Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5  
Alt 01.07.2009, 18:55
Benutzerbild von Dresdner
Dresdner Dresdner ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.10.2008
Ort: Dresden
Beiträge: 2.287
Standard AW: Reise nach Estland

@ Be3rit und Sonja,

danke für eure Berichte.

Die Hähnchen wurden Broiler genannt - Berit, dass bitte bei der Rechtschreibung beachten.

Was das Versorgungssystem anbetrifft, kann man darüber ganze Bücher schreiben. Fakt ist, dass es in manchen Geschäften zeitweise sehr mau aussah, es gab "Kaffe-Mix" und statt jetzt 40 Biersorten im Regal nur drei einheimische Biere. Da die DDR dringend Devisen brauchte, waren manche Fleischteile wie Lende "Bückware" (diese Teile gingen in den Export) und Wiener im Saitling, Südfrüchte oder Rollschinken gab es zu Weihnachten und Jahreswechsel.
Die Gäste standen in den Gaststätten übrigens nicht an, weil sie sonst nichts zu essen hatten, sondern weil die Preise der Speisen und Getränke so spottbillig waren. Dies traf z.B. auch auf Damenfriseure zu - es war unter ausländischen Besucherinnen sehr beliebt, die Kaltwelle im Osten machen zu lassen.

Dass die Post gefilzt wurde war bereits zu DDR-Zeiten bekannt - man holte Geld aus den Sendungen und wollte zudem alles über jeden wissen - was letztendlich zu einer Informationsflut führte, an der ihre eigenen Erfinder erstickten.

Zur Grenzsicherung müsste man viel sagen, das kann man in einigen Worten nicht bewältigen. Wenn ich richtig gelesen habe, soll Politik aus diesem Forum herausgehalten werden - ohne ganz, ganz viel Politik sind diese Dinge nicht zu erklären.

Hermetische Abschottung und kilometerlange Stracheldrahtzeune und Betonmauern kann man übrigens noch heute live erleben.


Foto: wikimedia


Foto: sueddeutsche.de

Dresdner
__________________
www.bergbahngeschichte.de

Geändert von Dresdner (01.07.2009 um 20:29 Uhr)
Mit Zitat antworten