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Alt 07.09.2015, 18:24
Babel Babel ist offline
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Standard AW: Glockenstuhl und Glockenhäusl in Niederösterreich, Glockentürme und Glockenbrauch

Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
Hier findet man auch noch einige Beschreibungen (unter "ähnliche Objekte") und es scheint, als wären sich die Dorfgemeinschaften ihrer alten Tradition wieder bewusst und lassen vermehrt alte Türme sanieren oder errichten sie neu.
Diese Glockentürme sind sehr interessant; ich habe noch nie etwas Ähnliches gesehen (ausgenommen einige einzelnstehende Glockentürme, die nach dem letzten Krieg gebaut wurden und in diesem Zusammenhang irrelevant sind). Da stellen sich mit etliche Fragen:

– Alle Beispiele stammen, soweit ich gesehen habe, aus Niederösterreich. Gibt es sie auch in anderen Teilen Österreichs?

– Die Bedeutung des Glockengeläuts, die in dem von Wolfgang zitierten Artikel erklärt wird, ist bekannt – aber wie kommt es, daß der Bau solcher Glockentürme nicht auch anderswo als Bedürfnis empfunden wurde? In sehr kleinen Dörfern bei uns gibt es immer ein Kapellchen, dessen kleiner Turm bzw. Dachreiter dann eben die Glocke aufnehmen muß.

– In dem zitierten Aufsatz ist auch vom Ausläuten (Totenläuten) die Rede; nicht erwähnt wird, ob es auch in Österreich üblich war/ist, das Geläut danach zu modifizieren, ob ein Mann, eine Frau oder ein Kind gestorben war. Mich würde das interessieren. In dem Dorf (südlich von Aachen), in dem ich viele Jahre gearbeitet habe, war das Ende der 80er Jahre noch üblich; wie es heute ist, weiß ich nicht.
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