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Alt 20.06.2015, 20:58
Babel Babel ist offline
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Standard AW: 100 Jahre Dauerwelle

Zitat:
Zitat von Ulrike Berkenhoff Beitrag anzeigen
Erfinder war ein bayr. Frisör namens Karl Ludwig Nessler. Meine Quelle: Westf. Rundschau, 7.Okt.06.
Zitat:
Zitat von Eostra Beitrag anzeigen
dass der urgroßonkel meines vaters aus bayern stammte ist mir neu. meine wurzeln führen in den schönen schwarzwald und der geburtsort, sowie die nach dem erfinder benannte strasse liegt in todtnau.
Für die Bewohner in Nordrhein-Westfalen und nördlicher ist alles, was südlicher liegt, Bayern. In Aachen sagte man mir dauernd, ich spräche bayerisch, obwohl meine Sprache allenfalls einen vagen Anflug von irgendwas Süddeutschem, eher Schwäbischen, hatte.

Ich war schon glücklich, daß ich zur Konfirmation die Haare abschneiden durfte. Und dann auch gleich Dauerwelle? Meinen Vater hätte der Schlag getroffen!

Ich habe dann über zehn Jahre lang Dauerwelle getragen. Es war lästig. Man konnte die Haare nicht selbst waschen, weil sie danach auf große Lockenwickler gelegt werden mußten – andernfalls wäre es eine Krause gewesen, als hätte man sich Krautsalat auf den Kopf gelegt. Und schön aufwickeln konnte nur der Friseur – es sollten ja die richtigen sanften Wellen dabei herauskommen. Der Friseurbesuch kostete Ende der 50er Jahre 2,50 Mark, Mitte der 60er Jahre 3,50 Mark. Also ging ich alle zwei bis drei Wochen zum "Waschen und Legen". Es ist heute unvorstellbar, wie frau es zwei bis drei Wochen von einer Haarwäsche bis zur anderen ausgehalten hat, aber es war so üblich.

Es gab später (um 1980) Dauerwellen, die konnte man an der Luft trocknen lassen – man hatte dann etwas, das wie eine milde Naturkrause aussah. Ich hab es mir mal machen lassen, aber an mir hat es mir nicht gefallen. Ich hab es rauswachsen lassen, bis ich wieder meinen normalen Kurzhaarschnitt tragen konnte.

Ja, an diese Trockenhauben, die man zu Hause benutzte und die sich aufbliesen wie deformierte Luftballons, erinnere ich mich auch.
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