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Alt 26.08.2010, 12:49
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Standard AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin

Ich hatte mit Fahrenden (kann man Sinti und Roma unterscheiden? Wenn ja, wie? ... deshalb wähle ich den Begriff "Fahrende" um niemand zu beleidigen!) nur einmal Kontakt bei einem Groß-Treffen in einer NÖ Kleinstadt.

Meine (bitte wertfrei zu nehmenden) Beobachtungen:

Große Autos mit tadellos gekleideten, dunkelhäutigen, alleinfahrenden Lenkern (eine Lenkerin sah ich nie, kann aber auch nicht sagen, ob welche da waren) und gepflegter Ausdrucksweise waren ebenso zu finden wie vernachlässigte, verschmutzte Menschen, die in Gruppen lärmend und auch betrunken am Kirchenplatz auffielen. Schlafen am dortigen Kinderspielbereich, in Kartons gewickelte Kinder, grölen die Nacht hindurch bis in die Mittagsstunden - ein sehr alter Nachbar konnte nur schwer das unerwünschte Eindringen in seine ebenerdige Wohnung unterbinden, nachdem sie in schwer verständlicher Sprache ein Gespräch zur Ablenkung begannen. Hinterlassen wurden Fäkalien auf den Parkbänken ...

Meine persönliche Ansicht:
Auch "Einheimische" legen ja bei Bierzeltfeiern ein Gehabe an den Tag, das oft unakzeptabel ist - und ich meine, dass ein Versammeln oder Zusammenrotten egal welcher (Menschen)Art die Schwächen einer Gruppen eher sehen läßt als die Stärken. Aus diesem Grund sollte man daher keine "Beurteilung" ableiten!
Andererseits - nur zu verlangen, Integration zu betreiben ohne umsetzbare (!) Möglichkeiten anzubieten, ist auch nicht fair! Wenn die Führer der Fahrenden in wohlgesetzten Worten verlangen, ihnen (Arbeits-/Lebens-)Chancen anzubieten, ist das eine Sache! Diese Chancen dann auch einen Dritten wahrnehmen zu lassen, der weder kann noch will, ist eine ganz andere!

Wie soll das dann aber überhaupt funktionieren, wenn unsere Jugend immer weniger Arbeit findet, unsere Alten aus den Arbeitslosenstatistiken hinausgeschönt werden (was tut wohl ein 60-jähriger mit Staplerführerschein und danach ECDL-Schulung?)? Die letzte Meldung heute Früh war: Wirtschaft langsam positiver, Arbeitslose mehr .... in diesem Umfeld KÖNNEN die Fahrenden gar keine Chance haben auf Arbeit, das ist Faktum!

Fazit: Alle sind Ratlos - es gibt keine Lösung. Zu sagen: es MUSS eine Lösung geben, ist zu wenig .... wie Sonja's Beispiel zeigt, ist Einzelnen durch Einzelne in bestimmten Bereichen zu helfen, kann man Hilfe anbieten. Aber dies werden immer positive Einzelfälle bleiben ... und auch die müssen erst positiv ausgehen ...

Traurige Grüße
Norbert
der manchmal gerne weniger Realist sein würde!
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unterwegs mit allen Sinnen ...