Thema: Grenzsteine
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Alt 18.11.2005, 18:32
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Grenzsteine

Hallo Lisa,
hier eine Sage aus meinem Wohnort:
Der Grenzsteinversetzer
In der Schwerter Feldmark setzte vor langen Jahren ein Mann einen falschen
Grenzstein und führte einen langjährigen Prozeß darüber, den er auch gewann,
weil er falsche Zeugen beigebracht hatte. zur Strafe mußte er nun nach seinem
Tode jede Nacht den Grenzstein auf seinen Schultern tragen und damit in der
ganzen Feldmark umhergehen. Viele Leute haben ihn schon so gesehen. Der
Stein glühte und alle Augenblicke fiel er damit nieder. Aber von sich werfen
konnte er ihn nicht, und weil das Feuer des Steines ihn brannte, sprang er wieder auf und eilte weiter, wobei er ächzte und ausrief: Wo soll ich mit dem
Grenzstein hin? Wörtl. aus meinem kl. Büchlein: Schwerter Sagen, gesammelt
von U. Berkenhoff, erschienen 1998. Restlos vergriffen, habe aber Wolfgang
Morscher 1 Ex. geschickt. Es gab hier eine Flubezeichnung: Abergunst, als
dort gebaut wurde mochten die Leute den Namen natürlich nicht und
die Straße heißt: Auf der Gunst, was natürlich das Gegenteil bedeutet.
Viel Spaß weiterhin! Ulrike
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