Einzelnen Beitrag anzeigen
  #10  
Alt 20.02.2012, 11:11
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.09.2005
Beiträge: 2.599
Standard AW: Kindheit in der Großfamilie

Diese kleinen Wohnungen gab es viele (Werkswohnungen). Die neueren
hatten schon ein Bad im Haus, allerdings gab es oft noch keinen
Kanalanschluß. Es mußte "gejaucht" werden. Die Sickergruben wurden
ausgeschöpft, Dünger für die Gärten. Später kam ein Pumpenwagen.
Es stank immer fürchterlich! Ältere Wohnungen hatten noch "Plumpsklos"
hinterm Haus u. Waschhäuschen. Wir hatten eine Waschküche im Keller,
dort wurde samstags auch in der Zinkbadewanne gebadet. Die Wohnungen
der Eisenbahnergenossenschaft hatten Gärten oder es gab "Schrebergärten"
nur für Eisenbahner (an den Gleisen entlang). Ich glaube , man sagte auch:
Feldeisenbahner. Die Schrankenwärter hatten kleine Häuschen, aber einen
großen Garten. Verdienen taten sie ja nicht viel. Übrigens meine ich: Zugführer
war schon mehr als Schaffner. Neben den Lokführern waren beide "an Bord".
Bei uns gab es auch einen Bahnhofsvorsteher, Zugabfertiger, Sperre, Schalter,
Gepäckabfertigung .... Alles wurde bei der Bahn "wegrationalisiert"-heuer steht
man unsicher an einem Fahrkartenautomaten ...- Viele Grüße von Ulrike
Mit Zitat antworten