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Alt 19.04.2006, 20:09
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Standard AW: Die Wolke - Katastrophe von Tschernobyl

In Österreich sind rund 1.700 Menschen an den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl gestorben oder werden in den nächsten Jahrzehnten noch sterben.

Das schätzt der britische Atomexperte Fairlie auf Basis von OECD-Daten über die Strahlenbelastung in den Ländern Westeuropas.

Österreich war auf Grund der damaligen Regenfälle in dem Gebiet am stärksten betroffen. Ein Drittel des gesamten EU-Gebiets sei durch die Strahlenbelastung verseucht worden.

Nach Messdaten der OECD wurden in Österreich in den ersten drei Jahren nach dem Unglück 16.600 Menschen mit einem Sievert (ein Messwert für biologische Verseuchung mit radioaktiven Strahlen) belastet. Im Durchschnitt könne man aber davon ausgehen, dass etwa zehn Prozent dieser Kennziffer in den Folgejahren als Todesopfer zu beklagen seien, meint der Experte, der so auf die Zahl von rund 1700 Menschen kommt.

Noch mehr Tote habe das Unglück in Italien und Westdeutschland gefordert, wo laut dem Bericht 9200 beziehungsweise 6000 Menschen der Katastrophe zum Opfer fielen oder noch fallen werden. Als Begründung gibt Fairlie an, dass in den beiden Ländern "der Regen anders als in Österreich nicht über den Bergen, sondern über den weit dichter besiedelten Stadtgebieten niedergegangen ist".

Quelle: ORF.at, 19. April 2006 und "Der Standard", 19. April 2006

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (19.04.2006 um 20:13 Uhr)
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