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Alt 12.10.2008, 07:46
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Adolf Bleichert & Co - Seilbahnen

Zitat:
Das heißt:
- die Firma Bleichert war dadurch immer der Billigstbieter! Alle anderen Anbieter und Konkurrenten am Markt boten komplette Seilbahnen an, während Bleichert mit dem Konzept, der Steuerungsanlage und Spezialeinrichtungen (Kabinen etc) der lachende Gewinner war.
- damit entfiel in den Leipziger Fabrikshallen die große Metallverarbeitung und es war keine teure Gießerei notwendig. Natürlich konnte die Firma Bleichert damit ohne großen Transportaufwand Seilbahnen in aller Welt errichten, weil ja die Besteller vor Ort selbst die Infrastruktur (Drahtseile, Masten, Fundamente, Dämme, Stützen - alles auf den Millimeter genau) errichten mussten. Ich kann mir vorstellen, dass das bei machen Bestellern nachträglich zu ganz großen Überraschungen geführt hat...
Bei allem Respekt - dieser Argumentation kann ich nicht folgen.
1. Bleichert war nicht der billigste Anbieter, als Beispiel sei die Geschichte der Fichtelbergschwebebahn genannt, siehe auch http://www.seilbahngeschichte.de/fic...chwebebahn.htm. Was Bleichert und Söhne waren: sie waren der technisch ausgereifteste Anbieter der damaligen Zeit.
2. Bleichert hatte in seinen Leipziger Werken eine komplette Metallverarbeitung mit Ausnahme der Gießerei, ich kann das in einem nachfolgenden Artikel auch gern belegen.
3. Nicht der Besteller, sondern die Ingenieure (und die in deren Auftrag tätigen Arbeiter) der Leipziger Firma errichteten vor Ort die Komplettanlagen. Dabei bediente sich Bleichert natürlich Zulieferern und Firmen, die vor Ort ansässig waren. Dies hatte zum einen betriebswirtschaftliche Gründe; zum anderen war bereits damals in vielen Fällen eine solche Vorgehensweise Voraussetzung dafür, die Aufträge überhaupt zu erhalten.
Dresdner
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