter den ägyptischen Heilmitteln. Die Assyrer sollen ihn unter dem Namen Qunubu oder Qunnabu im 7. oder 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gekannt und als Räucherwerk verwendet haben. Hiermit deckt sich auch der Bericht des Geschichtsschreibers Herodot (5. Jahrhundert v. Chr.), der erzählt, daß die Skythen am Kaspischen Meer und am Aralsee ein Kraut zur Gewinnung von Samen bauten, die bei ihrer Verbrennung einen berauschenden Dampf lieferten."
Quelle: http://www.henriettesherbal.com/ecle...abis-indi.html

"Zu Beginn des 19.Jhdt. ist das Hanfrauchen in Europa weit verbreitet. Das Volk raucht "Kraut" (vorwiegend Hanf) oder "Orient", bzw. "starken Tobak" (Hanf/Tabak-Mischungen). Die Rauchsprüche aus dieser Zeit lesen sich entsprechend: "Rauch nit zuviel Orient, weil Dich sonst der Schädel brennt", "Misch nicht Orient und Bier, sonst werden Deine Träume wirr" (Inschriften auf Tabakdöschen anfangs 19. Jahrhundert)."
Quelle: http://www.hanfmillenium.de/

"Wegen stetiger Verbreitung des Tabaks verliert Hanf im Verlauf des 19. Jahrhunderts als Pfeifeninhalt allmählich an Bedeutung und wird zum "Arme-Leute-Kraut" degradiert (Hanf/Tabak-Mischungen werden noch bis 1925 verkauft)."
Quelle: http://www.hanfmillenium.de/

"Lotus, Hanf und Mohn - vom Rausch im Altertum", hier als PDF zu lesen: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/833432

"800 Gramm feinstes Cannabis in 2700 Jahre altem Grab entdeckt: [...] Auch wenn sich der THC Gehalt nicht eindeutig bestimmen ließ, gehen die Wissenschaftler von einer recht hoch potenten Sorte aus. Die Frage in welcher Form das Kraut geraucht wurde konnte aber derzeit nicht geklärt werden."
Quelle: http://www.hanfjournal.de/hajo-websi...nnabisfund.php bzw Originalquelle (englisch): "Journal of Experimental Botany: http://jxb.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/59/15/4171")

Vielleicht hilft dir das weiter?
LG,
Dolasilla
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"Ein kluges Weib in seinem dunklen Drang ist sich des rechten Weges wohl bewusst" (Irmtraud Morgner)

Geändert von dolasilla (30.12.2008 um 15:24 Uhr) Grund: Text erweiter
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