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  #119  
Alt 11.09.2014, 17:02
Babel Babel ist offline
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Standard AW: Dinge des Verschwindens?

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Zitat von harry Beitrag anzeigen
#34: Jetzt muss ich doch eine Lanze für den Rechenschieber brechen: Dieses Gerät war einfach ein geniales Ding.
Ja, das war es. Ich habe damit umgehen gelernt, weil ich von klein auf meinen Vater (Ingenieur) damit hantieren sah und irgendwann verlangte, daß er es mir beibrachte. In meinen letzten Schuljahren (1957/58) gab es das Problem: Darf der Rechenschieber in Mathe und Physik verwendet werden? Eine verbindliche Regelung gab es offenbar nicht. Unser Lehrer entschied: Bei Klassenarbeiten ja, aber im schriftlichen Abitur ist es verboten. Es spielte keine große Rolle, weil ohnehin außer mir nur ein Schüler daran Interesse hatte.

An diese Rechenmaschinen (Bild 1, 2) erinnere ich mich gut, habe aber selbst nie so ein Ding bedienen müssen. Gänzlich unbekannt war mir dagegen der "Addiator" (Bild 3) – nie gesehen, nie gehört. In der hier schon früher erwähnten Ausstellung "Verschwundene Dinge" war so ein Gerät zum Ausprobieren. Naja, mit dem Rechenschieber ging's jedenfalls schneller.

Zitat:
Zitat von harry Beitrag anzeigen
... Stenografie (wer weiß noch, was das ist?)
Ich habe Steno gelernt und benütze es bis heute – eigentlich immer, wenn ich keinen Computer zur Hand habe. Es geht nicht nur wesentlich schneller als normale Schrift, es ist auch platzsparender. Daß die Leute kaum noch wissen, was das ist, habe ich gemerkt, als ich in Berlin 2003 bis 2006 viele Interviews geführt und dabei Notizen gemacht habe. Fast jeder Gesprächspartner hat erstmal mit Stielaugen auf meine Krakel geschaut und gefragt: "Ist das Steno?"
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Rechenmaschine.jpg   Rechenmaschine1.jpg   Addiator.jpg  
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