Einzelnen Beitrag anzeigen
  #6  
Alt 17.07.2013, 16:17
Benutzerbild von Elfie
Elfie Elfie ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.06.2009
Beiträge: 23.991
Standard AW: Vorboten des Todes

Ich denke auch, dass sich das eigene Bewusstsein verändert, wenn man einen geliebten Menschen über lange Zeit aus dem Leben begleiten darf. Man sensibler wird für Energien, die Stille und vieles Andere mehr, das sonst im lauten Alltag und der Hetze untergeht. Auch ist man ständig konfrontiert mit den wissenschaftlichen Erklärungen verschiedener Phänomene.
Ich hab einen Mann so nahe in Erinnerung, der nach seinem Tod - der Arzt war schon verständigt - lächelte. Lachte, könnte man sagen, laut- und bewegungslos halt. Kolleginnen sagten, sie hätten das schon oft beobachtet.
Nun hat die Gesichtsmuskulatur eine ganze Menge Möglichkeiten für Grimassen, wenn dies die Medizin mit irgendwelchen Reflexen erklärt. Lächeln ist jedenfalls die schönste davon.
Fotos von "Seelenfenster" gibt es auch in der Foto-Galerie, es waren eigene kleine Luken in Deckennähe. In alten Häusern aus einer Zeit, wo der Tod als Teil des Lebens auch in den Bau des Hauses mit einbezogen wurde.

Ich glaube, allem was schwarz ist, haftete Unglückbringendes an. Weil eben das bei uns die Farbe der Trauer ist, in anderen Ländern ist das anders.
André Heller erzählte mal in einem Interview, man musste seiner Großmutter sagen, sie solle keine Raben füttern, wenn sie keine "Totenvögel" sehen will.

Entschuldige, liebe Teresa, dass ich mich nicht mit sehr alten Sagen, Legenden, Märchen, Überlieferungen einbringen kann und statt dessen den Bezug zur Gegenwart herstelle. Ich finde das auch spannend, aber es ist natürlich DEIN Thema, vielleicht fínde ich auch noch etwas dazu.
Mit Zitat antworten