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Alt 14.11.2012, 21:58
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Arme-Leute-Essen

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Zitat von harry Beitrag anzeigen
meine Frau, eine Weinviertlerin, lehnt dieses "Hendlfutter" auch noch nach 40 Jahren strikt ab ...
Als ich zum ersten Mal mit ein paar Maiskolben (kein Zuckermais, vom Feld) nach Hause kam, mit der Absicht, sie zu kochen, sagte meine Mutter noch nichts, aber ein Mitessen hat sie mit den Worten: ich bin ja keine Kuh, abgelehnt .
Polenta, Grieskoch, Milchreis ess ich heute noch für mein Leben gern.
Oma machte mir immer 2 Spezialitäten: ein "O´griehrts" - hieß so viel wie "Abgerührtes". War nur Dotter, Zucker verrührt, Schnee dazu und das ganze mit Brösel verrührt. Das hätte ich 3x täglich essen können. Das zweite war gekocht, aber ich weiß nicht was. Sie nannte es Glinza Koh (Linzer Koch vielleicht) und es war süß. Ich glaube Fett (vermutlich Schmalz), Zucker und Mehl, wahrscheinlich auch Wasser, das hat sie unter ständigem Rühren gekocht. Vielleicht kennt das noch jemand. Es war süß, dickflüssig, ein wenig zäh.
Eier haben nichts gekostet, weil Hühner da waren, sonst gabs beinahe jeden Tag Erdäpfel in allen Varianten, davon gabs genug, weil auch ein Schwein gefüttert wurde. Für dieses wurden auch Rübenschnitzel gekauft. Da haben wir glaub ich nicht mitgegessen .
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