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Alt 28.06.2014, 17:50
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Suche warum in Westfalen das zweite Gesicht verboten war

Heinr. Kleibauer, der die Sagen des Kreises Iserlohn sammelte, hat 1930
noch 5 Menschen gekannt, die das sog. "Zweite Gesicht" hatten.
Der letzte soll ein Fritz Angelkorte aus Drüpplingsen gewesen sein, der noch
in den 80iger Jahren des 20. Jhts. diese parapsychologische
Fähigkeit besaß.
Der Letmather Heimatforscher Walter Ewig schrieb über das "schichten" der
"Gaissenkeyker": sie sind unglückliche Menschen, denn sie müssen den
Vorspuk sehen, ob sie wollen oder nicht.
Folgender Aberglaube besteht: Schichten (hellsehen) kann nur jemand, der
in der Zeit geboren wird, wo sonntags in der Kirche das Vaterunser gebetet
wird. Ebenso Menschen, die nachts zwischen zwölf und 1 Uhr geboren werden. Ebenfalls ein Kind, dass zwei Freitage ungetauft liegt.
Man kann sich vom "Spökenkieken" befreien, wenn ein Mensch (oder ein Hund, den jemand hält) dem
Betroffenen über die linke Schulter blickt.
Das Spuksehen kann dann auch übergehen .
Dies aus Iserlohner Sagen, Hagen 2006
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