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Alt 10.01.2019, 13:40
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Joa Joa ist offline
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Standard AW: Sagen über Kalenderberg

Zitat:
Zitat von SAGEN.at Beitrag anzeigen
Im Kapitel "Die Grammeltonlhöhle im Kalenderberg von Mödling" wird das authentische Schicksal von Anton Pisseker geschildert, der verdächtigt wurde, bei einem Fest am 18. Juli 1908 in Hinterbrühl bei einem Streit um ein Mädchen einen Festplatzbesucher ermordet zu haben.

Da zu dieser Zeit eine Resozialisation in unserem heutigen Sinne unbekannt ist, lebt Anton Pisseker von da an als eine Art Einsiedler "Grammeltoni" in einer Höhle am Kalenderberg bei Mödling. Von da an ranken sich viele Sagen, Erscheinungen und ähnliches...
Ergänzend dazu:

Die Geschichte vom „Graml Tonl“

Diesem aus gutem Haus stammenden Mann holte sein Schicksal an einem Kirtag in der Hinterbrühl ein. Während der Festlichkeiten kam es zum Handgemenge, wahrscheinlich wegen einer Frau. Als dabei ein junger Mann erstochen wurde, beschuldigte man den später im Volksmund bekannten „Graml Tonl“. Aufgrund falscher Zeugenaussagen wurde er unschuldig verurteilt und verbrachte zwanzig Jahre im Gefängnis, bis sich der wahre Mörder am Totenbett schuldig bekannte. Daraufhin wurde der „Graml Tonl“ freigelassen, doch er konnte dieses Unrecht nicht verkraften und begann zu trinken. So wurde er mittel- und obdachlos. Von da an verbrachte er den Rest seiner Tage in einer Höhle am Kalenderberg, nur in den kalten Winternächten fand er in einer Zelle des Gendarmerieposten Hinterbrühl Unterschlupf. Die Fleischhauer der Umgebung hatten mit ihm Mitleid und schenkten ihm regelmäßig etwas zu Essen. Da damals Grammeln billig waren bekam er vorzugsweise diese, denen er auch seinen Namen verdankt.
Quelle


Vor zwei Tagen kam ich bei einem Spaziergang auf den Kalenderberg zufällig bei dieser Höhle vorbei und befuhr sie auch. Die Höhle mit der Katasternr. 1915/16 wird Räuberhöhle genannt. Andere Namen sind Grammeltaunlhöhle, Graml-Toni-Höhle und Schelmenloch. Die Höhle weist bei einer Länge von 16m einen Niveauunterschied vom Eingang bis zum Endraum von -7m auf. Die durchnittliche Höhe beträgt 3m bei einer Breite von 3,5m. Der Abstieg ist steil und war durch feuchte Erde unangenehm rutschig.
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Geändert von Joa (10.01.2019 um 16:20 Uhr)
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